Kritik an Darabos-Deal reißt nicht ab

19. April 2008, 15:13
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FPÖ will parlamentarische Untersuchung - BZÖ: Darabos ist "Totengräber" der Luftraumüberwachung

Wien - Die Kritik am Eurofighter-Deal von Verteidigungsminister Norbert Darabos reißt nicht ab und auch die Gerüchte über massive Probleme mit der Einführung des Systems halten sich hartnäckig. Für die FPÖ ist Darabos schon länger "reif zum Rücktritt". Abgeordneter Manfred Haimbuchner sieht die Luftraumüberwachung nicht gewährleistet und will eine parlamentarische Untersuchung. "Schwerste Defizite" in der Luftraumüberwachung ortet auch das BZÖ.

"Da die Eurofighter - trotz der fadenscheinigen Versicherungen des Ministers - nach dem Ende der EM nicht einsatzbereit sein werden, muss für eine Alternative gesorgt werden, um die Souveränität der Republik auch in der Luft weiterhin wahren zu können", forderte Haimbuchner, der den Grund für das "Chaos" bei den Fliegerkräften beim "Aufeinanderfolgen dreier unfähiger Minister" sieht.

"Totengräber" der Luftraumüberwachung

BZÖ-Wehrsprecher Gernot Darmann bezeichnete Darabos als "Totengräber" der Luftraumüberwachung und verlangte neuerlich die Offenlegung des jüngsten Eurofighter-Deals. Dieser habe nämlich zu "schwersten Defiziten" geführt, glaubt Darmann. Er bezieht sich dabei auf Berichte, wonach nur einer von den bisher gelieferten fünf Eurofightern flugfähig und die gesamte "Ersatzteilwirtschaft durcheinandergeraten" sein soll. So sollen bereits gelieferte Ersatzteile für die ursprünglich neuen Eurofighter zurückgeschickt werden und andere Ersatzteile für die von Darabos bestellten gebrauchten Maschinen geordert werden.

Im Ressort wurden diese Berichte stets zurückgewiesen. (APA)

  • Für die FPÖ ist Darabos "reif zum
Rücktritt".
    foto: matthias cremer

    Für die FPÖ ist Darabos "reif zum Rücktritt".

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