Wien plant weitere "Bike Citites"

Zweites Wohnprojekt für Radfahrer ist in der Vorgartenstraße geplant, weitere sollen folgen

Wien - Die in Bau befindliche "Bike City" am Nordbahnhofgelände in der Leopoldstadt soll nicht das letzte auf Radfahrer ausgerichtete Wohnbauprojekt in Wien sein. Wie Planungsstadtrat Rudolf Schicker (S) am Dienstag in einer Pressekonferenz erklärte, ist an der Vorgartenstraße bereits die nächste Stufe geplant. Auch Projekte in anderen Stadtteilen seien möglich.

Im Bereich des Nordbahnhof-Areals, wo die "Bike City" entsteht, sei die Topographie ideal, außerdem habe man die U-Bahn-Linie U1 Richtung Innenstadt in der Nähe. Wo es ähnliche Voraussetzungen gebe, könnten daher weitere Radfahrersiedlungen entstehen.

Im Juli bezugsfertig

Die "Bike City" ist ein von Grünen und SPÖ initiiertes Projekt, das vom Bauträger Gesiba im Bereich Vorgartenstraße/Walcherstraße realisiert wird. Im Juli sollen die Wohnungen bezugsfertig sein. Laut Schicker hat es für die 161 Wohneinheiten mehr als 4.000 Interessenten gegeben.

Weil nicht pro Wohneinheit ein Autostellplatz errichtet wird (insgesamt werden nur 49 Garagenplätze gebaut), können Einrichtungen wie Fahrradverleih und Fahrradreparatur, extra große Aufzüge für die Mitnahme der Bikes in die Wohnung, Sauna, Ruheräume und ein eigener abgesicherter Radfahrparkplatz realisiert werden. Im Gegensatz zum Modell der "autofreien Siedlung" ist keine Autoverzichtserklärung der Bewohner nötig.

(APA)

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20 Postings
die Idee ist sehr gut ...

Aber hätte man für die Bike-City nicht einen verkehrsberuhigteren Ort aussuchen können als diese durch den Verkehr sehr laute Gegend? Ich meine, das sind lauter Bewohner, deren Ziel es ist, durch ihr eigenes Verhalten CO2 zu reduzieren und wenn sie das Fenster aufmachen, haben sie die CO2 Wolken und den Lärm der rollenden Dreckschleudern im Haus.

Die Stadt erspart sich was - und sucht sich eine Argumentation

Erstmal steht auf der Habenseite:
weniger Baukosten durch weniger Parkplätze
ein grünes Mäntelchen für die Politiker
eine fröhliche Pressekonferenz

Später kommen die Kosten:
wenn die lustige Studentenzeit vorbei ist und leider ein Job angenommen werden muß - werden sie um ein Auto betteln

wenn die ehemals knackigen Radfahrmädchen mal das Bier für den Göttergatten schleppen dürfen - werden sie um ein Auto jammern

wenn andere Leute als supersportliche Ökos dort wohnen, wirds eng in der Gegend

So eine "autofreie Siedlung" hat in Wien schon mal genial gefloppt. Keiner durfte dort ein Auto anmelden, so wurden sie auf entfernte Verwandte angemeldet und die ganze Umgebung verparkt - riesen Wickel mit Nachbarn!

Diesmal ...

... Grün. Vollkommen Richtig! Wenn die Leut in der Siedlung zu alt zum Radfahren sind, werden sie kompostiert :o)

knackiger 39er ohne auto

in wien kann man alles gut auch ohne auto erreichen. kein mensch verlangt von ihnen das bier im stadtrand einkaufszentrum zu kaufen...

So ein Blödsinn.

Es soll Leute geben die in Wien einen fixen Arbeitsplatz haben und nicht im Speckgürtel wohnen.

Schauen Sie sich doch um, wenn man sich nicht selbst geistig beschränkt wird einem doch auffallen müssen, dass da nicht nur Studenten mit dem Rad herumfahren.

Ein Auto ist bei Gott keine Vorraussetzung um in einer Stadt wie Wien eine umfassende Mobilität zu ermöglichen.

mit einem Lankradl vorm Kopf ist der Blick auf die Umgebung halt sehr eingeschränkt

ja wenn man davon ausgeht

dass die leute alle bornierte, fantasiearme und egoistische dumpfgummis sind (wie man selber, koennte ich noch unterstellen - tus aber nicht) dann kann man das natuerlich nur so sehen.

Meine lustige Studentenzeit ist vorbei (seit mittlerweile über 5 jahren) ich bin bald 30! Und stellen sie sich vor, ich geh oder fahr auch in arbeiten und lebe noch immer (sehr gut) ohne auto! Und mein bier hol ich mir beim billa ums eck – was genau so weit ist, wie zur nächsten volksgarage. Wenn ich rechne was ich mir monatlich an autokosten erspar, könnt ich mir das bier sogar ins haus liefern lassen.

Meine Studentenzeit ist seit 20 Jahren vorbei...

Ich bin derzeit beim 2. Kinderanhänger angelangt, ich bin schon durch Gegenden geradelt, wo ein 4WD seine Daseinsberechtigung fände (ein Cayenne würde dort allerdings absaufen, auf der Kjölur oder der Fjallabaksleid).
Mein 6er - Tragerl Hadmar passt in mein Daypack - andernfalls hätte ich 4 Packtaschen zu Gebote stehen.
In die passt der samstäglich Anfallseinkauf beim Biostandl am Kutschkermarkt (oder andere) locker !

Und in der Hackn habe ich Umkleide- und Duschmöglichkeit, wie es sich für ein modernes Unternehmen geziehmt...

Und obwohl ich Umziehen hasse: Eine Bike City (ohne Tiefergelegte & Sportauspüffler !) wäre schon eine Verlockung !

ja! kjoelur herrscht!

bin allerdings zu fuss gegangen...

stainless steelfoot !

die frage ist wofür die 49 parkplätze gut sind?
was ist das konzept dahinter. genauere recherche bitte. oh, ich sehe, wieder mal eine a pa meldung übernommen.
;-)

ganz wien sollte eine bike city werden. ohnehin lächerlich, dass es zwar eine bestimmung dafür gibt, wieviel autostellplätze es geben muss, aber nichts dergleichen für radstellplätze gefordert wird, obwohl die ja wesentlich weniger platz und aufwand benötigen.

"mitnahme von bikes in die wohnung" ist zwar nett, aber umständlich. wer, der sein fahrrad täglich nutzt, sollte so etwas wollen, wenn er sein fahrrad auch sicher bei einem radparkplatz abstellen kann? ok, wenn man mal 2 wochen verreist vllt..

Die "Reichsgaragenordnung" aus 1938 ...

und die Radwegbenützungspflicht.
Tja, "es war nicht alles schlecht, was der Hitler gemacht hat", würde jetzt der völkische Mund sagen.
Die "Volksgarage" ist allerdings eine Erfindung der Volkspartei.
Und Ferdinand Porsche war auch ein Österreicher...

vorallem, weil die polizei das fahrrad schon mal entfernt, weil man es, damits auch nach dem einkauf noch da ist, an den nächsten Pfahl/Past hängt, der aber blöderweise auf dem Gehsteig steht, der von Fahrrädern nicht blockiert werden darf, desshalb nimmt die polizei das fahrrad...

auf dem gehsteig darf man das fahrrad schon abstellen (sobald dieser breiter als 2.5m ist), an verkehrszeichen und ampeln darf man das fahrrad aber scheinbar nicht anhängen..

ja genau!

es müssen endlich viele sichere fahrradparkplätze kommen! und zwar verpflichtend bei jedem geschäft mindestens 1 fahrradabstellplatz pro 5 qm verkaufsfläche, wenn dann noch platz für autos ist, dürfen die auch parken, aber eben erst 2.-rangig.

und wer aller soll die 160 Radstellplätze, die ein durchschnittlicher Hofer/Billa/Penny/... dann bräuchte, nutzen?
Die Forderung ist ein bisserl realitätsfremd.

"Kommt Zeit, kommt Rad"

dem stime ich schon zu, aber die >160 Einkäufer gleichzeitig in einem Billa sind ein bisserls übertrieben.
Da stahst ja 2 Std. bei der Kassa.

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