"Hinweise auf Migrationshintergrund sind völlig entbehrlich"

Redaktion, 4. Mai 2008, 12:28
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    foto: trimedia

    Österreichs Journalismus müsse "die eigene unabsichtliche bis absichtliche Beteiligung an der Kultur eines Rassismus hinterfragen", meint Kommunikationswissenschafter Fritz Hausjell

Österreichs Medien seien an einer "Kultur des Rassismus" beteiligt, kritisiert Publizist Hausjell im derStandard.at- Interview

Österreichs Medien hätten bisher viel zu wenig für die Integration von MigrantInnen getan - und sogar an der Verbreitung gewisser Rassismen mitgewirkt, kritisiert Fritz Hausjell, Professor am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, im Interview mit derStandard.at: "Wir haben in diesem Land eine Tradition gehabt, die schon einmal zu ganz fürchterlichen Verbrechen geführt hat. Ich möchte nicht, dass sich in dieser Berufsgruppe noch einmal die Frage stellt, welchen Anteil man daran hatte, einzelne Gruppen zu Sündenböcken zu stigmatisieren", meint Hausjell. Die Fragen stellte Katrin Burgstaller.

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derStandard.at Wenn über Straftaten berichtet wird, nennen manche Medien das Herkunftsland des Täters, andere lassen es weg. Wie stehen Sie dazu?

Hausjell: Empfehlungen verschiedener europäischer Journalistenvereinigungen laufen darauf hinaus, dass die Nicht-Nennung von Namen und Tätern mit Migrationshintergrund bei Kriminalfällen zu empfehlen ist. Hinweise auf den Migrationshintergrund sind völlig entbehrlich - außer dies erklärt den Vorgang der Kriminalität. Sonst wird vermittelt, dass es einen Zusammenhang zwischen Herkunft und Kriminalität gibt. Alle kriminalsoziologischen Studien die ich kenne, negieren diesen Zusammenhang. Aber er wird hartnäckig von manchen Medien angeführt.

Die Wienausgabe der Kronen Zeitung vom 22. April titelt "Warum die Kriminalität explodiert!", und schreibt in der Überzeile "Junge Ausländer führen Statistik an." Die Geschichte macht auf der Seite 13 eine knappe halbe Seite aus. Jeder fünfte angezeigte Teenager war im vergangenen Jahr ein Ausländer, steht da. Wie können sie dann die Statistik anführen? Jeder Fünfte, das heißt 20 Prozent. Da herrscht die pure Unlogik in dieser Redaktion. Das banale Vorurteil scheint handlungsanleitend zu sein. Denn es wird gar nicht der Frage nachgegangen, ob nicht überhaupt jeder fünfte Teenager keinen österreichischen Pass hat - und damit der Anteil der jugendlichen Ausländer, die der Kriminalität verdächtigt werden, nicht höher ist als jener der Inländer.

derStandard: Wer soll diese Art von Berichterstattung sanktionieren?

Hausjell: Das wäre die Aufgabe des Presserats, den es in unserem Land nicht gibt. Die Debatte sollte innerhalb der KollegInnenschaft geführt werden, aber das ist in Österreich eigentlich nicht der Fall. Die Verschränkung im österreichischen Journalismus ist so hochgradig, dass es schwer ist, über solche Dinge Debatten zu führen. Nur so kann ich mir erklären, dass auf solche Schlagzeilen wie von der Kronenzeitung von der Branche keine Reaktionen kommen. Österreichischer Journalismus insgesamt muss die eigene unabsichtliche bis absichtliche Beteiligung an der Kultur eines Rassismus hinterfragen.

derStandard.at: Was meinen Sie mit der absichtlichen und unabsichtlichen Beteiligung am Rassismus?

Das unabsichtliche Beteiligung entsteht aus Regeln, die man sich im Journalismus angewöhnt hat. Etwa, das Besondere hervorzuheben. Das Besondere wird oft die Nationalität oder die Herkunft sein. Man muss sich aber dessen bewusst sein, dass so bei der Leserschaft vermittelt wird, die meisten Kriminellen seien Ausländer.

Wir haben in diesem Land eine Tradition gehabt, die schon einmal zu ganz fürchterlichen Verbrechen geführt hat. Ich möchte nicht, dass sich diese Berufsgruppe noch einmal die Frage stellt, welchen Anteil man daran hatte, einzelne Gruppen zu Sündenböcken zu stigmatisieren.

derStandard.at: Das heißt, Sie sehen auch viele brancheninterne Versäumnisse?

Es ist ein Versäumnis über zwei Jahrzehnte, sich in der Journalistenausbildung nicht mit der Herausforderung der modernen Integration beschäftigt zu haben. Auch von Herausgeberseite hätte es hier Initiativen geben können. Positiv sehe ich all die Medien, die sich eine medienkritische Berichterstattung leisten. Ich hoffe inständig, dass der ORF das auch aufgreift und ein medienkritisches Magazin anbietet.

derStandard.at Was kann die Politik tun?

Hausjell Die Politik muss sich eine Antwort auf Kampagnenjournalismus überlegen. Das betrifft auch die Frage der Vermittlung von Medienkompetenz, die endlich in den Schulen Pflichtfach werden soll. Es muss unter anderem gelernt werden, wie man mit solchen medialen Strategien umgeht und idealerweise dagegen immun wird. In einigen Ländern gibt es ein Antiarassismusgesetz - das würde auch im Bereich der Medienberichterstattung das nötige Nachdenken darüber, an welchen politischen Kampagnen man sich beteiligt, unterstützen.

derStandard.at: Was sagen Sie zum Bericht zum Thema Integration und Medien des Innenministeriums?

Hausjell: Ich begrüße, dass dieses Thema behandelt wird, aber die Berichtslegung halte ich an manchen Stellen für problematisch. Das hat möglicherweise auch damit zu tun, dass die Autoren ausschließlich der Mehrheitsbevölkerung angehören. Vielleicht hätte sich das Innenministerium auf ein interkulturelles Arbeitsteam von Anfang an einstellen können.

derStandard.at: Was hätten Sie sich davon erwartet?

Hausjell: Es wurden Dinge vorschnell argumentativ begraben, wie zum Beispiel die Stellenbesetzung nach Quoten für MigrantInnen. Doch Quoten, etwa im Bereich der Geschlechterquoten, haben Veränderungen bewirkt, dafür gibt es auch Beispiele in den Medien.

derStandard.at: Im Bericht wird kritisiert, dass über die Repräsentation von MigrantInnen in den Medien wenig Studien existieren. Sehen Sie das auch so?

Hausjell: Da staune ich nur so. Es gibt zahlreiche Dissertationen und Diplomarbeiten zu diesem Thema.Man kann genau herauslesen, dass Aktivitäten von MigrantInnenvereinen in Österreich medial so gut wie nicht wahrgenommen werden. Das heißt, dass die positiven Leistungen vorenthalten werden - und zwar der Mehrheitsbevölkerung, aber auch den MigrantInnen selbst, die damit sehen, dass das offensichtlich nicht wertgeschätzt wird. Denn sonst kommt auch jede Ausstellung, jede Veranstaltung, jede sportliche Aktivität in der Lokalberichterstattung vor.

derStandard.at: Wie ist das zu erklären?

Hausjell: Die Journalisten glauben selbst, dass sie alles abdecken. Oder sie führen als Grund für die fehlende Berichterstattung die mangelnden Deutschkenntnisse der MigrantInnen an. Vielen können hinreichend bis exzellent Deutsch - das ist nur ein Bild von außen.

derStandard.at: Wie können Medien zur Integration beitragen?

Hausjell: Die MigrantInnen sollen in den Medien nicht anders, nicht schlechter und nicht besser als andere Gruppierungen behandelt werden. An deutschen Studien sieht man, dass sich MigrantInnen auch in einem hohen Maß den Medien ihrer neuen Heimat zuwenden. Österreichische MedienmacherInnen überlassen den anderen MitbewerberInnen aber relativ leichtfertig ein Publikum, das sie gut und gerne haben könnten. (derStandard.at, 2.5. 2008)

Zur Person: Fritz Hausjell ist außerordentlicher Professor am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien. In seinen Arbeiten beschäftigt er sich unter anderem mit dem Journalismus in der NS-Zeit, mit Exil- Journalismus und mit Rassismus in den Medien. Er ist wissenschaftlicher Leiter des Projekts Nachrichten - Österreichs Presse von 1938 bis 1945
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Samantha Mulder
08

Vielleicht sollte man einfach gesetzliche Leitlinien verabschieden, was Zeitungen schreiben dürfen und was nicht, und gegebenfalls ein Komitee einsetzen, dass das überprüft und gegebenfalls bestraft.

In China funktioniert das auch sehr gut.

tarch
10
5.10.2009, 14:17
Habens wirklich nicht verstanden, um WAS es da geht ?

Erschütternd.

aleph null
03
13.8.2009, 22:23
Sehe ich auch so!

Die Aufgabe eines Informationsmediums besteht darin, Informationen zu verbreiten und nicht zurückzuhalten.

Noch ärgerlicher ist, dass mit verschiedenem Maß gemessen wird. Heißt der Täter Josef F., dann wird es mit der Verheimlichung der Herkunft aus Amstetten nicht sehr genau genommen. Wenn auf der anderen Seite der Täter Ahmed B. oder Dragan M. heißt, dann wird der Mantel des Schweigens darüber gebreitet.

Warum? Wieso?

Die Antwort darauf ist ernüchternd und mir fällt dazu spontan Orwells newspeak ein, das die Aufgabe hatte, die Sprache und damit die Gedanken zu reduzieren und zu leiten, anstatt allen Assoziationen, seien sie falsch oder richtig, freien Lauf zu lassen.

tarch
00
5.10.2009, 20:14
Vielleicht lesens das Interview nocheinmal ganz langsam und kommen irgendwann drauf,

um WAS es geht...
Nicht um Verheimlichung, sondern darum, die an sich schon völlig absurden Vorurteile vieler verwirrter Menschen nicht mehr durch für die Berichterstattung irrelevante Infos zu füttern...
Aber ich fürchte, das wird net in das Kopferl reingehen, nach all der Verleugnung und Umdeutung des Themas, um das es hier geht...

Daniel KÜPPER
 
00
6.11.2008, 10:09
Grenzenlos

Als Österreich der EU beitrat, fielen die Grenzkontrollen auch für Österreich in Europa weg. Dadurch hat die Länderangabe nicht mehr die Wirkung, die sie mal hatte. Die Frage ist doch nur die: "Steigt durch Wegfall der Grenzkontrollen die Kriminaliät oder nicht?" Wenn ja, ist es natürlich schade. Eine Zollkontrolle beinhaltet natürlich mehr als nur die Frage nach dem Geburtsland. Sonst hätte man ja schon immer die Grenze dicht machen können: kein Ausländer rein, kein Inländer raus, absolute Selbstversorgung, Isolation. Unmöglich! Die Extreme Gut und Böse halten sich doch in jedem Land die Waage. Die Guten bleiben, die Bösen wandern aus? Ich glaube es nicht.

van.der.stiege
01
15.10.2008, 16:31
wo ist die studie publiziert...

... bzw. wie kommt man an die ran ???

wirdeinlichtleinseinamendedestunnels
15
26.8.2008, 01:18
konsequenterweise

sollten auch keine hinweise auf geschlecht, alter, beruf, familienstand, sexuelle orientierung, tätigkeiten, hobbys, sport, politische aktivitäten, einkommen, früh- o. spätpension usw. erwähnt werden!
alles entbehrlich o. was?

Thomas Gummibaer
11
25.8.2008, 16:45
Warum sucht sich der

Mann nicht ein Land, wo ihm das nicht passiert, was er an Oesterreich kritisiert?
Die beste Methode gegen solche Leute ist die Methode, welche in Israel angewandt wird: eine Mauer.

tarch
10
5.10.2009, 14:21
Nicht die Erwähnung der Herkunft von Tätern ist das Problem,

sondern was andere daraus machen, nämlich Vorurteile gegen ganze Nationalitäten, Abstammungen und Kulturen.
Und DARUM gehts dem Autor.
Aber Sie haben ohnehin durch die Erwähnung der israelischen Mauern, die ja wirklich einen Schandfleck der Zivilisation präsentieren, gezeigt, daß sie nicht kapieren, daß sowohl diese Mauern, als auch Ihr Versuch, alle Israeli damit dieser Gesinnung, die dahinter steht, zu zeihen, bewiesen, daß Sie selbst die Problemgesinnung teilen, um die es hier geht...

Samantha Mulder
03
25.8.2008, 13:03

Also, entweder oder. Wenn man bei Tätern von Verbrechen den Migrationshintergrund nicht nennt, dann bitte auch nicht bei Opfern,

Sonst bekommt man ja ein völlig verzerrtes Bild.

peter56
 
60
3.10.2009, 01:20
Das verzerrte Bild entsteht in verzerrten Köpfen.

Nach welcher Logik Herkunft mit Kriminalitätsneigung zu tun haben könntr, müssen Sie aber schon erklären.
Nach Ihrer Überzeugung müßte es ja Länder geben, in denen vornehmlich kriminelle Menschen leben.
Gibts absr nicht....
Pech gehabt, Samantha.

LGM
02
9.10.2009, 08:12

das mit der Postingabstinenz haut aber nicht so ganz hin

free critizm
 
10
25.8.2008, 12:45
Kriminalität vs Herkunft

Ein Poster hier hat den Begriff Hobbyanthropologen verwendet. Wunderbarer Begriff, beschreibt er doch genau die meisten statements hier. Wann bitte ist denn ein Verbrecher jetzt ein böser Ausländerverbrecher und wann ein guter österreichischer Verbrecher?? Wenn jemand aus Polen hier einreist und ein Verbrechen verübt, dann ist das schlimm. Wenn Ümit Üzmünü einen österr. Pass hat und stiehlt, dann ist er sofort abzuschieben. Wenn Hans Huber etwas böses macht, dann ist das ok. Ist ja ein Österreicher. Was aber wenn einer z.B. halb Österreicher, halb Ausländer ist? Kommt der dann auch in die Statistik der bösen Migranntenbanden? Mir persönlich ist es ziemlich egal ob mich Hans oder Ümit berauben, taugt mir in beiden Fällen gleich wenig...

van.der.stiege
03
25.8.2008, 18:09
der punkt ist wohl eher der, dass...

.... jene einwanderer mit null bildung und null jobaussichten auch keinen super job in österreich erwarten können und die meisten mit falschen vorstellungen hier herkommen und annehmen mit offenen armen empfangen zu werden.

wenn sie dann die realität einholt (kein job, keine wohnung, usw) kann es laut gewissen statistiken vorkommen, dass man eher dazu neigt sich etwas durch diebstahl anzueignen oder illegale arbeitsformen findet um überleben zu können. die meisten wollen ja nicht zurück, denn dann müsste man sich ja eingestehen (und den meisten verwandten erklären), dass man hier "versagt" hat.

daher ist es wohl sinnvoll nicht noch mehr dieser "unnötigen" (= mehr belast als bereicherung) zuwanderer ins land zu lassen.

peter56
 
70
3.10.2009, 01:25
Das wäre nur dann logisch, wenn Sie vorher wüßten, daß der Betreffende aus dem betreffenden Land

auf jeden Fall kriminell würde.
Unbescholtene aus diesen Ländern (welchen eigentlich ???) nicht hereinzulassen ERHÖHT ja unsere Kriminalstatistik...
Wenn Sie nicht fähig sind, Menschen UNABHÄNGIG von ihrer Herkunft beurteilen zu können, sollten Sie es lieber bleiben lassen...

Die Stimme des Marktes
416
Wenn der Anteil von Straftaten...

...von Tätern mit Migrationshintergrund statistisch signifikant über dem Bevölkerungsanteil der Migranten liegt, ist der Hinweis sehr wohl richtig & wichtig, weil er auf eine verfehlte Migrationspolitik hinweist.

peter56
 
144
Er liegt nicht höher.

Allt sem ég fæ í dag, farið burt á morgun..
11
2.10.2009, 19:32

ein einbruch bei ihnen wird wahre wunder wirken!

peter56
 
60
3.10.2009, 01:27
Ihre Naivität leist ich mir nicht, keine Angst.

Samantha Mulder
02
28.8.2008, 02:06
Schweizer Rekordwert bei Fremdenkriminalität

Doch, er liegt in etwa doppelt so hoch.

Beispielsweise in der Schweiz. Dort waren im vergangenen Jahr 51,1 Prozent aller Tatverdächtigen Ausländer. Zum Vergleich: In Österreich sind es 28 Prozent. Ähnlich die Zahlen, wenn man nur die Rate bei den Verdächtigen betrachtet, die ständig hier wohnen, also ohne Touristen und Asylwerber. In diesem Fall liegt der Fremdenanteil an den Verdächtigen beim Nachbarn bei 37 Prozent, in Österreich sind es nur 17.

Im benachbarten Freistaat Bayern ist die Lage dagegen ähnlich wie in Österreich. Der Anteil der im Land lebenden Fremden ist mit 9,4 Prozent etwa so hoch wie hier. An der Gesamtkriminalität haben diese einen Anteil von 19,4 Prozent, knapp mehr als in Österreich.

tarch
10
5.10.2009, 14:29
Wenn man nicht versteht, weiß, daß in der Statistik der "Fremdenkriminalität"

natürlich auch das organisierte Verbrechen und Kriminelle, die zum Zweck Ihrer Tätigkeit das Ausland aufsuchen um wieder untertauchen zu können, enthalten ist, hat man eben dieses verzerrte Bild von mehrheitlich ausländischen Tätern.
Und das übertragen dann Hirnis wie Sie auf Menschen, die bei uns LEBEN, arbeiten, wohnen, aber eben fremde Wurzeln haben.

Nochmal : Es gibt weder einen Beweis, noch ist es LOGISCH, daß Menschen mit Migrationshintergrund, die bei uns ihren Lebensmittelpunkt haben, krimineller sein könnten/sollten als Ureinwohner seit Generationen.
Es gibt keine Statistik, die eben die Kriminalitätsrate nur der Bevölkerungsgruppen vergleichen ließe, die auch vergleichbar SIND.

Die Stimme des Marktes
37
10.6.2008, 14:36
Quelle?

Deine persönliche Überzeugung oder doch das Kampfblatt des VSStÖ?

peter56
 
60
3.10.2009, 01:34
Es GIBT keine Statistik, die ausschließlich die Kriminalitätsrate von

Ur - Inländer mit zugewanderten Inländern verggleicht.
Aber erklären Sie mir, warum Herkunft irgendwas mit Kriminalitätsneigung zu tun haben könnte...
Kriminalitätsgen ?

suboptimal
 
34
17.6.2008, 22:53
Quelle: Bundeskriminalamt. Genügt das?

Nichtdeutsche Tatverdächtige, Tatverdächtigenanteile, Staatsangehörigkeiten, Aufenthaltsstatus – Berichtsjahr 2006

Da steht bis ins kleinste Detail drin, wie und worin sich in- und ausländische Wohnbevölkerung in der Kriminalität - nicht - unterscheiden. Ganz unten: "2006 fielen etwa 5,0 % der sozialversicherungspflichtigen nichtdeutschen Beschäftigten der Polizei
als tatverdächtig auf."

http://www.bka.de/pks/pks20... _2_3_3.pdf

.oP1uM
03
19.6.2008, 00:25
ermittelte tatverdächtige

Jahr 2005 243.493 davon fremde 70.339 28,9%
Jahr 2006 238.111 davon fremde 67.419 28,3%

da muss man dazusagen, dass da natürlich auch die inbegriffen sind die sich hier nicht niedergelassen haben. genausowenig wie menschen mit migrationshintergrund aber öst. staatsbürgerschaft.
aber darüber will wohl niemand eine statistik machen...

erschreckend aber vor allem:
Asylwerber 2005: 12.496 2006:13.295 +6,4%

soweit ich weiß (keine quelle) waren 2006 etwa 40000 asylwerber (ingesamt, nicht neuanträge) in österreich. das wäre dann jeder dritte.

quelle
http://www.bmi.gv.at/downloada... k_2006.pdf

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