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Donnerstag: "Im Huhn ins Jenseits" - Beerdigungsriten in Ghana

22. April 2008, 21:12
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19.00 bis 19.45 | arte

Die 76-jährige Merci Awuley ist gestorben. Während die Tote vier Wochen lang im Kühlfach des Leichenschauhauses liegt, organisieren ihre Angehörigen die aufwändige Abschiedsfeier. Die Kinder von Merci Awuley möchten für ihre Mutter einen ganz besonderen Sarg: ein Huhn. Es symbolisiert ihrer Meinung nach am besten wie die Tote war, eine liebevolle Mutter, die ihre Angehörigen wie eine Glucke behütet hat.

Der Tischlermeister Daniel Mensa erhält den Auftrag. Er hat bereits die skurrilsten Särge angefertigt, ein Passagierschiff, eine Bierflasche, ein Rennauto, ein Chamäleon oder ein Krokodil mit Beute im Maul. Die Modelle sagen etwas über die Persönlichkeit der Toten, über ihre Träume und den Beruf aus. Viele Schreiner haben sich auf den Bau von solchen Särgen spezialisiert, das Geschäft mit dem Tod blüht. Beerdigungen haben in Ghana einen äußerst hohen religiösen und sozialen Stellenwert.

Die deutsche Journalistin Katrin Hensel-Ovenden von Radio Bremen war in Ghana bei einer ungewöhnlichen Beerdigung dabei und sah in ihrer Dokumentation einem einheimischen Sargkünstler über die Schulter. (red)

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    foto: foto: rb / mathias brüninghaus
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