ebay: Kapelle in Oststeiermark: Spaßbieter trieb Preis hoch

18. April 2008, 15:40
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Verkäufer des Gotteshauses erstatteten Anzeige - Angebot an Zweitbieter

Die Internetauktion der Kapelle in Hof im oststeirischen Bezirk Feldbach, deren beim ersten Mal gescheiterte Versteigerung über das Internet-Aktionshaus ebay seit einigen Tagen für Aufmerksamkeit sorgt, hat eine skurrile Facette mehr. Am Samstagnacht kam sie zum zweiten Mal unter den Hammer. Ein noch unbekannter Bieter hatte 8.850 Euro geboten und den Zuschlag bekommen. Der Haken an der Sache: Der Spaßbieter hatte noch keine Transaktion bisher getätigt, sich einfach unter dem Namen des Verkäufers, Walter Leitgeb angemeldet und den Preis hochgetrieben. Leitgeb will nun an den Zweitbieter herantreten.

Fake

Die Auktion wurde am Samstag um 21.34 Uhr mit dem Betrag von 8.850 Euro beendet. Der Käufer trat unter "123bestuser" auf. Wie sich jedoch am Sonntag herausstellte, hatte sich der Bieter laut Leitgeb "bei E-Bay als Betrüger unter meinem Namen als neues E-Baymitglied eingetragen. E-Bay forscht zur Zeit den tatsächlichen User bereits und ist sehr zuversichtlich, den richtigen Namen uns bald präsentieren zu können".

Anzeige

Die Kapellengemeinschaft, als deren Obmann Leitgeb fungiert, hat ihrerseits Schritte gesetzt: "Wir haben gegen diesen Betrüger bereits bei der Polizeidienststelle Kirchberg an der Raab Anzeige erstattet, nun ist es Sache der Polizei bzw. des Staatsanwaltes die weiteren Schritte zu setzen, um diesen Betrüger dingfest zu machen".

Krimi

Mit dem zweitbesten Bieter - "preisguenstigplus", von dem man auch die Identität kennt - bereits Kontakt aufgenommen, und ihm die Kapelle um seinen ersteigerten Betrag von 8.800 Euro angeboten. "Leitgeb: "Nun warten wir auf seine Rückantwort. Ich hoffe nun, dass dieser 'Kapellenkrimi' langsam aber sicher sein hoffentlich gutes Ende findet".

Auktion

Bereits bei der ersten Auktion vor einer Woche hatte es Kalamitäten gegeben: Der erste Höchstbieter war von seinem Kaufgebot zurückgetreten: "Der Käufer hat bei der Besichtigung der Kapelle gesehen, dass einiges an Arbeit auf ihn zukommt, und daraufhin sein Angebot rückgängig gemacht", so der Obmann der Kapellengemeinschaft. Stattdessen spendete der verhinderte Kirchenbesitzer der Kapellengemeinschaft eine "Aufwandsentschädigung" von 300 Euro. (APA)

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