IG Autoren könnte Klage drohen

Redaktion, 16. April 2008, 11:44

Deutschsprachige Autorenverbände wollen vor Publikationen in "Selbstzahlerverlagen" warnen - "Frankfurter Verlagsgruppe" will dagegen vorgehen

Wien - Eigentlich wollten österreichische, deutsche und Schweizer Autorenverbände ihre gemeinsame Erklärung, in der sie junge Autoren vor Publikationen in sogenannten Selbstzahlerverlagen warnen, erst am Tag des Buches am 23. April veröffentlichen. Doch schon jetzt traf bei der IG Autoren eine Klagedrohung der "Frankfurter Verlagsgruppe" ein, in der die Proponenten einer derartigen Erklärung zur Unterzeichnung einer Unterlassungserklärung aufgefordert werden, wie die IG Autoren in einer Aussendung bekanntgab.

Der Hintergrund

"Selbstzahlerverlage", "Dienstleistungsverlage" oder auch "Druckkostenzuschussverlage" finanzieren ihre Tätigkeit über die Autoren, die selbst zumindest teilweise für die Publikation ihrer Werke aufkommen. Die Autorenverbände sprechen in ihrer Erklärung vor allem eine Warnung an junge und unerfahrene Autoren aus, da diese Verlage "für Zahlung der geforderten Summen ihren Autoren oftmals nur ungenügende Gegenleistungen" anböten. "Manuskripte werden gar nicht oder nur mangelhaft lektoriert, Gestaltung und Aufmachung der publizierten Werke sind unzulänglich, der Einsatz für ihren Vertrieb ist häufig praktisch gleich null."

Außerdem leide durch die fehlenden qualitativen Standards das "literarische Renommee", noch bevor die betreffenden Autoren die Möglichkeit hatten "literarisch zu reüssieren." Die Bereitschaft, einen Zuschuss zur eigenen Publikation zu zahlen, mache jedoch noch keinen schlechten Autor, halten die Unterzeichner der Erklärung fest.

Schiller herbeizitiert

Die "Frankfurter Verlagsgruppe" wird in dem Schreiben der Autorenverbände nicht namentlich erwähnt oder kritisiert, sieht sich aber betroffen. Dort sprach man gegenüber der APA allerdings von einer "bösartigen Kampagne", bei der übersehen werde, "dass wir in einer freiheitlichen Gesellschaft leben, in der man genauso gut auf Urlaub nach Brasilien fahren oder um das gleiche Geld sein Buch verlegen lassen kann", so Uwe Frank, der Geschäftsführer der "Frankfurter Verlagsgruppe". In "Dienstleisterverlagen" entstünden überdies oft "bessere Werke als sie von Dieter Bohlen und anderen" auf den Markt kommen. So habe etwa, wie in der der APA vorliegenden Unterlassungsaufforderung ausgeführt wird, "Friedrich Schiller für sein Erstlingswerk 'Die Räuber' ebenso bezahlt, wie Goethe für den 'Goetz' das finanzielle Risiko übernahm."

"Wer etwas schreibt, hat es verdient, Geld dafür zu bekommen, und nicht, dafür zahlen zu müssen", lautet der Schluss, zu dem hingegen die Autorenverbände in ihrer Erklärung kommen. Die Unterlassungsverpflichtungserklärung, die ihnen nun von der Anwaltskanzlei der "Frankfurter Verlagsgruppe" zugestellt wurde, bezeichnete Gerhard Ruiss als "Zensurversuch reinsten Wassers" und als "Ungeheuerlichkeit, die der IG in den mehr als 35 Jahren ihres Bestehens noch nicht untergekommen" ist. "Es gibt ein Verbot, Unternehmen in ihrer Geschäftstätigkeit zu beschädigen, und eine moralische Pflicht, die vielen tausend Autoren, die sich den Traum einer Buchveröffentlichung erfüllt haben, nicht zu verletzen", argumentierte Frank. Sollten die Autorenverbände die Unterlassungserklärung nicht bis zum 12. April unterschreiben, werde man "alle juristischen Möglichkeiten prüfen."(APA)

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Posting 1 bis 25 von 39
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Banal Grande
01
15.4.2008, 11:08
Die kritik der IG Autoren ist völlig zutreffend, allerdings...

...verhalten sich die meisten honorigen Verlage auch nicht anders. Das Wort Vertrieb kennen die meisten nicht mehr, die rechnen nur ihre Förderungen ab.

Das Buch wird auf die Förderung hin kalkuliert, dann ist es vergessen, um die nächste Förderung zu lukrieren. Das Geld mit der Gießkanne zu verteilen mag zwar die Schwärmer begeistern, den Autoren bringt es nichts.

J.J
01
14.4.2008, 19:33
Hab auch schon Bekanntschaft gemacht.

So mit Anfang 20 hab ich mal einen Spionagethriller geschrieben, und bin zwangsläufig an einen DKZV geraten. Hab aber nicht gezahlt ... womit auch ... als armer Studi :))

Es sollte einfach jeder wissen, dass derlei Bücher NICHT im Programm von Buchhändlern zu finden sind. Einfach aus dem Grund, weil JEDER seinen Schwachsinn bei DKZV herausbringen kann.

Möchte aber jemand einfach ein paar Stück für Freunde und Bekannte, ist in den allermeisten Fällen BoD (Book on Demand) günstiger. Die gaukeln den Autoren auch nicht vor, sie wären ein Verlag.
Druckerei trifft es ziemlich passend.

Wenn auch nur ein übermotivierter 'Nachwuchsautor' das lesen sollte: FINGER WEG!
KEIN SERIÖSER VERLAG VERLANGT GELD!

die zyPresse
01
14.4.2008, 14:00
aus eigener erfahrung

und der erfahrung einiger bekannter weiß ich, dass selbstzahler- oder zuschussverlage in der tat eine unseriöse angelegenheit sind. die manuskripte werden zumeist unprofessionell gehandhabt, keinem richtigen lektorat zugeführt und schlecht bzw. billig gelayoutet. die verlage nutzen die sehnsucht jener menschen aus, die auf schriftstellerischem gebiet bestenfalls halbwegs begabt sind, nicht die richtigen connections haben, aber dennoch ein eigenes buch in ihrem regal stehen haben wollen - wenn auch in fragwürdiger qualität. es handelt sich hier um nischenprodukte, an denen die marketingmaschinerie des literaturmarktes ohnehin größtenteils vorbei geht.

Moritz Vollsen
02
14.4.2008, 12:45
APA sprach garantiert nicht mit Uwe Frank

Im o.g. Bericht wird ein Dr. Uwe Frank zitiert. Tatsächlich hat die APA garantiert nicht mit Uwe Frank gesprochen, sondern mit Franz Frank.

Uwe Frank (ein Chemiker, der im Ausland lebt) tritt offiziell als Geschäftsführer der Verlagsgruppe und zahlreicher weiterer Einrichtungen des Verlagsgründers und Kapitaleigners Dr. Markus (neuerdings: von) Hänsel-Hohenhausen (alias Donatus Prinz von Hohenzollern-Emden) auf - auf dem Papier. Tatsächlich ist es aber der Bruder Franz Frank, der für die Verlagsgruppe auftritt.

Wie man das beurteilen möge, sei einmal dahingestellt: Eine weitere Taktik, um Verwirrung zu stiften? Siehe auch das weitere organisatorische Umfeld des Herrn Hänsel, das es zu beklagen gibt...

Moritz Vollsen
02
14.4.2008, 12:35
Verlagsgruppe möchte Autorenverbände die Meinungsfreiheit verbieten

„Nicht nur in Fachkreisen gilt es als unseriös, einen Zuschussverlag zu betreiben, in welchem die Autoren selbst die Erstellung ihrer eigenen Bücher bezahlen müssen“ (LG Stuttgart, 17 O 338/06). Es geht nicht darum, Autoren, die in diesen Verlagen veröffentlicht haben, zu diskreditieren (die Qualität eines Dieter Bohlen und die eines Selbstzahler-Autors tut hier überhaupt nichts zur Sache), sondern es geht um eine Geschäftspraktik, bei der die Unerfahrenheit junger Autoren ausgenutzt wird. Selbstzahlerverlage haben eine Gelddruckmaschine entwickelt, der auf immer schamlosere Weise junge Autoren in die Fänge geraten. Es ist doch schon bezeichnend, dass ein Verlag den Autorenverbänden ihre Meinungs- und Pressefreiheit absprechen will.Skandal!

invodaseibua
00
13.4.2008, 16:45
Ich glaub ich gründe auch einen DKZV

Dann mache ich mich im Internet auf die Suchen nach meinen Kunden. Autorenforen gibts ja wie Sand am Meer ... dürfte also nicht so schwierig werden.
ALLE Verlage verangen Geld, sage ich noch, bevor ich den Vertrag vorlege.

Schlampige Perspektive meinen Sie? Kein Spannungsbogen? Langweiliges Thema? Rechtschreib- und Grammatikfehler bis zum Abwinken? Logische Ungereimtheiten? Unrealistische Dialoge? Bandwurmsätze und Nominalkonstruktionen?
Lächerliches Fantasygeschreibsel? ....

Ach wo! Sie verstehen mich nicht!
Es geht doch nicht darum diese Bücher nachher zu verkaufen, sondern darum, dem Autor das Geld aus der Tasche zu ziehen. Daraus schöpfe ich meinen Gewinn.

Wo gehts zum Wifi-Seminar: Werden sie DKZV-Verleger?

Moritz Vollsen
01
14.4.2008, 12:28
APA sprach nicht mit Uwe Frank

Eine Korrektur: Die APA sprach nicht mit Dr. Uwe Frank, dem Geschäftsführer der Verlagsgruppe, sondern mit seinem Bruder Franz Frank. Dr. Uwe Frank ist nur auf dem Papier Geschäftsführer und ist tatsächlich Chemiker im Ausland.
Eine weitere Art, Verwirrung zu stiften... Genauso, wie es mit dem organisierten Umfeld der sämtlichen Imprints und weiteren Einrichtungen des Verlagsgründers und Kapitaleigner Dr. Markus (neuerdings: von) Hänsel-Hohenhausen (alias Donatus Prinz von Hohenzollern-Emden) der Fall ist...

Rufus Sixsmith
00
13.4.2008, 14:02
Wer verkaufen will muss sich mit dem verkaufen auseinandersetzen!

Jeder weiß doch das ZV keine ernsthafte Alternative im Qualitätssegment sind!

Zuschussverlage sind doch bloß der letzte Anker für Amateure doch noch sein eigenes gedrucktes Buch im Regal zu Hause stehen zu haben. Sie leben auch von der Ablehungsangst mittelmässig begabter Hobbyautoren.

Der Vertriebs- u. Verkaufsmöglichkeiten in Österreich sind limitiert und jedem bekannt.

Das positive an Zuschussverlagen ist doch, dass sie Unmengen von Autoren zu einem gedruckten Buch in semiprofessioneller Aufmachung verhelfen und deren Ego stützen. Sie fördern die Vielfalt.

Wem es ernst um sein Buch ist, der weiß das er genauso viel Zeit in die Marktbearbeitung investieren muss, wie er dem schreiben geopfert hat. Von nichts kommt nichts.

athene 2003
00
13.4.2008, 23:20
absolutistisch muss man das nicht sehen

- tun sie eh nicht -. tendenziell haben sie recht. technisch müssen die bücher nicht semiprof. aufgemacht sein. und natürlich können gute autoren darunter sein, und natürlich kann ein glücksgriff darunter sein, den ander übersahen. es kann auch passieren, dass so ein verlag sich so ein großes polster schafft, sodass er die mittel dann hat, um sich qualität später leisten zu können, vielleicht wettbewerbe, prominente begutachtet, werbung für einzelne titel. oder ein polster schafft, um später "normal" zu wirtschaften. hier hätten autoren einen verlag aufgebaut - statt umgekehrt.

T. Ripley
00
13.4.2008, 14:51
Geauso viel Zeit in den Markt investieren wie ins Schreiben

dazu noch ein Brotberuf, dann bleibt zu wenig Zeit zum Schreiben, bei einigen Autoren merkt man auch, dass sie in den Markt mehr Zeit investieren wie in das schreiben, traurig.

KomaPoster
00
13.4.2008, 18:10
Nein, nich traurig. Sehr positiv, weil Zuwendung ans Publikum!

Was ist denn so schlecht daran, wenn ein Autor für sein Publikum schreibt?

Manche, so scheint es, haben schon eine, nennen wir es - sehr romantische - Vorstellung vom Leben.

T. Ripley
00
13.4.2008, 18:56
Für ein Publikum schreiben ist okay

aber wir reden da doch von Leuten die in der Öffentlichkeit überall ihren Senf dazugeben, um medial präsent zu sein.

mmxmmx
02
12.4.2008, 18:07

Zumindest in Insiderkreisen sind die Geschäftspraktiken dieser DKZ-Verlage ja hinlänglich bekannt. Da auch kein Verlag namentlich genannt wird, würde ich einer Klagsandrohung gelassen entgegen sehen. Wenn sich jemand angesprochen fühlt, dann sagt das ja auch schon genug aus.

Wer will, kann sich ja auch in einer beliebigen Buchhandlung nach den Erzeugnissen eines dieser bekannten Verlage umsehen - viel Glück bei der Suche.

Rufus Sixsmith
03
12.4.2008, 13:21
Das Problem der Autoren ist der Verkauf und nicht der Druck.

Das drucken ist nicht mehr als ein kalkulierter technischer Vorgang.

Die "Autoren" sind gut beraten sich mehr Gedanken über den Buchhandel zu machen. Denn nur darum geht es und um sonst nichts. Eine gedruckte Auflage will an die Leser gebracht werden.

Tom Stern
75
12.4.2008, 12:47
Verzeihung, ich muss mal kurz kotzen...

Das ist aber ein lustiges Gesumpere, hier, im Posterverein.
Warum in drei Teufels Namen, muss hier der große IG-Autoren Vorsitzende Stellung beziehen? Immer gleich zur Stelle, wenn wir wieder vor uns selbst beschützt werden müssen. Wie die Innung der Maler. Ja,ja man kriegt das System "österreichische Vollkasko" nicht aus der Marille, nicht wahr? Jeder staatlich subventionierte Verlag darf an diesen "Bezahlverlagen" herummäkeln und kritteln und sie schlechter, mieser Arbeit zeihen, weil da ja keine Profis sitzen und denen geht's ja nur um den schnöden Mammon, während der ehr-und redliche Kleinverlag nur die hehre Literatur im Sinn hat. Verzeihung, ich muss mal kurz austreten und kotzen...

mböning
01
12.4.2008, 19:58
nein, wir haben nichts gegen wettbewerb

und sind aus den zeiten der l´art pour l´art schon seit urzeiten raus, wir sind genre-bezogen tolerant und stilpluralistisch. wir haben nichts gegen den freien markt, sondern gegen methoden, die nach abzockerei evtl. blauäugiger autoren aussehen. ich kenne - außer über die medien den novum verlag - keine selbstzahlerverlage, aber von diesem ist mir bekannt, dass autoren sehr viel zahlen. und wenn man den markt kennt, dazu braucht man erfahrung und wissen, kann man sich ausrechnen, dass diese autoren für das, was sie erreichen werden (monetär und symbolisch), zu viel zahlen. es geht nicht um konkurrenz (her damit! her mit interessanter literatur!), sondern um abzockerei. außerdem: den markt z. zt. von goethe/schiller zu vgl. ist o. w.

Tom Stern
31
12.4.2008, 20:49
Hier geht's nicht um Wettbewerb,

sondern um was anderes. Wie behauptet wird, landet der Autor ja immer zum Schluss, nach Ablehnungen von "guten" Verlagen bei Bezahlverlägen. Was soll da Konkurrenz für die "regulären", in Österreich staatlich subventionierten Verlage sein?
Außerdem wird ja bemängelt, dass diese Verlage keinen Finger rühren um die Bücher zu verscheppern. Also bitte!
Hier geht's darum, dass man einfach mal ein bisschen rumruft, sich als Konsumentenschützer aufspielt und so für den Verein die Werbetrommel rührt. Wir sind auch zu was gut, seht her! Wir schützen euch vor den Neoliberalismen dieser eiskalten Welt, und jetzt bitte her mit dem Subi-Raps!
Dürft ihr ja! Aber hört auf, uns wie Kinder zu behandeln. Davon gibt's in diesem Land 12 aufs Dutzend!

T. Ripley
01
13.4.2008, 14:58
Die Verträge mancher dieser Verlage

fallen wirklich in den Bereich "sittenwidrig". Dazu das aggressive Marketing. Es wird mit den Träumen von Menschen gespielt, die vom Geschäft keine Ahnung haben. Dazu werden nicht nur Autorenverbände sondern auch private die sich im Internet kritisch äußern (auch mit eigenen Erfahrungen) mit Prozessen bedroht. Ich kenne eine ältere verschuldete Dame, die sich bei so einem Verlag den Traum einer Autobiographie realisiert hat, dann aber nicht zahlungsfähig war, der Verlag hat dann dankenswerterweise auf das Honorar verzichtet. Musste er wohl auch.

mmxmmx
01
12.4.2008, 18:13
Vielleicht jemand vom N.... Verlag? ;-)

Das wirkliche Problem ist nicht, dass jemand für jemand ein Buch herausbringt und dafür halt Geld haben will, sondern dass die Kostenpflichtigkeit bei einem "typischen" DKZ-Verlag irgendwo klein dabei steht oder man zunächst garnicht davon erfährt, und der Eindruck entsteht, das sei bei Buchverlagen generell üblich.

Tom Stern
42
12.4.2008, 19:11
Autoren schickt der IG eure Texte...

Das steht nicht irgendwo klein dabei, sondern deutsch und deutlich.
Aber seit ich denken kann, warnt man im Fernsehen vor diesen sogenannten Butterfahrten, wo einem am Schluss ein Hamster mit Heizdecke angedreht wird. Hat's was genutzt? Oba nebbich.
Der Großteil der Menschheit scheint beratungsresistent, und die Gier nach Schnäppchen und Ruhm ist unersättlich.
Und wenn die IG findet, dass ein Autor für Texte Geld bekommen soll, dann, liebe Autoren, schickt der IG eure Texte. Dort ist das Moos, die Moral und die3 Gerechtigkeit. Amen.

bcd
04
12.4.2008, 13:54

naja, das ist schon ein ziemlich überzogener blödsinn, den sie hier schreiben.

Tom Stern
61
12.4.2008, 15:18
Angesichts der Argumente, die gegen Sie meinen geschriebenen Blödsinn vorbringen, muss ich Ihnen selbstkritsich recht geben.

KomaPoster
21
12.4.2008, 12:31
Autorengejammere! Gar nicht erst hin hören.

Ja in welcher bösen Welt leben wir denn gar? Darf eine Druckerei jetzt kein Geld mehr fürs Drucken verlangen? Denn nichts anders tun diese Dienstleistungsverlage. Sie drucken ein beigestelltes Manuskript.

80.000 neue Buchtitel erscheinen jedes Jahr in Deutschland. Ich finde das genügt.

mböning
02
12.4.2008, 11:25
... als das von novum je sein wird.

diesen kleinverlagen ist der autor arbeitender, der bezahlt gehört. natürlich wissen wir kleinverlagsautoren mit speziellen schwerpunkten, also schwerer verkäuflicher ware, dass wir im freien markt leben. sein meinung darf man aber ja sagen. und die ig autorinnen autoren darf ihre ansichten darüber auch kundtun. selbstzahlerverlage gehorchen oft einer neoliberalistischen ökonomie. wobei: bei wissenschaftsverlagen ist es sehr oft usus, dass ein teil bezahlt wird. in ö darf man auch nicht vergessen, dass die verlagsförderungen (nach externen qualitätsgutachten) in d. vgls.weise kaum vorhanden sind. novum hat für die -wie mir scheint und geredet wird - "abzockerei" auch noch einen preis bekommen.

yomellamo
00
13.4.2008, 12:24

.. und "normale" verlage sind nicht an Gewinn interessiert?

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