300 Millionen Euro Flüchtlingshilfe nötig

Redaktion, 20. Juni 2008 09:17

300.000 Flüchtlinge um Nairobi und im Westen nach Unruhen rund um Präsidentenwahl

Nairobi - Nach Ende der gewaltsamen Unruhen rund um die umstrittene Präsidentenwahl benötigt Kenia nun nach eigenen Angaben rund 304 Millionen Euro um Hunderttausenden Flüchtlingen einen neuen Start zu ermöglichen. Das Geld werde unter anderem gebraucht, um Häuser und Schulen wieder aufzubauen, teilte die Regierung in Nairobi am Freitag mit. Auch sei Langzeithilfe für einige der rund 300.000 Flüchtlinge eingeplant, die sich vor allem rund um die Hauptstadt und im Westen des Landes aufhalten.

Präsident Mwai Kibaki und der künftige Regierungschef Raila Odinga hätten bereits Gespräche mit Entwicklungshilfeorganisationen begonnen, um die Finanzierung für die Flüchtlingshilfe sicherzustellen, sagte die Ministerin für Sonderprogramme, Naomi Shaban, vor Journalisten. Darüber hinaus müsste aber auch im kommenden Staatshaushalt ein entsprechendes Budget für die Flüchtlinge eingeräumt werden.

Nach der Präsidentenwahl im vergangen Dezember war eine Welle der Gewalt in Kenia ausgebrochen. Da sowohl der damalige Oppositionsführer Odinga als auch Amtsinhaber Kibaki den Sieg für sich beansprucht hatten, lieferten sich deren Anhänger schwere Kämpfe. Rund 1.500 Menschen wurden seitdem in Kenia getötet. Unter Vermittlung des früheren UNO-Generalsekretärs Kofi Annan einigten sich die Kontrahenten schließlich auf eine Machtteilung. (APA)

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