Oracle steigert Gewinn kräftig - Neue Software-Umsätze enttäuschen

4. April 2008, 11:10
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Oracle-Chef Larry Ellison gab in den vergangenen Jahren auf seiner Einkaufstour weit über 30 Milliarden Dollar für Übernahmen aus

Der US-Softwarekonzern Oracle profitiert weiter von seinem starken internationalen Geschäft und dem schwachen Dollar. Unter dem Strich verdiente der Konzern im dritten Geschäftsquartal 1,34 Mrd. Dollar und damit 30 Prozent als ein Jahr zuvor. Der Umsatz kletterte um 21 Prozent auf 5,35 Milliarden Dollar (3,4 Mrd. Euro), teilte Oracle am Mittwochabend nach Börsenschluss am Sitz in Redwood Shores (Kalifornien) mit.

Am Ende der Erwartungen

Der Gewinn je Aktie lag im Ende Februar abgeschlossenen dritten Geschäftsquartal bei 0,26 US-Dollar (0,20). Ohne Einmaleffekte betrug er 0,30 Dollar und entsprach damit genau den Analystenschätzungen. Allerdings lag das Plus bei den Lizenzumsätzen mit neuer Software am unteren Ende der Erwartungen. In der Branche ist dies eine wichtige Wachstumsgröße. Die Aktie verlor im nachbörslichen Handel deutlich um rund acht Prozent auf etwa 19,25 Dollar.

Einkaufstour

Oracle-Chef Larry Ellison gab in den vergangenen Jahren auf seiner Einkaufstour weit über 30 Milliarden Dollar für Übernahmen aus. Erst vor kurzem war Oracle nach langem Tauziehen mit seiner 8,5 Milliarden Dollar schweren Offerte für den US-Konkurrenten BEA Systems erfolgreich. Auch die deutsche SAP gab inzwischen ihre langjährige Zurückhaltung bei Zukäufen auf und übernahm für das französische Softwarehaus Business Objects für 4,8 Milliarden Euro.(APA)

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