Gartenzwerg wird erwachsen

23. April 2008, 18:49
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Lederleitner hält Gartenarchitektur für "Megatrend"

Wien - Markus Lederleitner, Chef des gleichnamigen Gartenspezialisten in Atzenbrugg (NÖ), mag den Frühling. "Da geht es endlich weg von der Bürokratie hinaus ins Grüne und hin zur Umsetzung. Ein Garten ist ja etwas dauerhaftes und braucht intensive Auseinandersetzung", sagt der 41-jährige Firmenchef, für den jetzt Hochsaison ist.

Das mehr als 100 Jahre alte Familienunternehmen vertreibt an sieben Standorten Schnittblumen, Floristik und Pflanzen. Einen kleinen Teil (15 Prozent) machen Gartenmöbel aus, der Fokus liegt auf der Gartengestaltung. "Vom Reihenhausgärtchen bis zur Großanlage bedienen wir alles."

In den letzten 15 Jahren ist der Betrieb vom Gartenzwerg mit acht Mitarbeitern auf 150 Beschäftigte gewachsen. Wie das gelungen ist, erklärt der Firmenchef so: "Es gab keinen Masterplan. Man muss mit Kontinuität kleine Schritte machen und ein Ziel entwickeln."

Der Anspruch an geplante Gartenarchitektur und schön gestaltete Grünanlagen sei in Österreich in den letzten Jahren gewachsen, ähnlich wie es in Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden oder Belgien längst der Fall sei. Der Garten sei zum "Megatrend" geworden. Dabei spiele Geld nicht die größte Rolle, meint der Unternehmer, der zu den exklusiven Branchenanbietern gehört. "Man kann auch mit relativ bescheidenen Mitteln kreative Dinge inszenieren."

Seine Glashäuser heizt Lederleitner seit gut 20 Jahren mit einer Hackgutanlage. Damit hätte er die Energiekosten "gut im Griff". Die Preissteigerungen auch bei den Transport- und Verteilerkosten müsse er aber teilweise weitergeben. Um sich von Mitbewerbern abzusetzen, bedürfe es ständig neuer Ideen. "Zeit zum Verschnaufen" bleibe dabei keine. (Barbara Forstner, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 24.4.2008)

  • Architektur
im Garten
ist "in",
aber auch
eine Frage
des Geldes.
    foto: standard/lederleitner

    Architektur im Garten ist "in", aber auch eine Frage des Geldes.

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