
Wie zu erwarten war, ist der Wandel von Direktoren zu Managern mit Budgethoheit nicht unumstritten.
Gerlinde Mayer-Kral, Direktorin der Volkschule Eslarngasse im dritten Wiener Gemeindebezirk, begrüßt die Idee im Gespräch mit derStandard.at: "Natürlich bin ich als Direktorin daran interessiert, mein Personal selbst auszusuchen. Ich war in der Personalvertretung der Lehrer tätig und weiß, dass es manchmal ein Problem sein kann, Argumente für die Verteidigung einiger Kollegen zu finden."
Machtspiele
Pflichtschullehrer-Gewerkschafter Walter Riegler erkennt "keinen Vorteil" in den Reform-Wünschen der Bundesministerin. "Je weiter die Entscheidungszentralen vom Ort weg sind, umso negativer ist das." Es gehe seiner Meinung nach nur darum, "Macht an sich zu reißen."
Lehrer an Volks-, Haupt-, Sonder- und Polytechnischen Schulen sind derzeit Dienstnehmer der Länder. An allgemeinbildenden (AHS) und berufsbildenden mittleren und höheren Schulen (BMHS) ist schon bisher der Bund Dienstgeber. "Die Pflichtschullehrer wurden jedoch auch bisher vom Bund bezahlt, egal ob das Land der Arbeitsgeber ist. Ich fände es günstiger, wenn gleich beides aus einer Hand kommt", sagt Mayer-Kral.
Politischen Einfluss zurück schrauben
"Im Zentrum muss stehen, parteipolitische Einflüsse bei der Direktoren- und Lehrerbestellung zugunsten von Können und Qualifikation, von Motivation und Einsatz zurückzuschrauben", so Gerhard Riemer, Bereichsleiter für Bildung, Innovation und Forschung der Industriellenvereinigung, in einer Aussendung.
Bei der Qualitätsverbesserung des Lehrpersonals würde Lehrergewerkschafter Riegler früher ansetzen, meint er gegenüber derStandard.at: "Sinnvoll wäre eine Eingangsüberprüfung für alle, die Lehrer werden wollen. Dadurch könnte man sicher einige 'Lehrerschicksale' vermeiden und Menschen helfen, die sich in ihrer Berufswahl irren."
"Hatscht und hinkt"
Die Volksschul-Direktorin sieht das ähnlich: "Es wäre wünschenswert, das skandinavische Modell anzustreben: Also Lehrer schon vor der Ausbildung auszusieben." Zielführend sei es ihrer Meinung nach auch, die Lehrerausbildung zu vereinheitlichen, denn "so wie es jetzt ist, hatscht und hinkt es an allen Seiten."
Damit Schmieds Reformpläne eine Chance haben, müssen sie bis Juli 2008 dem Ministerrat als Reformpaket vorliegen. Änderungen müssen bis dahin als Teil der Verfassungs- und Verwaltungsreform fixiert sein. (jus, derStandard.at, 1. April 2008)
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DAS IST NICHT IHR PERSONAL UND ES IST NICHT IHR GELD.
es handelt sich um unser personal und um unser geld. sie sind lediglich vom volk beauftragt das ministerium zu führen, das land zu regieren. mit dem nötigen respekt vor dem Souverän, welcher die geldmittel zur verfügung stellt.
das problem:
schuldirektoren SIND keine manager sondern lehrer mit dem richtigen parteibuch und keinerlei ausbildung in richtung führung.
wenn man sich endlich qualifizieren müßte um für eine schulleitung in frage zu kommen hätten wir eine menge probleme weniger und dann könnte man auch die vorgeschlagenen aufgaben an die schulleitungen abgeben.
zum status quo ist das glaub ich eher nicht ratsam.
seine Position wird dadurch gestärkt, keine pädagogische Mischung mehr möglich, die Haltung und Linie eines einzelnen bestimmen dann über das (Un)glück vieler. Daher nur, wenn Eltervertreter oder Gemeinde bei der Auswahl des Direktors ein Mitsprachrecht haben - ohne Kündigungsschutz!!!!
langjährigen Wunsch, daß sich die Schullehrer die Lehrer selbst aussuchen können, nicht schon längst erfüllt hat ? Man kann sich wohl eigene Bestrebungen vom Koalitionspartner servieren lassen um dann die Verantwortung bei der Durchführung abzuschieben.Abzuwarten wäre, nach welchen Gesichtspunkten, die SchulleiterInnen ihre LehrerInnen auswählen, und was mit denen geschieht, die aus welchen Gründen immer, nicht beschäftigt werden.
ich hätte da mal ne Frage: kennt jemand von Ihnen einen gekündigten Lehrer? Also einen, der umschulen musste und jetzt was ganz anderes macht?
Ich habe noch keinen kennengelernt - nur pensionierte oder gesundheitlich bedingt freigestellte.
Ich mein ja nur - wegen der theoretischen freien wahl der Direktoren ...........
zwei davon, weil sie offenbar ungeeignet waren.
Einer wurde entlassen (wegen Nichterbringen des Arbeitserfolges), einige wurden mit einem Bettel frühpensioniert.
In einigen mir bekannten Fällen sind Lehrer einfach am Beruf zerbrochen und als psychische Wracks mit einer Minipension nach Hause geschickt worden. Eine Rehabilition wurde nie versucht.
Es handelte sich durchwegs um engagierte und qualifizierte Lehrkräfte, die es halt einfach nicht mehr geschafft haben.
diese vorstellung, dass lehrer und juristen, wenn sie irgendwelche berufsfremde sachausbildung geschafft haben ein leben lang vom staat finanziert werden ohne jemals einen echten leistungsnachweis erbringen zu müssen sollte irgendwann rückstandslos eliminiert werden. bei den juristen ist es schon geschehen, die lehrer, aber vor allem deren funktionäre wollen es wohl noch immer nicht begreifen
natürlich kann das nicht auf dem rücken der lehrer und -innen allein ausgetragen werden - die ausbildung und vor allem die lebenslange weiterbildung sowie eine weiter- oder veränderungs-qualifikation muss entwickelt werden und natürlich eine kontinuierliche evaluation.
und dafür sollen die wirklich qualifizierten auch sehr gut bezahlt werden!
Qualifiziert sein heißt, die Qualifikationen für eine Stelle nachweisen zu können. Das lässt sich faktisch belegen.)
Die übrige Entsorgungsrhetorik möchte ich nicht kommentieren. Vielleicht schreiben Sie ja noch ein Bücherl über die endgültige Lösung der Lehrerfrage oder so.
wenn der Direktor Führungsqualitäten hat. Auch sollte pro Kind ein gewisser Betrag gezahlt werden, da sollen dann auch die Kosten für die Lehrer bzw. zusätzliches Personal wie z.B. Sozialarbeiter enthalten sein. Eine Schule, die keinen Sozialarbeiter oder Psychologen benötigt, kann dann das Geld für zusätzlichen Unterricht ausgeben. Dadurch entsteht auch ein gewisser Druck auf erziehungsunwillige Eltern . Auch sollte man die Volksschule frei wählen können, auch da entsteht Konkurrenz.
da der Fisch am Kopf zu stinken beginnt, hätte ich mir gerne mal kompetente Politiker in jeder Ebene gewünscht - Bund wie Land und Kommunen.
Diese treffen dann fachlich fundierte parteilose Entscheidungen und suchen unter anderem auch fachlich versierte kompetente Direktoren aus. Auch die Landes- und Bezirksschulinspektoren etc sind dann fachlich kompetent. Dann läuft das nach unten weiter ....
Ja ich weiß eh: guten morgen - aufwachen!
leider Gottes strotzen die Schulen Österreichs nur so vor unfähigen Direktoren, die keine Führungsqualität besitzen, mit der Schulverwaltung nicht zurecht kommen, im Bereich Informatik Nieten sind, parteipolitisch denken und handeln, sich nur mit Mobbing zu helfen wissen.
Bevort man also privatwirtschaftlich zu denken beginnt, sollte man drei Viertel aller Direktoren rauswerfen und die Posten nach wirklich objektiven Richtlinien besetzen.
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