Virenschutz durch Netzbetreiber: Neues Produkt für mobiles Breitband

4. April 2008, 10:14
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"A1 Internet Security" fängt Viren bereits im Netz ab - Zusätzliche Client-Software scannt Festplatten und andere Datenträger

In Österreich gibt es rund 500.000 mobile Breitbandanschlüsse, knapp ein Viertel der heimischen Haushalte mit Internetanschluss bewegt sich ausschließlich damit im Netz -Tendenz steigend. Auf diesen Zug ist die Mobilkom Austria (A1) nun mit dem Thema Internetsicherheit aufgesprungen. Das neue Produkt "A1 Internet Security" für mobiles Breitband fängt Viren im Netz ab, bevor sie den Rechner erreichen.

"Weltweit einzigartige" Sicherheitslösung

Die laut Mobilkom "weltweit einzigartige" Sicherheitslösung wurde in Zusammenarbeit mit der österreichischen Sicherheitssoftware-Firma Ikarus entwickelt. Das Konzept von "A1 Internet Security" sei "die Komplexität vom Endanwender wegzunehmen" sagte Ikarus-Geschäftsführer Josef Pichlmayr bei der Präsentation des neuen Produktes am Donnerstag in Wien. Die Malware wird aus diesem Grund schon am zentralen Proxy-Server der Mobilkom entfernt. Geht der User nun auf eine Website mit einem schädlichen Code, wird Seite automatisch geblockt und der User vom Programm über gescheiterte Attacke informiert.

"Wir sind jeden Tag mit 20.000 neuen Viren konfrontiert"

Mit "A1 Internet Security" wolle die Mobilkom vor allem dem unüberschaubaren Bedrohungsbild der Internetkriminalität entgegenwirken, erklärte Pichlmayr: "Wir sind jeden Tag mit 20.000 neuen Viren konfrontiert. Der Trend geht in Richtung Trojaner, das heißt der Angreifer will nicht, dass die Attacke erkennbar ist. Der Einzelne hat nahezu keine Chance mehr, sich zu wehren." Sowohl die angebotenen Systeme als auch die dafür programmierten Viren werde zusehends komplexer, so der Sicherheitsexperte.

A1 will mit dem Produkt "Sicherheit bieten, ohne dass sich die Kunden selbst permanent darum kümmern müssen", sagte Mobilkom Austria-Marketingvorstand Hannes Ametsreiter. Für "Rundumsicherheit" direkt auf dem PC sorgt die zusätzliche Client-Software, führte er weiter aus. Sie scannt unter anderem E-Mails, Festplatten, CDs, DVDs oder USB-Sticks auf Viren und aktiviert die Firewall des Betriebssystems.

Drei Euro

Die Mobilkom verlangt für "A1 Internet Security" nach einer 30-tägigen kostenlosen Testphase drei Euro im Monat. Konzipiert ist es für Windows XP und Vista, anderen Betriebssysteme werden nicht unterstützt.(APA)

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