Götz Spielmann für "Revanche" ausgezeichnet

Redaktion, 5. April 2008, 22:30

Preis für den besten Spielfilm für Marko Doringers "Halbes Leben"

Graz - Der Große Diagonale-Preis für den besten Spielfilm wurde Samstagabend in Graz an Götz Spielmann für seinen Film "Revanche" verliehen. Zum besten Dokumentarfilm wurde "Halbes Leben" von Marko Doringer gekürt. Beide Auszeichnungen sind mit je 15.000 Euro sowie diversen Sachpreisen dotiert.

Der 47-jährige Spielmann zeigt in seinem Streifen das "verbotene" Pärchen Alex und Tamara - sie eine Prostituierte, er ein Handlanger des Chefs. Gemeinsam überfallen sie eine Bank, um mit dem Geld durchzubrennen. Bei der Flucht fällt ein Schuss, Tamara wird getroffen und stirbt. Die Beute ist für Alex nichts mehr wert und er macht sich auf den Weg, den Tod seiner Geliebten zu rächen.

Preis für Innovatives Kino geteilt

Der Diagonale-Preis für Innovatives Kino wurde geteilt zwischen "Running Sushi" von Mara Mattuschka und "Vertigo Rush" von Johann Lurf. Den Preis der Diözese Graz-Seckau für den besten Kurzdokumentar- oder Kurzspielfilm erhielt Emanuel Danesch für "livesafelyineurope". Als bester Nachwuchsfilm wurde "Wir bitten Dich, verführe uns! We beg you to seduce us!" von Carola Schmidt mit dem Preis der Jugendjury (4.000 Euro) ausgezeichnet. Eine lobende Erwähnung gab es für die Miniserie "tschuschen:power" von Jakob M. Erwa.

Für die beste Bildgestaltung wurden ebenfalls der Spielfilm "Revanche" (Kamera: Martin Gschlacht") und der Dokumentarfilm "Der Weg nach Mekka" (Kamera: Joerg Burger) preisgekrönt. Für den Schnitt erhielten der Spielfilm "Import Export" und die Dokumentation "drent und herent" den Diagonale-Preis des Verbandes Film- und Videoschnitt.

Der Carl-Mayer-Drehbuchpreis der Stadt Graz wurde ebenfalls am Samstag verliehen: Der Hauptpreis in der Höhe von 14.500 Euro ging an Markus Mörth für "Pony", der Förderungspreis (7.200 Euro) wurde in diesem Jahr nicht vergeben, da "das Potenzial für einen Kinofilm offensichtlich sein sollte". Für das nächste Jahr erhoffe sich die Jury wieder "besser durchdachte und ausgearbeitete Stoffe". Der Würdigungspreis des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur in der Höhe von 16.600 Euro erging an Peter Röhsler - der Förderungspreis (7.300 Euro) an Dariusz Krzeczek und Martina Kudlacek.

Der Thomas-Pluch-Drehbuchpreis (11.000 Euro) erhielt Ernst Gossner für das Drehbuch zu "South Of Pico". Der Förderpreise für die beiden besten Drehbücher von Nachwuchsautoren in der Höhe von jeweils 5.500 Euro ergingen an Lukas Miko für "Das gefrorene Meer" sowie Libertad Hackl und Lena Kammermeier für "Bleiben will ich, wo ich nie gewesen bin". (APA)

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13 Postings
Chris_SM
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Ich freue mich auf Revanche

Bis jetzt habe ich über diesen Film nur gutes gehört. Das Hollywood-Branchenblatt Variety z.B. meint, dass dieser Film große Erwartungen an Götz Spielmann erwecke, und er "the next big thing from Austria" sein könnte. Schon Spielmanns vorheriger Film Antares hat mir recht gut gefallen, obwohl vielleicht noch ein paar Prozent zur absoluten Weltklasse gefehlt haben. Ich hoffe es gelingt, diesen Film ordentlich zu vermarkten, um ihm bei den so skeptischen Zuschauern eine Chance zu geben.
Ich werde ihn mir jedenfalls anschauen.

JC Denton
 
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Diagonlae 08: ein paar wirklich gute Filme, aber die Preisträger... was warn das für eine Jury?

Hab mir viel angesehen, hier meine 2 cents:

In jeder Hinsicht gelungene Komödien: Midnight Madness und Distant Trumpet, sowas kriegen die lahmarschigen Ösis einfach nicht hin, da brauchts schon Letten und Serben!

Seidls Import Export läuft ausser Konkurenz, zu gut (und zu österreichisch) für Österreich.

Free Rainer: Der Weingartner hat gut angefangen mit Das Weisse Rauschen, seit seinem Gymnasiasten-Aktionismus-Popcornkino mit Die Fetten Jahre wirds leider peinlich, Free Rainer ist vom Ansatz her lobenwert, aber in jeder Hinsicht gescheitert.

Ein paar nette Kurzfilme, aber zuviele Fingerübungen mit dem Charakter von Hausaufgaben und keine Kunstwerke, die auf ein Filmfestival gehören.

Mein Sieger wäre STROBOSCOPIC NOISE.

milo66
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Wenn in Österreich nix besseres mehr produziert wird als die exhibitionistischen Filme von Mara Mattuschka oder die voyeuristischen von Götz Spielmann, dann lässt man es besser gleich bleiben! Brrrr!!!!!

Tina Tsornigg
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Sie sollten Filme machen! würde Ihnen schlagartig besser gehen und der Filmgeschichte würde augenblicklich wieder gut.

Joao Pinto1
01

dürfen nur filmemacher filme kritisieren?

milo66
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He, verbirgt sich unter deinem preudonym etwa m.m.? Würde punktgenau ins bild passen...

eyeinthesky
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die tststststsornig

empfiehlt immer jedem, der filme kritisiert, selber filme zu drehen oder seine filme herzuzeigen... könnte es sein, dass sie sich selbst damit sehr schwer tut? jedenfalls könnte sie sich diese 0815 statements sparen und einmal was konstruktives in diesem forum beitragen. befremdlicherweise verlangt sie auch, dass man einen nickname siezt. deshalb: ich tarzan - du zornig?

Tina Tsornigg
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Nein. Und per Du sind wir auch nicht.

leo janeselli
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haben sie eine ahnung!

JC Denton
 
01
Gratulation an Götz Spielmann. Ich hätte den Preis aber eher Ulrich Seidl gegönnt.

Über Seidl kann man streiten, und das ist gut so. Er hat einen weilweit einzigartigen Stil gefunden und ist i.m.h.o. der genialste (bzw. einzige wirklich geniale) lebende österr. Filmkünstler.

interesse 1
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ein diagonale-Preis an Seidl?

Die Frage ist nur, ob Ulrich Seidl diesen Preis auch angenommen hätte. Denn die "diagonale" ist doch leider ein sehr "provinzielles" nationales, also maximal für Teile von Österreich bedeutendes Festival. Und Seidl bewegt sich doch eher "global" und international. Ebenso Haneke.

Joao Pinto1
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geh natürlich hätte er das...

Tina Tsornigg
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Seidl hätte den Preis angenommen. Er hat an einer Diagonale-Veranstaltung teilgenommen.

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