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Zum Demokratie-Begehren: Ich bin so Politik-Verdruss-verdrossen.
Euer Zynismus kotzt mich an. Und meiner auch. FS Misik heute in leicht renoviertem Gewand!
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wenn man immer, wenn ein konserativer eine konserative haltung einnimmt sagt er ist dumm, dann kann man ganz klar keine intelligenten konserativen finden.
da kann ich mir dann aber die ganze suche sparen.
die wurzel des problems liegt viel eher darin, dass es weder für konserative noch für liberale ansichten wirklich harte argumente gibt. sie sind einfach nur ansichten, deren einzige begründung der glauben auf diese art besser zu leben ist.
Was soll Misik denn in 5 Minuten differenzierter ausführen, bitte?
Dafür allerdings schlägt er sich wacker und auch die Themenwahl find ich immer wieder gelungen.
Ad Schüssel: Das Thema Vertrocknung hat Manfred Deix schon vor Jahren anlässlich Haiders 50. Geburtstags beschrieben:"Naja, schener wird er nimmer. Jetzt trickert er ein."
Jedes unhinterfragte, unkritische Verharren auf Prinzipien interpretiere ich als dumm, in einer Wirklichkeit, in welcher sich Intelligenz primär durch die Fähigkeit zur kreativen Problemlösung und Gestaltung sowie flexiblen Anpassung an sich ständig ändernde Randbedingungen manifestiert.
Da die Realität nicht "humanistisch" funktioniert, ist fundamentaler Humanismus ebenfalls Unfug.
Dieser kann ein wünschenswertes Ziel sein, auch das meine, aber mehr auch nicht.
Ihr postuliertes Prinzip, dass Humanismus in
der Realität nicht funktioniert, könnte man
als ein unhinterfragtes Dogma verstehen.
Ich kenne Beziehungen (auch Gesellschaften),
wo Humanismus funktioniert, wenig funktioniert, überhaupt nicht funktioniert.
Humanismus bedeutet kein in sich verharrendes Prinzip, sondern Annäherung daran, folglich Bewegung.
Der Weg ist das Ziel; das Ziel jedoch mMn nahezu absolut.
Um diese Diskussion fortführen zu können, müsste ich Ihre persönliche Definition von Humanismus kennen.
Ich beziehe mich auf die Wikipedia Definition. Diese fundamentalistisch angewendet (also in der Annahme, überall und immer könne man Gewaltfrei und Tolerant agieren) ist, da überzeugen mich Ihre Worte nicht, für mich Unfug.
Wenn es lokale Beispiele funktionierenden Humanismus gibt, so ist das wunderbar, aber kein Anlass für Fundamentalismus.
In meinem persönlichen Humanismus mit Fokus auf Toleranz gibt es dennoch nicht tolerierbare Dinge - Radikalität und Fundamentalismus. Denn Intoleranz kann auch die Toleranz nicht völlig tolerieren.
Misik-Beiträge wirken immer so verzweifelt pseudo-ironisch möchtegern-intellektuell.
Das ist ja nicht einmal besonders lustig, geschweige denn, dass es irgendeinen Informationsgehalt hätte.
Hat das irgendjemanden über dem Niveau eines 15-jährigen pubertären Kurzzeitkommunisten, der gerade versucht, Lacan zu lesen, um intellektuell zu wirken, vom Hocker?
ohne den pseudo-lustigen Misk verteidigen zu wollen.
Im ersten Teil gibt's wahrlich wenig Inhalt, das liegt aber an den konservativen Argumenten, die Misk zitiert. Es sind eben diese Argumente (Homo-Ehe bedroht die Familien), die völlig inhaltsleer sind (nirgends wird erklärt, wie diese Bedrohung funktioniert), und deren Inhaltsleere wird über das Zitieren halt auf den Beitrag projiziert.
So um Minute 5 finden sich allerdings sehr handfeste Inhalte. Kernaussage: Man solle sich doch einmal Romane durchlesen, die die Gefühlskälte und emotionale Leere der prototypisch konservativen Familie beschreiben - und dann noch einmal urteilen, ob's jetzt wirklich schlimmer ist. Dieser sehr gute Gedanke wäre durchaus einer Kritik durch Sie wert.
das liegt an den konservativen argumenten und nicht daran, daß misik irgendwas aus dem zusammenhang reißt, um seinen gleich eingangs gesagten satz, daß konservative quasi per se doof sind, zu untermauern.
und als realitätsbestätigung werden dann noch irgendwelche romane erwähnt, wobei nicht ganz klar ist, welche überhaupt gemeint sind.
gebe der u-bahn recht: da ist kein inhalt, nur dilettantische polemik.
Sie und U-Bahn argumentieren offensichtlich voll aus der Defensive, Sie fühlen sich angegriffen. Ist zwar Ihr gutes Recht, trägt aber nicht zu einer konstruktiven Diskussion bei.
Lassen Sie doch bitte persönliche Betroffenheiten bei Seite, und nehmen Sie Misks Erwähnung der Romane nicht als absolute Wahrheit sondern schlicht als Gedankenanregung. Und wenn ich meine Gedanken entlang dieser Linie schweifen lasse, dann fallen mir viele Indizien aus meinem persönlichen Umfeld für diese Theorie ein: Je dogmatischer ein Weltbild ist, desto gefühlskälter wird diese Person. Es ist für Gefühle weniger Spielraum da. Beispiel Homo-Ehe: Jegliche Empathie gegenüber Homosexuellen wird durch das "Ja keine Homos"-Dogma verhindert.
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