Christoph Bochdansky, Puppenspieler

    14. April 2008, 19:00
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    Von Wappentieren und Scheibenwaschanlagen

    "Ich habe gerade eine Frau gegessen" - so heißt das neue Stück von Christoph Bochdansky, das ab heute an vier Abenden auf der Bühne des "Praterkasperls" aufgeführt wird.

    Der "SurrealRealist" (und das Krokodil) unter den Puppenspielern will im "Kasperltheater für Ausgewachsene" wissen, "ob alle Fragen über das Verhältnis zwischen Mann und Frau im Kasperltheater beantwortet werden können". Wir fürchten ja, aber verraten nicht, wie es ausgeht. "Meist spiele ich auf internationalen Figurentheater-Festivals." Der Vorarlberger hat in Wien keinen fixen Spielort, er ist als "Wanderbühne" unterwegs. Krokodil, Kasperl, die Riesin und die anderen reisen in einem Peugeot 306 Kombi.

    "Er ist recht hübsch und gleicht einem Wappentier. Er schaut aus wie ein kleiner Löwe, mit dem man fahren kann." Der "Löwe" gehört dem Puppenspieler "schon eine Zeitlang und ist eigentlich schon schwer überfällig. Aber er funktioniert noch tadellos." Bochdansky hegt keine Leidenschaft für Autos. "Das ideale Fahrzeug darf nicht viel kosten, sollte wenig Benzin verbrauchen und muss bequem und schön sein.

    Ich mag vor allem große, komfortable Autos. Mein Peugeot ist eher das Gegenteil." Würde Geld keine Rolle spielen, könnte sich Bochdansky allerdings "sofort" umstellen: "Auf einen Jaguar." Das erste Auto bleibt ewig in Erinnerung, denn es hatte Merkwürdiges zu bieten: "Beim VW 1600 Variant wurde die Scheibenwaschanlage mit der Luft des Ersatzreifens betrieben." (juk)

    der Standard Webtipp:
    www.bochdansky.at
    www.praterkasperl.at

    • Artikelbild
      foto: derstandard
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