Die Liliputbahn ist 80

18. April 2008, 17:26
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Um das Jubiläum gebührend zu feiern hat man zum Runden Geburtstag so manches verändert - Umweltbewusster Antrieb und Geburtstagsaktionen inklusive

Trotz wechselhaften Frühlingswetters ließ sich bei der "Jungfernfahrtfahrt" der Liliputbahn die Sonne blicken. Die Jungfernfahrt galt dem neuen Salonwagen, die Liliputbahn selbst dreht freilich schon lange Ihre Runden im Wiener Wurstelprater. Seit achtzig Jahren fährt die Liliputbahn eine vier Kilometer lange Strecke mit einer Höchstgeschwindigkeit von 25 Stundenkilometern durch den Prater. Weil es so ein schönes rundes Jubiläum ist, hat man sich einiges einfallen lassen, um Alt und Jung weiterhin an der Bahn zu begeistern.

Geburtstagsaktionen

"Heuer wird gefeiert und alle sollen daran teilhaben", erklärt Marie-Therese Riedl, Mitglied des Vorstandes des Vereins der Freunde der Liliputbahn. "Viele Aktionen" soll es geben, welche sich praktischerweise auch in Preisnachlässen äußern." So fahren alle Achtzigjährigen das ganze Jahr lang gratis, teilen sie doch das gleiche Alter wie die Bahn selbst. An Mutter- sowie Vatertag können sogar die Familien der achtzigjährigen Mütter und Väter umsonst ihre Runden drehen. Weiters hat man sich mit der ÖBB zusammengetan. Ganz wie bei richtigen Eisenbahnen können Vorteilscard-Besitzer um 45 Prozent günstiger mit der Liliputbahn fahren.

Dass die Nostalgiebahn besonders Kinder begeistert, ist Tatsache. Mit dem neuen Salonwagen (im weniger dezenten "Manner-Rosa") möchte man aber ein breiteres Publikum ansprechen. Es gilt, die Rundfahrt durch den Prater "noch komfortabler" zu machen. Größte Veränderung: Im Salonwagen gibt es Tische, die das Jausnen während der Fahrt erleichtern.

Umweltbewusstsein

Zu den wohl nachhaltigsten Veränderungen der Liliputbahn zählte letztes Jahr die Umstellung von Dampf- und Dieselloks auf Altspeiseöl. Dieses wird aus der nahe gelegenen Luftburg bezogen. Um eine solche Entwicklung auch gebührend anzuerkennen, wurde die Liliputbahn für den Umweltpreis der Stadt Wien nominiert.

Eine eher kommerzielle Veränderung stellt der Liliputbär dar, der wohl zum Markenzeichen der Eisenbahn avancieren und die Liliputbahn und den Wiener Prater noch populärer machen soll - "Liliputbär's Abenteuer" kann man auf CD erstehen. Der Bär war bei der Jungfernfahrt dabei, die Kinder zeigten sich von dem plüschigen Bärenkostüm beeindruckt. Der Liliputbär wird sich auch im Rahmen eines großen Festes für Kinder am 27. und 28. Mai zeigen. Mit im Programm sind unter anderem Vorführungen der Wiener Rettung und der Feuerwehr, ein Quiz und eine Spielecke.(Madeleine Geibel, derStandard.at, 18.4.2008)

Der Eintritt zum Liliput-Fest am 27. und 28. Mai kostet fünf Euro pro Kind.
Informationen und Anmeldungen:
Tel. 01/726 82 36 (Frau Kraupar)
  • Seit 1928 kann man mit der Liliputbahn im Wiener Prater Runden drehen.
    foto: derstandard.at/geibel

    Seit 1928 kann man mit der Liliputbahn im Wiener Prater Runden drehen.

  • Artikelbild
    foto: derstandard.at/geibel
  • Die Liliputbahn wurde teilweise dem französischen TGV nachempfunden. Die spezielle Bauart mit so genannten "Jakobs-Drehgestellen" stellt eine große Gemeinsamkeit dar.
    foto: derstandard.at/geibel

    Die Liliputbahn wurde teilweise dem französischen TGV nachempfunden. Die spezielle Bauart mit so genannten "Jakobs-Drehgestellen" stellt eine große Gemeinsamkeit dar.

  • Robert Hanke (hier mit Geschäftsführer Braun) ist für die Umstellung auf Speiseöl verantwortlich.
    foto: derstandard.at/geibel

    Robert Hanke (hier mit Geschäftsführer Braun) ist für die Umstellung auf Speiseöl verantwortlich.

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