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OLEDs werden in nächster Zeit vor allem vermehrt in portable Geräten wie MP3-Player verbaut werden.

Der 11 Zoll kleine Sony XEL-1 ist der erste OLED-Fernseher für den Massenmarkt. Im Monat rollen 2.500 Stück vom Fließband, zu je 2.500 US-Dollar.
Neue Stars
Und obwohl die Sache schon gegessen scheint und der geneigte Konsument zielsicher nach den marktgetrieben immer besser und günstiger werdenden LCD-Fernsehern greifen müsste, geistert eine neue Abkürzung durch die Köpfe der zögerlichen Endverbraucher: OLED (engl.: "organic light emitting diode"). Spätestens seit den vergangenen Fachmessen Consumer Electronic Show (CES) und CeBit dürfte die alles versprechende "Organische Leuchtdiode" auch der Allgemeinheit ein Begriff sein. Vereinfacht gesagt handelt es sich bei der Technologie um "ein dünnfilmiges Bauelement aus organischen, halbleitenden Materialien, dessen Aufbau dem einer anorganischen Leuchtdiode (LED) ähnelt", wie bei Wikipedia nachzulesen ist. Das bedeutet, dass diese OLEDs im Gegensatz zu den Flüssigkristallen der LCD-Fernseher (Liquid Crystal Display) von selbst leuchtet, sobald Strom durch sie fliest.
So fällt beim Bau eines OLED-Bildschirms die bei LCDs benötigte Hintergrundbeleuchtung weg. Dadurch können OLED-Displays wesentlich dünner, sparsamer sein und in der Theorie zumindest auch günstiger hergestellt werden. Bisher gezeigte OLED-Fernseher waren nicht dicker als 4 Millimeter.
Scharf
Durch ihre Beschaffenheit lassen sich OLEDs auch auf unterschiedliche Trägermaterialien "aufdrucken", erste Versuche mit flexiblen Materialien wurden schon unternommen.
Noch eine weitere Eigenschaft hebt OLEDs von bisher eingesetzten Technologien ab: Durch die selbstleuchtende Eigenschaft weisen entsprechende Bildschirme um ein Vielfaches bessere Kontrastwerte (1.000.000:1) auf, als sie von LCDs oder Plasma-Schirmen (rund 10.000:1) bekannt sind. Auch lässt das Bild extremere Blickwinkel zu, durch eine bedeutend schnellere Reaktionszeit von unter 0,001 Millisekunden. LCDs schaffen aktuell Schaltzeiten von rund 2 Millisekunden. So kommt es bei OLED-Fernsehern zu keinen "Wischeffekten" mehr, das Bild wirkt klarer.
Klein
Trotz der vielen Vorteile sieht man derartige Bildschirme jedoch nur in Handys, MP3-Playern oder Autoradios verbaut. Der Grund dafür sind die technischen Nachteile: Einerseits gelten OLEDs als nicht sehr beständig und inkonstant bei der Lebensdauer der einzelnen Farben. Rote OLEDs altern beispielsweise wesentlich langsamer als blaue, was auf Dauer zu Farbveränderungen beim Bild führt.
Ein weiteres Hindernis für große OLED-Bildschirme ist deren Verletzbarkeit durch Wasser und Sauerstoff. Trägermaterialien müssen die Dioden daher sicher umschließen und besonders resistent sein.
Wann?
Trotz der Komplikationen stellte Sony auf der CES im Jänner den ersten marktreifen OLED-Fernseher vor und sorgte damit für viel Aufsehen und Euphorie unter den Messebesuchern. Doch im Gegensatz zu den ebenfalls präsentierten Prototypen von Panasonic, Samsung und Sony mit Diagonalen von bis zu 31 Zoll, kann der erste kommerziell erhältliche OLED-TV leicht übersehen werden. Seine Diagonale misst lediglich 11 Zoll und kostet dabei 2.500 US-Dollar. So stellt sich die Frage, wann größere und auch günstigere Modelle verfügbar sein werden. Die Aussagen der Hersteller gehen auseinander.
Zwei bis sechs Jahre
Fest steht, dass bereits ein großer Teil der Hersteller auf die Technologie setzt und in die Forschung investiert. Seit den 1980ern sind bereits 6600 Patente dazu vergeben worden, der meisten davon an japanische Unternehmen. Panasonic, Samsung und Sony haben sich der Entwicklung verschrieben, Sharp ist momentan noch in abwartender Position. Samsung könnte nach eigenen Aussagen in etwa zwei bis drei Jahren erste Geräte lancieren. Hitachi präferiert OLED ebenfalls als Technologie der Zukunft, glaubt allerdings keine größeren Displays als 33 Zoll vor 2015 auf dem Markt zu sehen. Optimistischer als die Konkurrenz gibt sich Sony. Wie man gegenüber dem WebStandard bestätigte, wolle man nach eigenem Fahrplan noch bis Ende 2009 OLED-Fernseher in den Größen von 20 bis 30 Zoll fertigen.
Investitionen
Der japanische Elektronikkonzern hat hierfür ein Investment von 22 Milliarden Yen (rund 137 Mio. Euro) für das zweite Fiskalhalbjahr mit Ende 2009 in Aussicht gestellt. Damit sollen die technologischen Hürden gemeistert werden. Allein die Technik zu beherrschen, werde jedoch nicht ausreichen, weiß auch Sony. Um die Kosten zu senken, müssen die Erträge steigen. Denn der Großteil der Panele, der momentan vom Fließband rollt, ist Ausschussware.
Um die neue Technologie am Markt durchzusetzen, müssen also die Preise rasch fallen. Zurzeit wäre dies einfach nicht möglich, betonte ein Marktforscher von iSuppli noch vergangenes Jahr in einem Interview mit Cnet.
Positive Aussichten
Dennoch sind die Hersteller optimistisch. Die Aussicht auf günstiger produzierbare und bessere Displays dank OLED sei zu verlockend, als das man sie verwehren könnte. Oder wie es Makato Ebata, CEO der Konsumentengeschäftssparte bei Hitachi ausdrückte: "Die Bildqualität ist besser und der Energieverbrauch weit niedriger. Es gibt nicht sehr viele Menschen, die an der Zukunft OLEDs zweifeln." Die Prognose des Marktforschungsunternehmens Nano Markets klingt ebenfalls vielversprechend. Der OLED-TV-Markt soll bis 2010 einen Wert von rund 1,2 Milliarden US-Dollar haben. Die Prognose für 2008 liegt bei 42 Millionen US-Dollar.
Klar dürfte aber sein: Wer sich heute einen großen Fernseher zulegen möchte, darf beruhigt zu aktuellen Angeboten greifen. Der nächste Meilenstein im Großformat ist noch in absehbarer Ferne. (Zsolt Wilhelm)
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2008 sollen ca. 15% aller Notebooks schon mit einer LED-Hintergrundbeleuchtung ausgestattet werden.
Die verbrauchen ca. 30% weniger Strom als LCD-Displays.
Bei den Fernseher gibts nur wenige Modelle mit LED a la 70"-Model von Samsung & Sony.
Aber die LED-Hintergrund-Beleuchtung wird gerade für die Masse hochgefahren, während OLEDs in Display-Größe noch absolut in der Prototyp-Phase ist.
Zwar produziert Sony die Displays schon, aber das eigentlich nur den Zweck, um mehr Praxiserfahrung in der Produktion zu bekommen.
Die 1000 Stück pro Monat (oder so) sind absolut vernachlässigbar.
Naja, die LED-Beleuchtung ist sicher interessant, aber ich wüsste nicht, wie diese etwas an den Kontrastverhältnissen etwas ändern könnte.
Der Stromverbrauch ist dadurch sicherlich geringer, aber mit Sicherheit immer noch höher, als bei OLED.
Die Backlight- LEDs werden in einer "Helligkeitsmatrix" angesteuert, bei schwarzen Bildbereichen werden sie ganz abgeschaltet, sodaß Schwarz wirklich Schwarz ist. Das Problem sind die Bereiche mit starken Kontraständerungen, an denen die LEDs voll aufgedreht werden müssen und nur die LC-Kristalle für die Helligkeitskorrektur sorgen. In solchen Bereichen ist der Kontrast dann wieder schlechter (Extremfall: hochaufgelöstes Schachbrettmuster).
Mit OLEDs ist das Bild immer und überall perfekt.
Und genau das ist ja auch immer noch ein Problem. Deshalb wird OLED in Geräten eingesetzt, die eine kurze Lebensdauer haben: MP3-Player, Handies, Digitalkameras. Denn die werden oftmals nicht älter als 3 Jahre, weil sie danach durch ein moderneres Gerät ersetzt werden.
ich persönlich wäre ja für SED, hat sowas von "zurück zu den wurzeln" ;-)... aber anscheinend geht diese technologie momentan in patentstreitigkeiten unter.
außerdem läuft man damit wohl gefahr, dass die produkt-lebensdauer/verwendungsdauer zu groß wird. bei LCD fällt irgendwann das backlight aus und oleds "bleichen" anscheinend aus, SED hätte wahrscheinlich die selbe (eventuell sogar höhere) lebensdauer wie normale kathodenstrahler...
war gerade drauf und drann einen Sony W3000 LCD zu kaufen, aber gerade bei den schwächeren Signalen von DVB-S, DVB-T sind die Plasmas von Pioneer, Panasonic, LG und Samsung eklatant überlegen. Bei DVD und Blu-Ray ist der Abstand geringer.
bei schlechten SD-Signalen wie z.B. DVB-t oder bei privaten Sendern über DVB-S, wo die Datenrate sehr niedrig ist, tun sich LCDs wesentlich schwerer als Plasmas, ein halbwegs ordentliches Bild hinzubekommen. Blockbildung, Tonwerttrennung, Moskitoeffekt sind zu sehen.
Die Plasmas kaschieren das viel besser.
Bei gut gemasterten DVDs (auch SD aber viel höhere Datenrate) und Blu-Ray sind die Unterschiede bei den besten Geräten zwischen Plasmas und LCDs gering.
Was bitte hat die Empfangsqualität mit dem Display zu tun?
Einen gewaltigen Vorteil haben OLED aber jedenfalls: wesentlich weniger Stromverbrauch. Ein großer Plasma-TV zieht schnell mal 500W aus der Leitung, dagegen sind sogar viele Beamer die reinsten Sparefroh.
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