Wiener Architekten gestalten Kulturzentrum in Amman

16. April 2008, 11:35
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Wettbewerbssieg von Delugan Meissl in Jordanien - Ko-Siegerin Zaha Hadid auch bei Guggenheim-Projekt in Vilnius erfolgreich

Wien/Amman/Vilnius - Das Wiener Architektenbüro "Delugan Meissl" konnte einen Wettbewerb für die Gestaltung des "Darat King Abdullah II" in Amman ex aequo mit "Zaha Hadid architects" für sich entscheiden.

Das Kulturzentrum, das zur ersten Adresse für darstellende Künste in der jordanischen Hauptstadt werden soll, konzipierten die Architekten als "offenes Gebäude, das als einladendes Zeichen in alle Richtungen wirkt". Ein weit exponiertes Vordach soll "Kommunikation und Offenheit, Konzentration und Ruhe unter dem Dach der Musik vereinen" und nicht nur Schatten spenden, sondern "einen fließenden Übergang vom Außenraum ins Innere schaffen."

Der Platz für das neue Gebäude liegt im Zentrum der Stadt und fungiert "als stadträumliches Gelenk", in das mehrere Hauptverkehrswege münden. Sechs Meter über Straßenniveau angeordnet, ist der Platz jedoch dem Verkehrslärm entzogen, wird von Restaurants und Cafes gesäumt und habe eine "hohe Aufenthaltsqualität".

Vages in Vilnius

Ko-Siegerin Zaha Hadid hat parallel dazu den Wettbewerb für das geplante Guggenheim Museum in Vilnius gewonnen, gegen prominente Mitbewerber wie Daniel Libeskind und Massimiliano Fuksas. Neben den Räumen für die Hauptsammlung soll das Gebäude auf einer Fläche von bis zu 14.000 Quadratmetern unter anderem ein Media-Center, zwei Kinosäle und das Staatliche Hermitage Museum beherbergen. Baubeginn, Projektkosten und die Finanzierung des Projekts sind noch ungeklärt. Im Vorfeld des Wettbewerbs war deutlich gemacht worden, dass die Kosten 49,2 Millionen Euro nicht überschreiten dürfen. (APA)

  • Roman Delugan
    foto: standard /rudolf semotan

    Roman Delugan

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