Hohe Steuern machen glücklich!

Was der Staat an Steuern einnimmt, gibt er auch aus - Deshalb werden wir nicht ärmer, sondern reicher - FS-Misik Folge 20

Der "Mittelstand" wird überfordert, die Steuern sind zu hoch, tönt es seit Wochen. Dass einzige Ungerechte an der Steuerbelastung von Mittelstand und Wohlstandslagen ist, dass die Abgabenlast der wirklich Reichen unfair niedrig ist.

Ohnehin machen hohe Steuern nicht arm, sondern reich: Weil sie dem Staat die Mittel in die Hand geben, Wohlstand zu fördern, Investitionen anzukurbeln und die gröbsten Ungleichheiten zu bekämpfen. Denn ein Gemeinwesen kann sich nicht reich sparen, sondern nur reich investieren.

Links:

zeit.de: Reicher Staat, gerechter Staat

Keynes-Gesellschaft

Robert Misik über Keynes und Schumpeter

Text zum Video unter www.misik.at.

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So ein Schmarrn!

Faktum ist jedenfalls, dass der Höchststeuersatz in Ö. schon von jedem "bisserl Besserverdienenden" erreicht wird.
Das war früher nämlich nicht so. In den 60-iger Jahren in Deutschland zahlte man dann den Höchststeuersatz, wenn man mehr als 100.000 Mark im Jahr verdiente. Und das war damals wirklich viel Geld. Auf die heutigen Verhältnisse umgelegt, entspräche das mehreren hunderttausend Euros!

ah ja, ...

und ich dachte, ich sei Besserverdiener.

So einen Blödsinn habe ich noch nie gehört!

Meine Glücksgefühle ..

.. ob der aktuellen Steuerlast halten sich in äußerst marginalen Grenzen.

tja, das Gesetz vom abnehmenden Grenzglück is scho a Hund ;-))

solange

man nicht viel mehr in mich investiert, ist dqas alles humbiz ... denn ich wär immer ein gewinn!

mfg

Hohe Steuern machen glücklich

Was liegt also näher als die läppischen 50 % die dem
durchschnittlichen Arbeitnehmer durch Steuern und
Abgaben zwecks Beglückung abgenommen werden
auf 100% auszuweiten. Der Staat weiß schließlich
besser als wir dummen Staatsbürger was für uns
gut ist. Wohnungen , Lebensmittel , und am besten
Einheitskleidung werden ebenso zur Verfügung
gestellt wie Einheitsautos (natürlich Volkswagen),
Urlaubsreisen in volkseigenen Wohnheimen, und
einheitliche Bildungsstätten damit niemand aus seinem überlegenem Intellekt einen Vorteil ziehen
kann.
Ähh.. nur um sicher zu gehen: Achtung Sarkasmus!

Jaja...

..."Beglückung", wie z.B. Straßen, Kindergärten, Schulen, Universitäten, Wasserversorgung, Krankenhäuser, Sozialwohnungen usw...

Sie müssen zu den 50.000+ Einkommen gehören...

Jaja, Sarkasmus erkennen ist schwer ...

... und der Staat hat - z.B im öffentlichen Gesundheitswesen - hervorragend bewiesen, wie er das Geld Jahr für Jahr neuerlich verprasst. Oberösterreichische Krankenkassen ausgenommen. Auch die belgischen funktionieren. Aber in Österreich wird fleissig seit Jahren zugebuttert - ohne Not. Wenn man oekonomisch arbeiten würde, wären Einsparungen in Milliardenhöhe möglich.

So schaut's aus.

Infrakstruktursozialismus, Bildungssozialismus, Krankenkassensozialismus. Auf diese "Beglückungen" kann ich wirklich verzichten. Je früher diese Aufgaben der Politik weggenommen werden, desto besser.

Wieso nicht die Bürger gleich ganz entmündigen?

Wäre es nicht eine wunderbare Welt, wenn der Staat 100% unserer Einkommen einziehen würde!? Was für tolle gute Sachen er doch dann für uns machen könnte. Wir sind nämlich viel zu dumm um selbst für unser eigenes Wohl zu sorgen. Bürger wären wir dann natürlich keine mehr, sondern Untertanen. Aber wenn alle Untertanen und unfrei sind, dann sind wir auch wieder aller Brüder und Genossen. Was für ein Paradies.

Einkommenssteuer: Wer zahlt wieviel? Wie geht man mit den Steuergeldern um?

2004 zahlten EK-Steuerpflichtige mit EK ab inkl. 50.000 EUR EK mit 4.602 Mrd. EUR 66,5% des Gesamt - EK - Steueraufkommens; das sind mit 100.068 von insgesamt 539.575 EKSt-Fällen 18,5%.

(Statistisches Jahrbuch 2008 der Statistik Austria http://www.statistik.at/web_de/st... 28708.pdf)

Die Leistungsträger haben es satt, noch mehr als bisher abgezockt zu werden und z.B. über Vermögenszuwachststeuern doppelt besteuert zu werden.

Wie sorgfältig, sozial und oekologisch der Staat mit den ihm anvertrauten Geldern umgeht, zeigt - wenn auch indirekt - die neueste Debatte um ein Klimaschutzgesetz. Alles leider purer Populismus zwecks Gewinnung von Wählerstimmen - dieses Mal für die SPÖ.

Traurig, aber wahr.

halt: ich lehne den terminus *wir leistungträger* ab.

als einkommensbezieher im obersten dezil weiss ich zwar, wovon sie reden, ich verstehe es aber nicht.

ich zahle meine steuern und abgaben im vollen bewusstsein, was meine familie und ich dafür zurück erhalten.

ein sohn hat studiert und bis zum 25. geburtstag familienbeihilfe erhalten, der andere studiert jetzt und bekommt das selbsterhalter-stipendium. ich fahre auf gut ausgebauten und weitgehend sicheren straßen, die im winter geräumt werden, und wenn ich dazu keine lust habe, nehme ich öffentliche verkehrsmittel.

für sie gehört das alles wohl zu den "selbstverständlichkeiten" - ich empfehle eine auslandserfahrung in einem land, wo "leistungsträger" ihr geld behalten dürfen.

Wir dürfen uns glücklich schätzen, ...

... in Österreich und nicht in einem Land zu Leben, wo Infrastrukturen nicht funktionieren. Passt, da gehe ich mit Ihnen konform.

Ich meine aber, dass die Steuerlast in Österreich für (Arbeits-)Einkommen generell zu hoch ist und das es Einsparungspotentiale gibt, die zunächst ausgeschöpft werden sollten, sonst kommt es zur Abzocke.

Mit Leistungsträger sind die Träger der Steuerleistung gemeint, nicht mehr, nicht weniger.

Es steht Ihnen frei, Ihre Steuerbeiträge höher zu gestalten, wenn Sie es sich denn - als Leistungsträger im oberen Dezil (ob's wahr is??) - leisten können, ja, bitte ;-)

ihr zorn wäre gerechtfertigt, wenn sie auch die massensteuern in ihre rechnung mit einbeziehen würden -

aber hoppla: verbrauchssteuern wirken regressiv, belasten also niedrige einkommen porportional stärker als hohe. und haben am gesamtsteueraufkommen auch einen erheblichen anteil.

Die Massensteuern und die Gerechtigkeit

Ja, das ist richtig, was sie schreiben. Deshalb bin ich auch für die Senkung der wichtigsten Massensteuer bzw. indirekten Steuer, das ist die Umsatz- oder Mehrwehrtsteuer.


Zorn habe ich keinen, ich sehe die Dinge ziemlich nüchtern und im internationalen Vergleich. Und in diesem sind nun einmal die österreichischen direkten und indirekten Steuern schon sehr hoch, die Steuern auf Vermögen scheinbar niedrig, aber eben relativ zu den hohen anderen Steuern.

Sie machen es sich ein bisschen einfach...

...die Welt besteht nicht nur aus der Einkommenssteuer. Wenn Sie solche Vergleiche machen, müssen Sie schon die Gesamtsteuerbelastung ansehen...

(Stand 2004)
"Die Besteuerung von Einkommen aus Erwerbstätigkeit ist von 1994 bis 2004 um das Drei- bis Vierfache stärker gestiegen als die Besteuerung von Vermögen."

Steuern auf Arbeit (Lohn-, Einkommen-, Körperschaftsteuer): 42%
Steuern auf Konsum (Umsatz-, Verkehrs- und Verbrauchssteuern): 50%
Vermögenssteuern (Kapitalertragsteuer, Erbschafts- und Schenkungssteuer, Grund und
Boden): 6%

siehe auch:
http://www.politikberatung.or.at/typo3/fil... ericht.pdf

Das geringe relative Vermögenssteueraufkommen und sein Grund

Die Gesamtsteuerbelastung ist deshalb aus dem Lot, weil die Einkommens- und Umsatzsteuern in Österreich sehr, sehr hoch sind. Relativ dazu sind die Vermögenssteuern scheinbar gering. No na.

Diskutiert wird von manchen Zeitgenossen eine Besteuerung von Kapitaleinkünften iHv weit mehr als 25%. Ja, OK. Dann gibt es halt bald keine östereichischen Investoren mehr - denn Investitionen rechnen sich dann nicht mehr. Fein: Arbeitslose u ausld. Investoren werden es Ihnen danken.

Mein Vorschlag: durch Senken der Umsatz- und EK/Lohnsteuer relativ die Vermögenssteuer anheben. Evtl. sollte man Flat Tax einmal konsequent überlegen

Nicht Steuern rauf ist die Lösung. Schon gar nicht in Zeiten wie diesen, wo die Wirtschaft zunehmend schlechter läuft.

Der Punkt dabei ist...

...das eben die Einkommens- und Umsatzsteuern geringere Einkommen überproportional belasten. Den diese Menschen haben meist mit Vermögenssteuern nicht viel zu tun. Selbst Menschen, die ein Mindesteinkommen beziehen, müssen diesselbe USt zahlen, wie alle anderen. Die USt ist also, was die Verteilungsgerechtigkeit betrifft eigentlich ziemlich unfair.

Menschen mit hohen Einkommen ersparen sich dafür vermögensbezogene Steuern und tragen im Verhältnis gesehen dadurch auch wesentlich weniger zum gesamten Steueraufkommen bei.

Insofern stimme ich mit Ihrem Vorschlag überein - von einer Flat Tax halte ich aber nicht sehr viel...

Da sind wir schon fast einer Meinung ...

... senken gemeinsam Umsatz- u Einkommens/Lohnsteuer, schon sind wir etwas verteilungs-/steuergerechter.

Im Übrigen ändert Ihr Beitrag nichts an den Gegebenheiten: rund 10% der ÖsterreicherInnen zahlen rund 50% des EK/LohnSt-Aufkommens, in Deutschland ist's ganz ähnlich.

Von rd. 6 Mio EK-/Lohn/Gehalts/Pensions-Steuerpflgn zahlen gut 2,5 Mio keine Steuer. Nochmals: niedrigere EK-St, führt zu relativ St Einkünfte durch Vermögen => Steuern senken!

Zur USt: wir hatten auf Luxusgüter in Österreich einmal eine 30%ige Luxusteuer. Hatte tolle Auswirkungen ... sehr verteilungsgerecht war das ;-) Die mobilen ÖsterreicherInnen kauften im Ausland ein, die sozial schwachen konnten sich die Luxusgüter (z.B. Fotoapparate) teuer im Inland erwerben.

damit kommen wir der bedeutung

des schönen wortes

"leistungsträger"

endlich auf die schliche! es bezieht sich offenbar allein auf das leisten und das tragen eines erklecklichen steueranteils. weil in der getanen arbeit der sich solcherart betroffen gebenden liegt es meistens nicht begründet...

Die, welche Steuer leisten, sind halt die Leistungsträger ...

... so einfach ist das, und auch so nüchtern zu sehen. "In der getanen Arbeit der solcherart Betroffenen" soll das nicht begründet sein. Wunderbar, worin dann? 749 EUR Sicherungsgeld ab 2009: Niemand hat etwas dagegen, sozial Hilfsbdürftigen zu helfen, aber erarbeiten tun die es nicht. Sondern eben die, die versteuerbares Einkommen vorzuweisen haben. So ist das nun einmal. Und zwar für die Leistungsträger im oben geannten Sinne nicht zu knapp (siehe Statistik). Alles klar?

die, welche steuer leisten,

sind ganz offenbar steuerleistungsträger. und nicht mehr, nichts weiter.

"steuerleistungsträger"

bringt es tatsächlich auf den punkt!

klar ist alleine dass das unwort "leistungsträger" zu je einem drittel aus missgunst, neid und anmassung entspringt. obwohl ich zu der von ihnen angeführten einkommenskategorie bin ich froh mich weder leistungsträger nennen noch als solcher fühlen zu müssen um meiner arbeit einen wert zu verleihen.

wer jedoch den wert eines individuums an seiner leistung festmachen will und damit in wirklichkeit nur eine stumpf kategorisierte arbeitsleistung meint trägt m.e. nicht zu einem gesellschaftlichen frotschritt bei. eher umgekehrt...

Die Steuerleistungsträger und der gefallene Groschen.

Bravo! Genauso ist es. Steuerleistungsträger sind Steuerleistungsträger. Alles andere ist sozialromantische Ideologie. Die können Sie natürlich weiter pflegen, mit oder ohne kleinbürgerlichem Neid, dem Sie zu frönen scheinen, auch wenn es Ihnen EK-mäßig gut geht.

Arbeitswert hat mehrere Komponenten, eine davon ist der Marktwert der Arbeit. Also pflegen Sie weiter Ihre romantische Ader. Die Wirklichkeit besteht nicht nur aus Romantizismen vermutlich linker Provenienz.

Zurück zum Thema: die Kernaussage bleibt von Ihren Gedanken unbehelligt:

2004 zahlten EK-Steuerpflichtige mit EK ab inkl. 50.000 EUR EK mit 4.602 Mrd. EUR 66,5% des Gesamt - EK - Steueraufkommens; das sind mit 100.068 von insgesamt 539.575 EKSt-Fällen 18,5%.

So long!

Und was bitte ist ein "Leistungsträger"?

Dieses selbstgefällige Unwort diffamiert die Leistungen all jener, die nicht in den Hochkohlebranchen tätig sind - McJobber, Alleinerziehende Mütter, Praktikanten etc. etc.

Geld macht - scheint´s - echt nicht glücklich, wie die fr*strierten kleinkarierten P*stings hier im Forum belegen. Und je mehr man davon hat, umso weniger will man den Schwächeren geben. Tja

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