Ab in den Osten

15. April 2008, 14:10
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Die WU Wien setzt mit ihrem neuen CEE Student Cercle einen Osteuropa-Schwerpunkt – Studierende sollen noch mehr Anreize erhalten, die Region zu erkunden

Etwa 3000 Studierende der Wirtschaft-Uni Wien kamen im Wintersemester 07/08 aus mittel- und osteuropäischen Staaten. 144 Austauschstudierende aus Central and Eastern European Countries (CEE) waren im selben Zeitraum an der WU inskribiert. Die österreichischen Studierenden zieht es viel weniger stark an osteuropäische Unis: Nur 68 "Outgoings" wählten Ungarn, die Slowakei und Co.

Aufholbedarf

"Da gibt es also auch bei uns noch Aufholbedarf", meint Vizerektorin Barbara Sporn. Um noch mehr Studierende für den östlichen Wirtschaftsraum zu begeistern, startet die WU den UniCredit CEE Student Cercle – eine Betreuungs- und Beratungseinrichtung für StudentInnen, die sich auf Osteuropa spezialisieren wollen. Unterstützt wird der Cercle durch die Bank Austria/UniCredit. Teilnehmenden Studierenden werden Praktika, Kamingespräche, Podiumsdiskussionen und Kontakte zu Vertretern der Wirtschaft geboten. Die Mitgliedschaft ist gratis, Adressaten sind WU-StudentInnen - auch solche aus osteuropäischen Ländern, die ein Austauschsemester in Wien absolvieren.

Chancen im Osten

"Mittel- und Osteuropa war eigentlich immer schon eine Stärke der WU", erklärt Rektor Christoph Badelt. So ist es etwa einer der drei Schwerpunkte, die sich die Wirtschafts-Uni im Rahmen des UG 2002 gesetzt hat. Mit der neuen Einrichtung will man noch mehr StudentInnen davon überzeugen, dass ihre Chancen im Osten liegen. "Wie wollen das Interesse der Studenten an der Region und natürlich auch an unserem Unternehmen wecken", so Bank-Austria CEO Erich Hampl beim Auftakt-Pressegespräch. Im Osten gebe es "jede Karrierechance". In den nächsten Jahren wolle man 1000 Filialen eröffnen, alleine heuer suche man dafür 1000 MitarbeiterInnen.

"Mehr als der Durchschnitt"

Etwa vier- bis fünftausend Personen könne man im Cercle betreuen, schätzt Vizerektorin Sporn. Man erhofft sich großen Zuspruch seitens der Studierenden. Dass die Veranstaltungen einen erhöhten Zeitaufwand bedeuten, dürfte interessierte Studierende nicht abschrecken, hofft Rektor Badelt: "Am Arbeitsmarkt sind immer die besonders erfolgreich und gefragt, die schon im Studium ein bisschen mehr gemacht haben als der Durchschnitt".

Die erste Veranstaltung des CEE Cercle findet am 28. April statt. Beiersdorf referiert zum Thema "Niveas Expansion nach CEE". (az, derStandard.at, 15.4.2008)

  • Seit die Schengen-Grenzen gefallen sind, ist Osteuropa noch ein Stückchen näher gerückt.
    foto: epa/hopi media/holzner

    Seit die Schengen-Grenzen gefallen sind, ist Osteuropa noch ein Stückchen näher gerückt.

  • Hampl im Gespräch mit WU-StudentInnen.
    foto: wu

    Hampl im Gespräch mit WU-StudentInnen.

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