Commodore: Der nächste Untergang droht

29. April 2008, 10:07
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Traditionsreicher Markenname bringt auch dem aktuellen Rechteinhaber wenig Glück - Unternehmen will sich gegen drohende Insolvenz wehren

Kaum ein Markenname hat eine ähnliche starke Tradition im Computerumfeld wie "Commodore". Vor allem in den Achtziger Jahren dominierte das zugehörige Unternehmen mit dem C-64 den Heimcomputermarkt, auch der darauf folgende Amiga war noch ein veritabler Erfolg.

Insolvenz

Mittlerweile hat sich dies allerdings nachhaltig geändert: Seit der Insolvenz im Jahr 1994 haben zahlreiche Unternehmen versucht aus dem Markennamen Kapital zu schlagen, alle jedoch mit wenig Erfolg. Nun steht erneut ein Commodore-Inhaber vor dem Aus: Drei Gäubiger haben einen Insolvenzantrag gegen die Commodore International BV eingereicht.

Konsequenz

Ein Vorgang, den man bei Commodore nicht so ohne weiteres hinnehmen will, das Unternehmen spricht von Verfahrensfehlern, außerdem habe man sich ohnehin bereits mit den Gläubigern geeinigt. Sollte tatsächlich die Insolvenz über das Unternehmen ausgesprochen werden, würde man den Markennanmen verlieren, dies gilt auch für die angebundenen Unternehmen Commodore International Corporation (CIC) und Commodore Gaming.

Name

Die Geschichte des aktuellen Wiederbelebungsversuchs von Commodore beginnt im Jahr 2004 als sich die niederländische Yeahronimo Media Ventures den Markennamen sichert und sich in Folge in die Commodore International Corporation (CIC) umbenennt. In letzter Zeit ist das Unternehmen vor allem mit dem Versuch, High-End-Rechner für den Spielemarkt zu produzieren, aufgefallen. (red)

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