Ubuntu 8.04: Das Linux für die Tante

24. April 2008, 14:49
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Am Donnerstag erscheint eine neue Version des populären Linux-Systems - Projektgründer Shuttleworth: Das Bild von Linux hat sich gändert

Die meisten Computernutzer sind Gewohnheitstiere. Daher werden im nächsten Jahr zahllose PC-Anwender den Wechsel von Windows XP zu Windows Vista mitmachen, auch wenn sie dann womöglich in neue Hardware investieren müssen. Als Alternative bietet sich das freie Betriebssystem Linux an. Für viele ist dieses aber immer noch gleichbedeutend mit kompliziert und umständlich. Dass es auch anders geht, zeigt Ubuntu.

Kein anderes Linux-System ist in kurzer Zeit so populär geworden wie dieses Projekt, das Mark Shuttleworth vor rund vier Jahren gestartet hat.

"Hardy Heron"

Am kommenden Donnerstag erscheint nun eine neue Version der Linux-Distribution. Dementsprechend rührt Mark Shuttleworth die Werbetrommel für Ubuntu 8.04 "Hardy Heron" ("Kühner Reiher").

Neue Wahrnehmung

In einem Interview mit BBC-Online, betont er, dass sich Linux in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit geändert hat. Vor allem der Eee PC und der sogenannte 100-Dollar-Laptop haben aufgezeigt, dass sich das freie Betriebssystem nicht nur für den Einsatz in Datencentern eignet.

Zwischen acht und neun Millionen User

Laut Shuttleworth wird Ubuntu von zwischen acht und neun Millionen Usern genutzt. Zu den Vorzeigeprojekten zählt die französische Gendarmerie, die bei ihren 50.000 Desktop-Rechnern auf Ubuntu schwört.

Wubi-Installer

Ubuntu 8.04 trägt wieder das Prädikat LTS (Long-Term Support). D.h. die Serverversion wird fünf Jahre lang mit Updates und Security-Patches versorgt; die Desktopvariante drei Jahre. LTS-Versionen zeichnen sich primär durch Stabilität aus. Ein neues Features soll Windows-Usern den Einstieg in die Ubuntu-Welt erleichtern. Mit "Wubi" kann Ubuntu wie ein gewöhnliches Windowsprogramm installiert bzw. deinstalliert werden.

Linux Spezialisten und deren Tante

Shuttleworth beschreibt Ubuntu als jenes Linux, das von Spezialisten verwendet wird – und das Spezialisten ihrer Tante/ihrem Onkel empfehlen. (red)

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  • Mark Shuttleworth war der erste Afrikaner im All

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