Österreicher haben gefestigte Identität - Mathematikerin zum Quadrat

1. April 2008, 21:10
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Österreicher haben gefestigte Identität

In dem vom Jubiläumsfonds finanzierten Projekt untersuchten Wolfgang Schmale (Foto) vom Institut für Geschichte der Universität Wien und Rainer Gries vom Jena Center für Geschichte des 20. Jahrhunderts das Bild der "Ostdeutschen" in westdeutschen und österreichischen Medien vor und nach dem Berliner Mauerfall 1989. Wie Medien über andere schreiben, sagt auch viel über die eigene Befindlichkeit aus. Sogenannte Alteritätsdiskurse - eben das Sprechen über Andere - sind also immer auch Identitätsdiskurse. Davon gingen Schmale und Gries aus und erkannten: Die österreichischen Reaktionen auf die Deutsche Wiedervereinigung waren viel schwächer als jene in den westdeutschen Medien.

Die Schlussfolgerung der Wissenschafter: Österreicher haben eine gefestigte nationale Identität. Schmale, 1956 in Würzburg geboren, ist Ordinarius für Geschichte der Neuzeit an der Universität Wien. Er schrieb mehrere Bücher, unter anderem "Die Geschichte der Männlichkeit in Europa" (Böhlau Verlag). Der 1958 geborene Historiker Rainer Gries schrieb Bücher über die Geschichte der DDR, z. B. "Sozialistische Helden". (red)

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www.univie.ac.at

Mathematikerin zum Quadrat

Der Kärntnerin Vera Hofer (36) ist am Montag ihre zweite Doktorwürde "sub auspiciis" verliehen worden. Nach der Allgemeinen Mathematik an der Uni Graz (2005) bekam die Wissenschafterin die Auszeichnung nun auch an der Alpen-Adria Universität Klagenfurt, wo sie das Studium der Technischen Mathematik abschloss. Seit 1952 gelang dieses Kunststück in Österreich nur vier Personen. (APA, red)

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www.uni-klu.ac.at
www.uni-graz.at

(DER STANDARD, Printausgabe, 2.4.2008)

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    foto: der standard
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