Molterer: "Eine Hand" soll alle Lehrer finanzieren

3. April 2008, 14:18
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Vizekanzler: Ob Finanzierung allein beim Bund liegen soll, müsse mit Ländern verhandelt werden, Hahn begrüßt Personalhoheit für Direktoren

Wien – Finanzminister Wilhelm Molterer (ÖVP) sprach sich am Mittwoch dafür aus, dass die Lehrerfinanzierung „aus einer Hand“ kommen soll – aus welcher auch immer. Ob das in Zukunft – wie von Bildungsministerin Claudia Schmied (SPÖ) und der rot-schwarzen Staatsreform-Arbeitsgruppe gefordert – die des Bundes sein soll oder vielleicht doch die der Länder, ließ der Vizekanzler offen. Eine Zusammenführung sei sicher Inhalt einer „klugen Verwaltungsreform“, sagte Molterer. Wer letztendlich die Lehrerfinanzierung übernehmen soll, sei in den Verhandlungen mit den Ländern zu klären, schloss sich Wissenschaftsminister Johannes Hahn (ÖVP) seinem Parteichef an. Hahn unterstützt aber Schmieds Plan für Personalhoheit für Schuldirektoren nachdrücklich. SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser will das Recht der Schulleiter, sich die Lehrerinnen und Lehrer „unter nachvollziehbaren Kriterien“ selbst aussuchen zu können, mit einem „demokratischen Element“ anreichern. Die Eltern sollten in der Personalkommission ihrer Schule Mitspracherecht bei der Auswahl der Pädagogen haben. (nim/DER STANDARD-Printausgabe, 3. April 2008)
  • Bereits jetzt finanziert der Bund einen Großteil der Landes-LehrerInnen. Unterrichtsministerin Schmieds Vorschlag, dass die Finanzierung künftig aus einer Hand kommen soll, hält auch Vizekanzler Molterer für sinnvoll.
    foto: cremer

    Bereits jetzt finanziert der Bund einen Großteil der Landes-LehrerInnen. Unterrichtsministerin Schmieds Vorschlag, dass die Finanzierung künftig aus einer Hand kommen soll, hält auch Vizekanzler Molterer für sinnvoll.

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