Online-Game erzürnt Eltern durch virtuelle Brustvergrößerungen

4. April 2008, 10:56
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Die Spielerinnen sollen ihre Avatare mit Diät-Pillen dünn und mit Implantaten kurviger gestalten

Auf der Website wird "Miss Bimbo" (zu Deutsch "Tussi") als virtuelles Fashion-Spiel beschrieben, das vor allem Mädchen in eine zuckerlrosa Online-Gaming-Welt entführen will. Ziel ist es, die Berühmteste, Schönste und Begehrteste in der virtuellen Welt zu werden. Was in Großbritannien Mädchen zwischen 9 und 16 Jahren begeistern soll, lässt deren Eltern und Gesundheitsexperten aufschreien. Das Spiel sende Gefährliche Signale an die Kinder, heißt es.

Schönheit bringt Geld

Nach Angaben der Betreiber haben sich bereits über 250.000 User in der Online-Welt registriert. Die Konkurrenz soll mit der neuesten Mode und dem richtigen Aussehen übertrumpft werden. Letzteres soll auch mit plastischer Chirurgie erreicht werden. Befindet sich zu viel Speck auf den virtuellen Hüften, muss zu Diätpillen gegriffen werden. Die Registrierung ist zwar kostenlos, wer zum Star werden will, muss jedoch in sein Püppchen investieren. Die virtuelle Währung kann entweder gekauft oder auch erarbeitet werden, etwa durch die Teilnahme an virtuellen Schönheitswettbewerben.

Experten warnen

Der Schönheits- und Magerwahn sende gefährliche Signale an die Kinder, wird in den Medien geurteilt. Einem Bericht der TimesOnline zufolge, leiden bereits Kinder ab sechs Jahren zunehmend an Magersucht. Auch die Zahl der Schönheitsoperationen nehme unter Teenagern immer mehr zu. Die Erfinder des Spiels sehen das naturgemäß anders. "Miss Bimbo"-Erfinder Nicholas Jacquart sagte gegenüber dem Magazin, dass das Spiel ein positives Essgefühl verbreite. Wenn eine Spielfigur zu viel Süßes esse, würden zwar kurzfristig das Glücks-Level ansteigen. Auf längere Zeit gesehen habe es jedoch negative Auswirkungen. Für ihn sei das Spiel nur Spaß. (red)

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