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Die Statue soll ein Prater-Original aus versunkenen Zeiten ("Calafati") darstellen, rundherum ist alles History-Fake.

Das "Stadtgasthaus Eisvogel" bietet sanft modernisierte Wiener Küche zu stolzen Preisen.
Vielleicht nennt sich das neue Lokal ja deshalb "Stadtgasthaus" - weil es nicht bloß als Schießbudenkulisse wahrgenommen werden möchte. "Eisvogel" hieß angeblich ein schon vor Jahrhunderten verblichenes Prater-Wirtshaus. Innen geht es betont dezent zu. Gedeckte Beige- und Brauntöne und ein paar aufgeblasene, alte Prater-Fotos verströmen das anonyme Flair eines Hotel-Restaurants. Wer mit einem grauen Anzug reinkommt, sollte sich schleunigst die (hellblaue) Krawatte lockern - sonst würde er auf den ersten Blick für einen der zahlreich umherirrenden Kellner gehalten.
Gastronomische Qualität
Patron ist Herbert Schmid, der über Jahrzehnte den Käsewagen im Wiener Steirereck betreute und bei seinem Abgang viele Mitarbeiter so für das neue Projekt begeistert haben soll, dass sie gleich mitgingen. Damit ist klar, dass hier tatsächlich gastronomische Qualität geboten wird. Wer derlei ausgerechnet in der Trash-Atmosphäre des Praters sucht, wo man sich bislang eher an Stelze, Salzgurke und Schaumrolle labte, bleibt abzuwarten.
Das Speisenkonzept scheint deutlich an jene Idee einer sanft modernisierten Wiener Küche angelehnt, die ein früherer, noch prominenterer Steirereck-Abgänger für das Restaurant im MAK ersann: Helmut Österreicher. Im Eisvogel wird allerdings aufwändiger gekocht. Es gibt Gulasch, Beuschl und Paprikahendl - aber auch Flusskrebse oder Gänseleber.
Die Haxerlsuppe mit Kren und Majoran schmeckt jedenfalls wie das Steirereck-Original und damit ziemlich unvorstellbar gut - mit einer Haxlterrine als Einlage, die selbst Schlabber-Abstinenzler goutieren sollten. Sehr gut auch der mit geschmolzenen Schalotten und Spinat gefüllte Paprika in der Kombination mit gebratenem Sardinenfilet.
Das lauwarme Mayonnaiseei entpuppt sich als wachsweiches Ei in einem Mantel aus Erdäpfelpüree, umhüllt von geräucherter Lachsforelle und umkränzt von fein abgeschmeckter Mayo - ja! Spargelsalat mit Bries und Bröselstrudel fällt dagegen ab, die penetrante Orangenschalen-Vinaigrette ruiniert die zarten Aromen von Spargel und Bries - dabei ist beides perfekt gegart. Auch den Kümmelbraten würde man um 14,50 Euro mit Kruspel- statt Gummi-Schwarte erwarten - dafür ist das Saftl fantastisch und die Fleischqualität auch. Toller Käse vom Wagen und sehr bemerkenswerte Weinkarte. Fazit: Alles Fake - bis auf das Essen! (Severin Corti/Der Standard/rondo/02/05/2008)
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fürchterlich was der herr praterplaner da um zig millionen geplant hat und dann um 32 millionen umgesetzt hat! parndorf outletcenter am riesenradvorplatz! unfassbar!
egal wie das essen dort sein möge und wenn sie haubenküche herschenken würden - dort gehe ich sicherlich nicht hin!
daß eine der größten und längstlebigen Attraktionen des Wr. Praters "Venedig in Wien" war, das es etwa 30 Jahre lang gab, und das ein Vorbote des heutigen "Venetian" in Las Vegas war. Dort konnte (bzw in Nevada: kann) man auch gut italienisch essen, auch wenn rundum alles Pappmachè war, oder eben heute Plastik.
falsche frage, weil niemand so etwas wirklich "braucht", aber vielleicht gerne in sehr guter qualität haben möchte.
das wiener im eisvogel schmeckt idealtypisch (am freitag zu mittag). schon lange keines mehr gegessen, das so weiches, saftiges fleisch mit so perfekter (fast schon unglaublich perfekter) panier vereint.
aber gefallen tut's mir dort auch nicht. und der service ist weit weg von perfekt - aber das wird sich einspielen.
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