Nach mehreren, stundenlangen Pressekonferenzen ist seitens der Ermittler vorerst einmal alles gesagt. Die Wartezeit auf neue Details ist jetzt zum Wettrennen nach aktuellen Fotos von den Opfern geworden. Daran können auch die Bitten der behandelnden Ärzte, den Kindern Ruhe zu gönnen, nichts ändern. Im Klinikum Mostviertel Amstetten, in dem die kranke 19- Jährige behandelt wird, wurden inzwischen alle Seiten- und Nebeneingänge dicht gemacht. Am Mittwoch wurde entschieden, die Türen zu verriegeln. Diese kann nur noch das Personal mittels Zentralschlüssel öffnen, berichtet ein Techniker. Immer wieder seien TV-Teams im Haus "herumgegeistert", um wenigstens Innenaufnahmen von jenem Spital machen zu können, in dem das Mädchen auf der (grundsätzlich abgeschlossenen) Intensivstation mit dem Tode ringt.
Foto- und Drehverbot
Das psychiatrische Landesklinikum Amstetten-Mauer, in dem die anderen Familienmitglieder des mutmaßlichen Täters Josef F. betreut werden, hat mittlerweile ein Foto- und Drehverbot erlassen. Zudem wurde ein privater Sicherheitsdienst beauftragt. Dieser sei notwendig geworden, da es zu einer Handgreiflichkeit zwischen einem Fernsehteam und einem Mitarbeiter der Klinik gekommen war, bestätigte die niederösterreichische Landeskliniken-Holding. Bei dem Versuch, die Journalisten aus dem Spital hinauszukomplimentieren, soll der Mitarbeiter getreten worden sein.
Die Polizei muss auch immer wieder Paparazzi von den Bäumen rund um das Krankenhaus holen. Dem Vernehmen nach soll ein Medium eine Million Dollar für ein aktuelles Opferfoto geboten haben. (Kerstin Scheller/DER STANDARD-Printausgabe, 2.5.2008)
Warum mußte der sich wichtigtuerisch auf einer Pressekonferenz und in den Medien äußern? Warum mußten Außenfotos von seiner Klinik veröffentlicht werden? Kann doch jeder 1+1 zusammen zählen. Das hätte denen doch klar sein müssen, die Geister die ich rief.... und nun sollen sie mal sehen wie sie damit fertig werden. Vorschlag: mietet irgendwo ein Bauernhaus auf einer Alm und bringt die Opfer still und heimlich weg von der Klinik und bitte nicht den Aufenthaltsort verraten. Und falls immer noch Paparrazzi in den Bäumen hängen: Wasserschläuche einsetzen, soll sehr gesund sein für die teure Ausrüstung.
Da muss ich ja gleich an den Artikel in der Times denke, wo man sich so dermaßen über die rigiden Einschnitte in die Pressefreiheit brüskierte. Nach dem Motto "Klar dass dann solche Fälle vorkommen".
Von der Belästigung durch Paparazzi ist da natürlich nie die Rede, von Sensationslust sowieso nicht.
doch nur dass es offenbar einen Markt für diese Photos gibt (wie für vieles andere Abscheuliches auch), denn ansonsten würde doch kaum jemand 1Mio$ dafür zahlen. Und bei denjenigen, die dieses Geld auf Kosten der Opfer annehmen - und seiens nur die paar 1000€ für alte Schulfotos in Amstetten -, um daraufhin gemütlich in Urlaub zu fahren oder sich einen iPod zu kaufen, bei denen hoffe ich auf eine gerechte Strafe nach dem Tod, da der Tatbestand des moralisch verwerflichen Handles ja leider (gottseidank) nicht strafbar ist. Aber irgendwann kommt alles zurück.
daran find ich nix schlimm - das nennt sich einfach "angebot und nachfrage". da wären die wirten und hotels ja schön blöd, das ist immerhin das geschäft ihres lebens! denn der ruf amstettens als sehenswerte tourismus-metropole ist bislang wohl ein ungehörter. und in 5 monaten, wenn der medien-hype abgeklungen ist, ist amstetten wieder einfach nur eine abfahrt an der a1... ;o)
natürlich ein heikles thema, denn pressefreiheit ist ein wichtiges gut welches man nicht einschränken sollte.
allerdings kann die presse ja nach wie vor berichten worüber sie will solange es bilderlose artikel sind.
deshalb würde ich es in solchen fällen begrüßen wenn ein verbot besteht die opfer ohne deren einverständnis abzubilden.
wenn eine zeitung dicht machen müsste dann gäbe es solche auswüchse nicht.
Also ich würde es begrüßen wenn man einem Kamerateam in der Klinik die Kamera zerlegt...
Kein Verständnis für diese "Journalisten"
Besonders hervorgetan hat sich aber die Justizministerin (Mediengesetz schützt ausreichend) - Wozu haben wir sie eigentlich wenn eh' alles ausreichend ist....)
Das Gesetz wird auch sicher irgendeinen Fotograf aus irgendwo interessieren. Das man derart realitätsfremd sein kann....
Die Öffentlichkeit hat ein Recht auf Information!
Es ist die Pflicht der freien Presse, über diese Dinge so umfassend wie möglich zu berichten!
Wir ...-
*bzzzzzzz*
und ruhig.
(Vorzustellen wie bei dem vom Flugzeugklo berichtenden Reporter in Die Hard 2; die Presse agiert ja hier teilweise wirklich schon wie ihre unsympathischen Karrikaturen in US-Heropolizistenfilmchen, allen voran NEWS.)
Es darf sich nicht mehr auszahlen, Persönlichkeitsrechte in solchen Fällen zu verletzen. Rechtlich sollte man sich da schon was einfallen lassen, in der EU oder auch in größerem internationalem Rahmen. Schadenersätze in entsprechender Höhe und persönliche Formen der Haftung für die Hierarchiehöchsten oder auch die Eigentümer in TV oder Zeitung, um den Markt zu ruinieren; Schutzzonen, und anderes.
photos inside horror house:
http://tinyurl.com/5xrp7g
Manchmal ist man wirklich versucht, hier im Forum (wenn es nicht zensuriert würde) in direkten Worten seine Meinung zu sagen und die eventuell darauffolgende Klage samt ein paar hundert Euro Strafe zur eigenen Seelenhygiene in Kauf zu nehmen.
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