Restsprachmüllverwertung

28. April 2008, 12:00
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Axel Hacke sammelt und trennt das Verbrauchte vom Noch-Brauchbaren und schreibt kuriose Sprachgeschichten

Die deutsche Sprache ist das Material, mit dem der Autor und Journalist Axel Hacke täglich arbeitet, denn der gebürtige Braunschweiger schreibt seit 1981 für die Süddeutsche Zeitung. "Das Beste aus meinem Leben" heißt die SZ-Magazin-Kolumne, die er auch im Bayerischen Radio vorliest. Dazu veröffentlichte der 52-jährige Feinironiker zahlreiche Bücher. Zuletzt "Wortstoffhof. Sprachgeschichten von Äh bis Zeitfenster" (Kunstmann Verlag): Eine Sammlung von falschen, unsinnigen und unbrauchbaren Worten, die dem präzisen Alltagsbeobachter etwa in Speisekarten, Gebrauchsanweisungen oder Prospekten auffallen.

Sprachliche Fehlleistungen finden sich darüber hinaus in Wortspenden von Politikern, E-Mails sowie Lautsprecherdurchsagen in Zügen, mitunter auch in seriösen Medien. Axel Hacke sammelt und trennt das Verbrauchte vom Noch-Brauchbaren. Aber gerade das Falsche ist für ihn das Schöne an der Sprache – bietet es doch Stoff für seine kurios-witzigen Sprachgeschichten. Heute liest er einige vor. (dog/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 23. 4. 2008)

>> Alte Saline/Magazin 4, Bad Reichenhall, 20.00
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