Red Hat sieht keine kommerziellen Chancen für den Linux-Desktop

18. April 2008, 12:22
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Bestätigung vorangegangener Aussagen kommt zu überraschendem Zeitpunkt - PC-Hersteller setzen vermehrt auch Linux für Privatkunden

Der weltweit größte Anbieter von Linux-Distributionen, Red Hat, gab kürzlich im Unternehmens-Blog einen Ausblick auf die weitere Desktop-Strategie des Konzerns. So arbeite man weiterhin an der Linux-Desktop-Version für Unternehmenskunden, Privatkunden fasse man allerdings nicht ins Auge.

Nach Aussagen der verantwortlichen Abteilung, sehe man auf absehbare Zeit keine Chancen, mit einer Linux-Desktop-Version für Endkunden einen lukrativen Markt aufzubauen.

Wirtschaftliche Entscheidung

Zwar betont man ebenfalls, dass Linux eine vollwertige Alternative zu Windows und Mac darstellt, aus Sicht eines auf Profit ausgerichteten Unternehmens mache es jedoch keinen Sinn ins Privatkundensegment zu investieren.

Überraschend

Zwar bestätigt Red Hat damit bereits zuvor getätigte, ähnliche Aussagen des Unternehmens, dennoch kommt es für viele zu einem überraschenden Zeitpunkt.

Denn neben dem zweitgrößten Computerhersteller Dell, versuchen mittlerweile auch die Nummer Eins Hewlett Packard und der chinesische Hersteller Lenovo vermehrt Linux-Desktops zu lancieren.

Sehr zufrieden

Dell startete sein Linux-Angebot für Privatkunden vergangenes Jahr auf ausdrücklichen Kundenwunsch und ist nach jüngsten Meldungen zufrieden mit der Entwicklung des Angebots. Künftig werde man die Linux-Palette nicht nur fortführen, sondern auch erweitern. Dell setzt bei Endkunden-Produkten auf die kostenlose Distribution Ubuntu. (zw)

  • Red Hat: "building a sustainable business around the Linux desktop is tough" (Screenshot von gOS)

    Red Hat: "building a sustainable business around the Linux desktop is tough" (Screenshot von gOS)

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