Promotion - entgeltliche Einschaltung

"Eine zünftige Gaudi"

18. April 2008, 12:56
posten

Eva Jantschitsch alias Gustav über ihr Crossover-Experiment mit der Trachtenkapelle Dürnstein - live am 25. April

"Meine neue Platte wird finsterer als die erste, sowohl politisch als auch emotional", sagt Eva Jantschitsch, besser bekannt unter ihrem Cross-Gender-Alias Gustav. "Verlass die Stadt" wird Mitte Mai auf Chicks on Speed Records erscheinen und im Rahmen des donaufestivals am 25. Aprilerstmals live präsentiert.

Dreieinhalb Jahre nach ihrem Erstling "Rettet die Wale" ist Gustavs Welt bestimmt von düsteren, apokalyptischen Szenarien. In den Refrains werden sie von der schunkelseligen heilen Welt der Volksmusik und Schlager-Eskapismus durchbrochen. Überspitzung, Doppelbödigkeit und Blasmusik bestimmen das Album, für das Gustav mit dem Wiener Multi-Instrumentalisten, Trompeter und Arrangeur Christian Selinger und der Trachtenkapelle Dürnstein zusammenarbeitet.

Gustav bringt dieses Material mitsamt Band (Oliver Stotz, Gitarre/Elise Mory, Keyboards) und Blaskapelle gemeinsam mit neu arrangierten, alten Gassenhauern am donaufestival 08 erst- und einmalig auf die Bühne. Im Interview verrät sie, wie die Zusammenarbeit mit ihren Crossover-PartnerInnen läuft.

******


derStandard.at: Hast du mit deinem neuen Album den Konzeptstatus verlassen, in dem du dich mit "Rettet die Wale" gesehen hast?

Gustav: Nein, eigentlich nicht. Ich sehe "Verlass die Stadt" als die für mich logische Konsequenz und Weiterentwicklung des "Rettet die Wale"-Albums.

derStandard.at: Sonst bist du ja meist allein unterwegs, diesmal trittst du mit einer ganzen Trachtenkapelle auf. Was dürfen wir davon erwarten?

Gustav: Eine zünftige Gaudi.

derStandard.at: Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit der Trachtenkapelle Dürnstein?

Gustav: Sehr gut. Ich arbeite gemeinsam mit Christian Selinger an der Übersetzung der Arrangements. Er kann auf einen immens großen Erfahrungsschatz bezüglich Blaskappellenarrangements und Klangkcharakter zurückgreifen. Einerseits spielte er selbst jahrelang in einer regionalen Blaskapelle, andererseits bearbeitet er mit Zirkus Domino, Nithro Mahalia und anderen Sideprojekten diverse stilistisch unterschiedliche musikalische Äcker. Dadurch hat er ein sehr gutes Gespür für die Umsetzung der Kombination aus Elektronics/Pop und Brass.

Auch die Trachtenkapelle Dürnstein ist an diesem Crossover-Experiment sehr interessiert und die Proben gestalten sich durchwegs konstruktiv. Das einzige Problem ist die Zeit. Die MusikerInnen haben alle Jobs oder studieren und wir müssen darauf auch probetechnisch Rücksicht nehmen.

derStandard.at: Hast du nicht Angst, zwischen Dirndln und Lederhosen unterzugehen?

Gustav:Ich denke, dass die Lichtverhältnisse auf der Bühne ausgewogen sein werden.

derStandard.at: Die Minoritenkirche ist dafür das passende Ambiente?

Gustav: Die Kirche ist säkularisiert. Das Ambiente ist lediglich eine akkustische Herausforderung.(derStandard.at/15/05/2008)

Gustav & Trachtenkapelle Dürnstein
Freitag, 25. April 2008, 19:00 Uhr
Minoritenkirche
Tickets
  • "Eine zünftige Gaudi": Gustav tritt mit der Trachtenkapelle Dürnstein auf.
    foto: hans wagner

    "Eine zünftige Gaudi": Gustav tritt mit der Trachtenkapelle Dürnstein auf.

  • Gustav mit ihren Bandmitgliedern Elise Mory, Keyboards und Oliver Stotz, Gitarre
    foto: eva jantschitsch

    Gustav mit ihren Bandmitgliedern Elise Mory, Keyboards und Oliver Stotz, Gitarre

Share if you care.