Daten zur ORF-Quotenlücke

2. April 2008, 18:34
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Astra liefert Umfrage zum "digitalen Sprung"

Ein Jahr liegt die größte ORF-Programmreform aller Zeiten am 10. April zurück. Mit ihr fielen die Marktanteile des ORF ruckartig. Laut Küniglberg lag das vor allem am Umstieg auf Digital-TV, vor allem auf digitales Satfernsehen. Dazu lieferte Satplattform Astra Mittwoch Daten.

Vom "digitalen Sprung" spricht Astra-Manager Wolfgang Elsäßer zwischen Ende 2006 und Ende 2007: von einer Million digitaler Sathaushalte auf 1,46 binnen eines Jahres laut GfK-Umfrage.

Digitales Satfernsehen bietet ein Vielfaches analoger Kanäle; in der Vielfalt kann man sich schon verlaufen. Betont der ORF (der aber meist auf den ersten Kanälen programmiert ist). Noch leichter verirrten sich jene, die von allein analogem Antennen-TV (ORF 1, ORF 2, ATV) in die digitale Satvielfalt wechselten. Das waren laut GfK Ende 2007 nur 120.000 Haushalte mehr als 2006.

Digital-TV trug zum ORF-Schwund bei, Programm half

Österreich hat nicht erst seit 2007 den höchsten Anteil an Satsehern (55 Prozent vor Deutschland mit 45 laut GfK). 130.000 weniger als Ende 2006 schauten allein über Antenne - also insgesamt noch 250.000 Haushalte. 150.000 davon wiederum haben erst seit Herbst mit digitalem Antennenfernsehen sechs statt drei Kanäle.

Daraus kann man schließen: Digital-TV trug zum ORF-Schwund bei. Das Programm half tatkräftig.

Astra macht mobil

Astra will seine dominierende Marktposition 2009 mit Internetzugang über Sat und (gemeinsam mit Konkurrent Eutelsat) mit mobilem Satempfang ausbauen. (fid/DER STANDARD; Printausgabe, 3.4.2008)

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    grafik: der standard
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