Sparen ist anstrengend

Redaktion, 22. April 2008, 14:01

Zur Psychologie des Sparens

BMW hat mit dem Begriff Efficient Dynamics einen großen Erfolg gelandet. Fast sieht es so aus, als ob alle anderen Autohersteller etwas verschwitzt hätten. Tatsächlich ist es durchaus sinnvoll, das Auto nach seinen Energieverschwendern zu durchforsten. Diese Arbeit ist allerdings sehr zäh und ergibt nur in der Summe vieler Maßnahmen wirklich einen spürbaren Erfolg. Prozent für Prozent werden zusammengerechnet und bringen am Ende ein hübsches Ergebnis mit zweistelliger Prozentersparnis. Doch einige dieser Maßnahmen wirken eher beruhigend auf die Umweltseele, als dass sie tatsächlich signifikante Auswirkungen auf den Spritverbrauch hätten.

Sparen braucht Zeit
Zum Beispiel die Start-Stopp-Automatik. Sie ist durchaus sinnvoll vor einem Bahnübergang, wo man minutenlang steht. An einer ganz normalen Kreuzung mit roter Ampel bringt das Abstellen des Motors wenig, weil ja auch das abermalige Starten Energie verzehrt. Die längsten Rotphasen dauern rund zwei Minuten - zu wenig, um wirklich zu sparen. Einen positiven Effekt hat die Start-Stopp-Automatik aber auf jeden Fall: Es herrscht Stille im Automobil.

Die Versuche mit Motorabstellen erreichten schon 1991 ihren Höhepunkt. VW hatte einen Golf mit sogenannter Schwungnutzautomatik im Programm. Da stellte sich der Motor während der Fahrt ab, das Auto ging in den Leerlauf. Das war psychisch kaum zu ertragen, weil man das Gefühl hatte, sein Auto aus der Kontrolle zu verlieren.

Leerlauf ≠ Sparen
Heute ist das sowieso anders: Im Schiebebetrieb, also beim Zurollen auf eine Kreuzung in einem hohen Gang, hat der Wagen ohnehin null Verbrauch. Es wäre gar keine gute Idee, in dieser Situation den Gang herauszunehmen. Denn dann muss der Motor im Leerlauf betrieben werden, was bis zu einem Liter Sprit in der Stunde kostet. (rs)

Leserfragen an:

Rudolf Skarics

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    Biogas wird im Wesentlichen aus landwirtschaftlichen "Abfällen" hergestellt, tritt also nicht in unmittelbare Konkurrenz zur Lebensmittelproduktion

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    Die Regelung Euro 5 sieht eine Begrenzung der Partikelmasse vor. Aber nur mit der Partikelmenge lässt sich der Feinstaubanteil erfassen

  • Feindbild Automobil (III) [20]

    Die Existenz zu vieler Autos wird zwar beklagt, als Jobmoter sind Autofabriken aber nach wie vor gerne gesehen

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    Fahrrad- und Automobilfahrer waren einst Freunde. Die Freundschaft hatte ein Ende, als das Auto dem Rad davonfuhr

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    Das Auto hatte es Anfangs ganz und gar nicht leicht, sich durchzusetzen

  • Porsche-Preis fürs Lichtsparen [21]

    Der Prof.-Ferdinand-Porsche-Preis der TU Wien geht dieses Jahr an Wolfgang Huhn (Audi) und Kamislav Fadel (Automotive Lightning)

  • Gasgeben wörtlich genommen [12]

    Mit steigenden Kraftstoffpreisen werden Alternativen zu Benzin und Diesel zusehends interessanter, insbesondere Erdgas

  • Gummi braucht Straße

    Die Hoffnung der Autobranche lautet, in den derzeit noch weniger entwickelten Ländern im Laufe der Zeit auf über 500 wie bei uns aufschließen wird

  • Elektromotor rettet Verbrennungsmotor [41]

    Das diesjährige Wiener Motorensymposium prophezeite revolutionäre Zeiten im Automobilbau

  • Flexibler Motorenpapst [43]

    Es werden nur jene technischen Lösungen kommen, für deren Erforschung und Umsetzung in die Praxis sehr viel Geld ausgegeben wird

  • Auf ins Energiesparadies [8]

    Wahrscheinlich befinden wir uns jetzt im letzten Drittel des Erdölzeitalters - und auf der Suche nach einem geeigneten Nachfolger

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    Mit manuellem Schaltgetriebe, automatischem Doppelkupplungsgetriebe und Wandlerautomatik werden heute in etwa die gleichen Verbrauchswerte erzielt

quantity quality
 
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22.4.2008, 18:56
altes märchen

immer wieder und so auch hier wird leider ziemlich unreflektiert das märchen abgeschrieben, daß im schubbetrieb 0 verbrauch herrscht.

läßt sich mit ganz wenig logik widerlegen: so lange ein explosionsmotor läuft, muß ein zündfähiges gemisch angesaugt oder eingespritzt werden. 0 verbrauch ginge nur, wenn der luftanteil im gemisch 100% wäre (= reine luft). dabei stirbt aber jeder explosionsmotor ab! (sonst würden wir ja fahren damit)

was verbrauchsgünstiger ist, hängt von den drehzahlen und lastmomenten im leerlauf und im schubbetrieb und den jeweiligen wirkungsgraden dabei ab. üblicherweise ist ausrollen lassen darum verbrauchsgünstiger, weil der ausgekuppelte motor kein lastmoment mehr aufbringen kann, d.h. das auto "weiter kommt".

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