Häuslpoesie

22. April 2008, 17:00
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Das stille Örtchen inspiriert zu literarischen Höhenflügen - Geist & Reich sucht nach würdigen Texten für Toilettenwände

"Heureka!" - in der Badewanne hat Archimedes von Syrakus die geniale Idee des "archimedischen Prinzips" geboren: Die Auftriebskraft eines Körpers in einem Medium ist genau so groß wie die Gewichtskraft des vom Körper verdrängten Mediums - aber das ist eine ganz andere Geschichte.

In der Wanne sitzen nicht immer nur Schaumschläger, am Häusl wird nicht nur Mist produziert: Viele entdecken ihre literarische Ader am WC. Die Stille des Örtchens inspiriert zu gedanklichen Höhenflügen: Man ist für sich allein, kann ungestört über den Sinn des Lebens nachdenken und Zeitung lesen.

Obwohl das WC in diesem Sinn ein fast philosophischer Ort ist, werden wir gerade dort mit dummen Sprüchen belästigt. Schnell hingekritzelte Botschaften ohne Mehrwert, Telefonnummern für schnelle Nummern, krakelige Zeichnungen von nackten Körperteilen - wir finden, das muss nicht sein. Toilettenwände haben ein Recht auf würdige Beschriftung. Daher sind Sie aufgerufen, liebe UserInnen, uns schöne Häuslpoesie zu texten.

Gibt es kein Papier mehr hier,
ärgere dich nicht.
Nimm doch einen Stift zur Hand
und schreib den Reim gleich an die Wand! (red)

  • Artikelbild
    foto: matthias cremer
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