Lotterien verspielen fast halben Gewinn

Redaktion, 25. Mai 2008 17:23
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    Lotterien-Chef Karl Stoss (rechts) und sein Vize Friedrich Stickler sehen in Österreich kaum mehr Möglichkeiten für Wachstum. Die Lotterien prüfen daher erste Schritte ins Ausland.

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Der Trend zum Online-Spiel und Rückgänge bei traditionellen Lotto-Produkten haben den Österreichischen Lotterien 2007 einen massiven Ergebniseinbruch beschert

Wien - Die Österreichischen Lotterien haben 2007 deutlich weniger verdient und erwarten auch heuer keine Erholung des operativen Gewinns. Der Trend gehe zu Online-Spielen, die eine höhere Ausschüttungsquote (90 Prozent) als die klassischen Lotto-Produkte haben, erläuterte Lotterien-Vorstandschef Karl Stoss die unerfreuliche Entwicklung.

Aber auch bei "klassischen Produkten" wie Rubbellosen sei die Umsatzstagnation mit einer von 52,5 auf auf 55 bis 67,5 Prozent erhöhten Ausschüttungsquote auf Kosten des Ertrags gestoppt worden. Und bei den Lottos "6 aus 45" und "Euromillionen" sei die geringe Zahl von Jackpots für die rückläufige Entwicklung verantwortlich, hieß es.

In Zahlen gegossen bedeutet dies für die Lotterien bei einem Umsatzzuwachs von 1,3 Prozent auf 2,067 Mrd. Euro einen Rückgang des operativen Ergebnisses um 40 Prozent: von 27,4 auf 16,4 Mio. Euro.

Der Jahresüberschuss reduzierte sich auf 24,8 Mio. Euro (nach 33,1 Mio. im Vorjahr), als Dividende werden erneut 24 Mio. Euro gezahlt. Den Casinos Austria gehören 68 Prozent der Lotterien, sechs Prozent dem ORF, die restlichen 26 Prozent halten Banken und Versicherungen.

2008 würden die Lotterien dieselbe Dividende wie 2007 ausschütten können, kündigte Stoss an, das operative Ergebnis werde "stagnieren."

Auslandspläne

Die Wachstumschancen in Österreich seien begrenzt, weshalb man auch bei den Lotterien die Expansion ins Ausland überlege. Ein erster Schritt könnte in Argentinien erfolgen, wo die Gruppe eine Spielkonzession für die Provinz Salta besitzt und von dort aus den argentinischen Markt aufrollen möchte.

Zufrieden zeigte sich Stoss mit dem ersten Quartal 2008. Das Jahr sei gut angelaufen, der Umsatz in den ersten drei Monaten um 9,2 Prozent auf 556,4 Mio. Euro gestiegen.

Der Anfang Februar eröffnete Online-Pokerroom habe der Tochter Win2day (gehört zu je 50 Prozent den Casinos Austria und den Lotterien) bereits 25.000 Neukunden beschert. Insgesamt habe Win2day rund 330.000 registrierte User. Der Ertrag beim neuen Pokerprodukt macht 2,5 Prozent der getätigten Einsätze aus.

Trotz der Ergebnisstagnation gebe es keine Pläne für einen Mitarbeiterabbau, innerhalb der Gruppe solle es aber zu einer "weiteren Bündelung der Kräfte" kommen. "Backoffice, zentrale Dienste und Stäbe kann man zusammenlegen, beide Unternehmen bleiben aber eigenständig", so Stoss, der auch Chef der Casinos Austria ist. Dort soll der Aufsichtsrat am Freitag entscheiden, ob das Hauptquartier in ein Gebäude bei den Lotterien übersiedelt. Das Ringstraßenpalais würde dann vermietet. (Gabriele Kolar, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 3.4.2008)

sabs
10.04.2008 18:26
wohl kaum verwunderlich

Nachdem wir in einem absolutem Internet-Zeitalter leben, ist es wohl kaum verwunderlich, dass die analogen Glücksspiele weniger Umsatz bescheren. Traditionelles Lotto spielen, mag für viele noch immer seinen Reiz haben, aber online Spiele sind auch für mich persönlich interessanter und umfangreicher. Das Variantenreichtum ist groß und seit wenigen Monaten gibt es nun auch endlich eine österreichische Poker-Plattform auf win2day. Noch dazu kann man von Zuhause aus gemütlich in verschiedene Spiele "reinschnuppern", auch ohne dabei zu bezahlen. Ich hoffe, dass die online Casinospiele noch weiterhin ausgebaut werden in den nächsten paar Jahren!

levida hölzl
10.04.2008 00:32
Online-Glücksspiel boomt eben!

Im Zeitalter des Internets wundert es mich ehrlich gesagt nicht, dass die "traditionellen Produkte" wie Rubellose nicht mehr so oft konsumiert werden.
Auch ich selbst spiele vermehrt im Netz, vorallem Poker, aber dadurch dass ich den Traum einmal selbst zur Millionärin zu werden nicht aufgeben will, spiele ich auch Euromillionen und Lotto, alles auf win2day.
Ich persönlich habe nichts gegen eine Monopolstellung, weil da die Sicherheitsvorkehrungen einfach stimmen und das Glück kann man nirgends beeinflussen!

Automatenverband.at
07.04.2008 08:52
Derzeit 80 bis 90 Casinos an den Grenzen Österreichs (Zitat-Stoss)


und weitere in Planung und Bau.

Das zeigt sehr deutlich, dass weder die Lotterien und die österreichischen Casinos noch das überregulierte, nur in zu wenigen Bundesländern vorhandene und oft extrem besteuerte Kleine Glücksspiel den heutigen Marktbedürfnissen auch nur annähernd gerecht werden.

Der Staat als Monopolist hat
im, längst weltweiten, Wettbewerb einmal mehr zum Nachteil der Bürger versagt.

Das Abwandern der Spieler zu hochauszahlenden Online-Glücksspielanbietern aus Niedrigststeueroasen wird dadurch auch noch drastisch gefördert.

Jeder der behauptet man könne das ausländische Online-Glücksspiel erfolgreich und wirksam verbieten hat entweder keine Ahnung oder lügt uns an !

Absehbares Resultat : Geld in der Karibik und die Probleme verbleiben Land !

Kennen wir ja schon aus anderen Fällen !

mike sierra
03.04.2008 15:37

Spielt mehr Lotto oder ich werde noch lauter!

K.P.S.
03.04.2008 09:45
Vielleicht sollten die Lotterien selber spielen ?

Das Glück ist ein Vogerl, manchmal auch ein großes. (Pleitegeier ?) Dass den Herrn Stoss beim Spiel die Fortune verlässt, stimmt verwunderlich, gilt die Branche weltweit doch als die krisensicherste ! Wenn sogar Salzbaron Androsch mit bet & win nicht zu den Dauersiegern zählt, ist vielleicht noch etwas faul im Staate Österreich ?

HiRn
03.04.2008 09:29
Naja mitarbeiter abbau bei den lotterien

dann geht man halt zur konkurenz z.b bwin die suchen leute genug und bezahlen auch besser :)

HiRn
03.04.2008 09:27
Hat das monopol das klagen das intregieren gegen die

konkurenz nix gebracht? das produkt nicht konkurenzfähig? oder die gewinnchancen so schlecht? oder die bezahlung der mitarbeiter? :)

Nubus124
04.04.2008 15:07
oder die bezahlung der mitarbeiter?

JUC??

Glücksspielgesetz
02.04.2008 21:57
Toi, Toi ,Toi

Glaub´an die Wahrscheinlichkeitsrechnung...

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