Tödliche Polizei-Schüsse ohne Schusswechsel

von Redaktion  |  24. April 2008, 14:38
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    Good Cop, Bad Cop – das Aufeinandertreffen der "getarnten" Rumänen mit einer Zivilstreife endete mit tödlichen Schüssen

Drei falsche aber unbewaffnete Cops, zwei echte Polizisten und ein folgenschwerer Griff zur Dienstwaffe - Überprüft wird dennoch nur routinemäßig

Drei falsche Cops, zwei echte Polizisten und ein folgenschwerer Griff zur Dienstwaffe. Das BIA prüft nur routinemäßig, Niederösterreichs Kripo-Chef Franz Polzer sieht einen "Dienst nach Vorschrift" - Von Markus Rohrhofer

***

Wien – Die Prüfung sei "routinemäßig", eine "konkrete Verdachtslage" gebe es nicht. Rudolf Gollia, Sprecher des Innenministeriums, war am Mittwoch hörbar bemüht, die Wogen rund um den Schusswaffengebrauch im Kriminalfall um die falschen Polizisten, die am vergangenen Wochenende auf einem Parkplatz der S1 (Wiener Außenring-Schnellstraße) gestellt worden waren, zu glätten.

Klar nach Vorschrift" gehandelt

Die drei Rumänen wollten ein Auto "kontrollieren" und die Insassen ausrauben. Die Männer gerieten dabei aber an echte Beamte des Landeskriminalamtes Niederösterreich (LK NÖ). Diese griffen schließlich zur Dienstwaffe, einer der mutmaßlichen Räuber starb, zwei wurden verletzt. Das Büro für Interne Angelegenheiten (BIA) prüft derzeit den heiklen Waffeneinsatz. Für Franz Polzer, Leiter der Kriminalabteilung Niederösterreich, haben die Beamten "klar nach Vorschrift" gehandelt und auch der Waffengebrauch sei "gerechtfertigt" gewesen.

Situation war bedrohlich

"Die Situation war bedrohlich: 2,05 Meter große Rumänen, im Hintergrund Blaulicht und ein dubioser Polizeiausweis", schildert Polzer im Standard-Gespräch. Außerdem sei den Schüssen ein "körperlicher Angriff" vorausgegangen. Auch sei nicht gezielt auf die Personen geschossen worden. "Soweit mir bekannt, wurde die Schüsse auf das Fahrzeug abgegeben." Problematisch sei gewesen, dass der Alfa Romeo der Täter "tiefergelegt" war, so Polzer.

"Waren nicht bewaffnet"

Nicht gut zu sprechen ist der Kriminalist derzeit auf die Kollegen der Sicherheitsdirektion Niederösterreich. "Ich frage mich ehrlich, was die veranlasst hat zu sagen, es hätte einen Schusswechsel gegeben. Es war immer klar, dass die Täter nicht bewaffnet waren", ärgert sich Polzer.

Legitimiert wird der Waffeneinsatz im Waffengebrauchsgesetz. Demnach ist der mit "Lebensgefährdung verbundene Gebrauch einer Waffe" unter anderem zulässig:

  • im Falle gerechter Notwehr zur Verteidigung eines Menschen,
  • zur Unterdrückung eines Aufstandes oder Aufruhrs,
  • zur Erzwingung der Festnahme oder Verhinderung des Entkommens einer Person, die einer gerichtlich strafbaren Handlung überwiesen oder dringend verdächtig ist, das für sich allein oder in Verbindung mit ihrem Verhalten bei der Festnahme oder Entweichung sie als einen für die Sicherheit des Staates, der Person oder des Eigentums allgemein gefährlichen Menschen kennzeichnet.

    Ausdrücklich hingewiesen wird darauf, dass der Waffengebrauch "zeitlich unmittelbar vorangehend und deutlich wahrnehmbar anzudrohen" ist. (Markus Rohrhofer/ DER STANDARD Printausgabe 24.4.2008)

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    Robgeb er
    24.04.2008 14:43
    .

    Sie sind ein völlig Ahnungsloser!

    Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft AG 
    24.04.2008 14:15

    der faktor impliziert, dass während der umtriebe dieser falschen kieberer 900.000 unfälle geschehen sind. zu gering?
    die verwechslungsgefahr in diesem fall wüsste ich auch gern.

    poldi schoenus
    24.04.2008 13:01
    noch, und

    nur in Aut und, ja, die oest. Sicherheitsverhaeltnisse sind Geschichte

    cesa frontul
    24.04.2008 14:21

    die eben veröffentlichten sicherheitsstatistiken weisen auf das gegenteil hin.
    seit schengenöffnung im osten ging die kriminalitiät in ö zurück.

    was stieg, ist die paranoia.

    instrumentalisiert man diese "geschickt", dann kann man ganze ölkriege als notwehrmaßnahme verkaufen.

    poldi schoenus
    24.04.2008 15:18
    nu ja,

    vor allem aber sind solche Aktionen gut fuers Image. So fahrens doch lieber gleich weiter nach Italien

    Bottlebua
    24.04.2008 12:02
    woher bloß?

    woher das bedürfnis kommt, das der fall genau aufgeklärt wird?

    hm, vielleicht weil ein mensch gestorben ist? vielleicht weil genau das nicht notwendig war?

    aufpassen, die wildwestverhältnisse seh ich mehr in dem unkontrollierten schusswechsel

    poldi schoenus
    24.04.2008 12:51
    keine Bange, bei

    Einstellungen wie dieser kommen sie von alleine

    Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft AG 
    24.04.2008 12:28

    woher das bedürfnis kommt, das der fall genau aufgeklärt wird?

    nein, das war nicht die frage. probiers mal mit einer lesebrille.

    Freund der Sanktionen
    24.04.2008 11:52
    Auf keinen Fall will ich, daß die Polizei

    auf Unbewaffnete schiesst, nicht auf Autobahnen und auch sonst nirgends...

    Baerald 
    24.04.2008 13:53
    Also bitte, ja, solange es keinen UNSCHULDIGEN

    Unbewaffneten trifft - nicht vergessen: nachher ist man immer klüger als im Moment der Gefahr. Oder worauf hätten die Polizisten warten sollen? Bis sich die Kerle doch nicht als "unbewaffnet" herausstellen und selber schießen?
    Oder worauf wollen Sie warten? Dass Sie selbst von einem "falschen Polizisten" oder sonst einem Verbrecher niedergenkallt werden? - ICH NICHT!

    Otsch1 
    24.04.2008 13:41
    Ich will das schon.

    Und zwar immer dann, wenn mutmaßliche Verbrecher aufgefordert werden stehen zu bleiben und sie dieser Aufforderung nicht nachkommen.

    standard_poster
    24.04.2008 13:28
    Hätte die Polizei die Täter laufen lassen sollen?

    Oder hätte sie rufen sollen: "Halt! Stehen bleiben oder wir streicheln Sie zu Tode!"

    J. P.
    24.04.2008 12:53
    und wie soll das funktionieren?

    Solange die Leute nicht festgenommen und durchsucht sind kann ja keiner wissen ob sie unbewaffnet sind.

    Wenn also einer eines schweren Verbrechens verdächtigt wird und bei der Festnahme Widerstand leistet, warum soll man dann nicht von der Schusswaffe gebrauch machen?
    Die Typen hätten ja einfach aufgeben können.

    poldi schoenus
    24.04.2008 12:52
    dann mach einmal

    einen kl. Spaziergang irgendwo in der Peripherie einer it. Provinzstadt

    standard_poster
    24.04.2008 12:38
    Hätte die Polizei die Täter laufen lassen sollen?

    Na super, dann braucht jeder nur unbewaffnet vor der Polizei davonlaufen und braucht keine Angst zu haben, dass ihm was passiert. Sehr clever! Wirklich!

    barbara klaric
    24.04.2008 12:30
    Na starte halt eine Volksbegehren

    Freund der Sanktionen
    24.04.2008 13:02
    Ich soll ein Volksbegeheren starten,


    damit sich die Polizei an ihren gesetzlichen Rahmen hält?

    poldi schoenus
    24.04.2008 13:59
    gesetzl. Rahmen nicht

    grundsaetzlich ueberschritten, im artikelgegenstaendlichen Fall

    Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft AG 
    24.04.2008 13:12

    den gesetzlichen rahmen gibts nur nicht. siehe artikel, legitimierung des waffeeinsatzes.
    lesen müsste man können, aber dann fällt das polemisieren wohl nimmer so leicht.

    Freund der Sanktionen
    24.04.2008 14:13
    Natürlich gibt es den.


    Oder glauben Sie, österreichische Exekutivbeamte können nach Gutdünken und Wollen einfach herumballern?

    Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft AG 
    24.04.2008 15:07

    "Auf keinen Fall will ich, daß die Polizei
    auf Unbewaffnete schiesst, nicht auf Autobahnen und auch sonst nirgends... "

    DIESEN rahmen gibt es nicht. versuch vielleicht, dich an deine eigenen aussagen zu erinnern bevor du auf kritik antwortest.

    standard_poster
    24.04.2008 13:26
    Apropos lesen können...

    den gesetzlichen Rahmen bildet das Waffengebrauchsgesetz!

    Zum Nachlesen: www.ris2.bka.gv.at

    Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft AG 
    24.04.2008 13:44

    meine forderung: den artikel, zu dem man postet, lesen und verstehen.
    wenn du mit der interpretation nicht einverstanden bist, kannst ja eine juristische diskussion über das waffengebrauchsgesetz beginnen. aber was bitte hat das mit lesen können zu tun??

    Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft AG 
    24.04.2008 12:27

    es ist nur eben in manchen fällen gesetzlich zulässig, ob ihnen das passt ist eine andere frage.

    Freund der Sanktionen
    24.04.2008 13:01
    Das Problem ist nicht, ob mir das passt oder nicht.


    Das Problem ist, daß sich die Polizei selbst nicht an die Gesetze hält. Das ist denen auch bewusst, sonst würden sie nicht nach Ausreden wie 2,05 Meter und tiefergelegten Alfa suchen. Das ist es, was mir nicht passt...

    Baerald 
    24.04.2008 13:55
    "Ausreden" - versuchen Sie doch wenigstens

    nur EIN BISSERL die Situation, in der die "echten" Polizisten waren, nachzuvollziehen...

    Freund der Sanktionen
    24.04.2008 14:09
    Sagen Sie das doch den Verwandten des Erschossenen,


    daß die wenigstens ein BISSERL die Situation verstehen sollen, in denen die echten Polizisten waren...

    Baerald 
    24.04.2008 14:27
    Sagen Sie es doch einem Verwandten

    eines von einem "geflohenen" Verbrechers Erschossenen!!
    Mein Gott, der Kerl war ein VERBRECHER!
    Wie sind Sie denn drauf?

    Freund der Sanktionen
    24.04.2008 16:28
    Es geht hier nicht um alttestamentarische Rachefeldzüge.


    Wenn Sie meinen, der Rechtsstaat dürfe die selben Methoden mit den selben Konsquenzen anwenden wie die Kriminellen, dann erübrigt sich jede Diskussion, weil sie dem Handeln der Exekutive in dem Augenblick jede Legitimierung entziehen.
    Sie können Verbrecher hundertmal in Versalien und von mir aus auch noch fett schreiben, die Menschenrechte sind nicht teilbar und gelten natürlich auch für Kriminelle.
    Ob die sich ihrerseits daran halten hat damit ebensowenig zu tun wie Ihr persönliches Bedürfnis nach Gerechtigkeit.
    Aber keine Angst, Sie befinden sich in guter Gesellschaft, der Rechtsstaat wie er im 20.Jhdt proklamiert wurde ist ohnehin bald Geschichte. Die Polizei wird bald alles dürfen, seien Sie beruhigt...

    Baerald 
    24.04.2008 17:56
    Im Verallgemeinern sind Sie offensichtlich

    gut bewandert...
    Sie haben Recht: so erübrigt sich jede Diskussion - weil Sie offensichtlich nicht situationsadäquat denken wollen bzw. mit aller Gewalt die Polizei als von Grund auf böse und schießwütig und gefährlich darstellen. Und gleich den Teufel an die Wand malen.
    Naja, wenn´s Ihnen dann besser geht - von mir aus.

    Joe Jo
    24.04.2008 12:24
    Soso...

    die Polizei bzw. der Polizist soll also zuerst erschossen werden, bevor er von der Waffe Gebrauch machen kann, oder wie?
    Dann könnte er eh nicht mehr schießen, weil schon längst tot!

    Freund der Sanktionen
    24.04.2008 16:30
    Erschossen von wem?


    Von einem Unbewaffneten, der mit dem Auto flüchtet?

    Zwetsch Genbaum
    24.04.2008 12:03
    "Auf keinen Fall will ich, daß die Polizei auf Unbewaffnete schießt..."

    Mir ist das - die Notwendigkeit vorausgesetzt - manchmal sehr recht.
    Die Männer waren Verbrecher, so wie es ausschaut Wiederholungstäter. Bei Verbrechern muss man davon ausgehen, dass sie bewaffnet sind, vor allem im vorliegenden Fall.
    Es ist ja nicht so, dass die Polizei in die Fußgängerzone geht und dort aus Jux und Tollerei auf "Unbewaffnete" schießt...

    Durch Blick 
    24.04.2008 12:01

    Sondern? ein fairer Faustkampf?
    Die sind quasi überfallen worden und wenn die sich nicht freundlicherweise anstandslos festnehmen lassen, muss dafür gesorgt werden, dass sie auf andere Art und Weise "entfernt" werden.
    Das waren ja keine Lercherl, die von alleine umfallen, nur weil sie einen echten Polizisten sehen...

    human ic
    24.04.2008 11:51

    wie verhindert schusswaffengebrauch wildwestverhaeltnisse ? das passt doch beides wunderbar zusammen.
    in zukunft werden auch verbrecher nicht mehr unbewaffnet unterwegs sein, setzen sie sich doch der gleichen gefahr aus, egal ob sie schiessen oder nicht.

    Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft AG 
    24.04.2008 12:30

    von der polizei abgegebene schüsse sind automatisch wildwestverhältnisse, falsche polizisten, die leute anhalten und ausrauben, hingegen nicht? da ist wohl ein bisserl was durcheinandergekommen.

    human ic
    24.04.2008 13:32

    ja, strassenraeuber sind irgendwie allgemeiner waerend der sheriff der denen wild hinterherschiesst doch der geruch des wilden westens anhaftet.
    im wilden westen haetten die strassenraeuber natuerlich auch wild geschossen.

    Freund der Sanktionen
    24.04.2008 13:08
    Um bei Ihrem Bild zu bleiben -


    Was schätzen Sie, was den "Wilden Westen" so sprichwörtlich macht? Das Anhalten und Ausrauben von Postkutschen durch unbewaffnete falsche Sheriffs oder doch eher das wahllose Erschiessen von Personen?

    Hausverstandshasser  
    24.04.2008 11:05
    Problematisch sei gewesen, dass der Alfa Romeo der Täter "tiefergelegt" war

    Also Finger weg von Eibach & Co. - sonst wird scharf geschossen :)

    Oder habe ich da etwas falsch verstanden?

    Spaß beiseite - die Rechtmäßigkeit des Waffengebrauchs zu beurteilen, ist Sache der Rechtssprechung. Die mediale Verbreitung von Halbwahrheiten halte ich für eher bedenklich.

    halli_hallo
    24.04.2008 10:59
    Die Beamten haben vollkommen richtig gehandelt!!!!

    Wo kommen wir denn da hin, jetzt werden aus den Tätern auch noch Opfer gemacht.

    Univ.Doz.Dr.Mag. Juba Hodenpetzi
    24.04.2008 15:49
    Ja natürlich!

    Sind ja auch keine Österreicher sondern
    "arme Ausländer" gewesen.................


    Schönen Tag noch

    tr_66
    24.04.2008 13:29

    sie haben absolut recht!

    Ava Tar
    24.04.2008 11:10

    Natürlich is der Erschossene ein Opfer. Ob ein Opfer des Zufalls oder ein Opfer unverantwortlichen Waffengebrauchs wird sich zeigen. Aber ein Opfer in jedem Fall. Ein Todesopfer. Sagt Ihnen der Begriff etwas ?

    Troob Infos zum Powerposten
    24.04.2008 21:16
    Ach so! Hier ist es vielleicht Zufall...

    @Ava Tar

    In anderen Foren liest sich das nun doch deutlich anders...

    Na ja, ich weiß, warum!

    Lord Schaumloeffel
    24.04.2008 10:58
    tragisch, dass es einen toten gab

    aber dieses krampfhaften versuche, die polizei als eine bande von gewaltbereiten rambos hinzustellen, irritiert mich schon einigermaßen.

    bei allem realitätssinn (nämlich, dass in der polizei einige schwarze schafe blöken, die für diesen schweren, unterbezahlten und verantwortungsvollen beruf sowohl intellektuell als auch charakterlich ungeeignet sind) habe ich vertrauen zu diesem verein.

    St. Germain
    24.04.2008 10:56
    unverständlich

    warum hat man nachdem festgestellt wurde, dass sich diese migrantenverbrecher nicht ergeben wollen nicht alle erschossen.

    boeser_mann
    24.04.2008 10:32
    Was ist eigentlich

    mit der Meldung dass die Flüchtenden einen Beamten überfahren wollten?

    Joe Jo
    24.04.2008 12:25
    Das war ja nur ein Beamter...

    ...der darf sich überfahren oder erschießen lassen...Hauptsache dem Täter passiert nichts.

    Das scheint die Meinung vieler hier zu sein!

    Ava Tar
    24.04.2008 11:08

    Die kommt sicher noch.

    Wolf X
    24.04.2008 11:05
    Genau

    das gleiche wie der anfangs angegebene "Schusswechsel": Schutzbehauptungen. Selbst im Polizeibericht hieß es zuletzt nur mehr "bedrängt". Das sagt wohl alles.

    posten
    «»Posting 176 bis 225 von 419

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