Ein Ausraster mit blutigen Folgen

9. April 2008, 09:40
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Der als besonnen geltende Russe Michail Juschnij verlor in der dritten Runde des Masters-Series-Turniers in Miami die Nerven und schlug sich selbst, bis Blut floss

Michail Juschnij gilt nicht gerade als "Enfant terrible" des Tennissports, dennoch sorgte der Russe in der dritten Runde des Masters-Series-Turniers in Miami am Montag für jede Menge Aufsehen. Nach einem sogenannten unerzwungenen Fehler rastete der Moskauer aus und fügte sich selbst eine Kopfverletzung zu.

Das Ganze ereignete sich im Entscheidungssatz der Partie gegen Nicolas Almagro: Der Spanier servierte bei 5:4 auf das Match, Juschnij erkämpfte sich eine Breakchance, vergab diese allerdings und schlug mit der Rückhand ins Netz. Das war dem ansonsten als besonnen geltenden Moskauer dann entschieden zu viel, der 26-Jährige schlug sich den Schläger dreimal so heftig an den Kopf, dass Blut beim Haaransatz hervorquoll.

Dem Physiotherapeuten gelang es, die Blutung prompt zu stoppen. Almagro ließ sich von der skurrilen Unterbrechung so sehr beeindrucken, dass er, als es nach einigen Minuten weiter ging, nicht nur das Game, sondern wenig später auch das alles entscheidende Tiebreak mit sechs zu acht verlor. In der nächsten Runde kam für Juschnij dann das Aus: Die Nummer elf des Turniers musste sich dem Serben Janko Tipsarevic mit 6:3, 0:6, 3:6 geschlagen geben. (red)

  • Michail Juschnij bei seinem Wutanfall.

    Michail Juschnij bei seinem Wutanfall.

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