Pickerlkosten fahren in die Höhe

14. April 2008, 15:01
posten

AK: Hohe Preisunterschiede bei Kfz-Pickerln

Wien - Wer ein neues Kfz-Pickerl braucht, muss tiefer in die Tasche greifen als noch vor einem Jahr. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Pickerlkosten nämlich um sieben Prozent gestiegen, hat die Arbeiterkammer (AK) erhoben.

Die Pickerlüberprüfung - korrekt: §57a-Begutachtung des Fahrzeuges - des Autos kostet laut AK derzeit je nach Automarke und Werkstatt zwischen 28,45 bis 77,76 Euro. Im Durchschnitt müssen Autofahrer für ihren Benziner mit 46 Euro, für ihr Dieselauto mit 48 Euro rechnen, ergab ein aktueller AK-Test bei 50 Autowerkstätten sowie bei Standorten der Autofahrerklubs ÖAMTC und ARBÖ in Wien. Günstigere Preise haben die Autofahrerklubs: ÖAMTC-Mitglieder zahlen für die Pickerlüberprüfung 28,45 Euro, ARBÖ-Mitglieder 29,25 Euro. Für Personenautos ist seit 2002 die erste §57a-Begutachtung drei Jahre nach der Erstanmeldung, die zweite Überprüfung nach weiteren zwei Jahren und dann jährlich vorgeschrieben.

Für eine Kfz-Technikerstunde könnten laut Erhebung zwischen 71 und 181 Euro (Service oder eine Reparatur) verrechnet werden. Der Preis hänge stark von der jeweiligen Automarke ab, so die AK.

Ein Spengler verlange 94 bis 127 Euro für eine Stunde Arbeit, eine Stunde Karosseriearbeit sei im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich 3,1 Prozent teurer geworden.

Wer einen Lackierer braucht, müsse mit 108 bis knapp 131 Euro rechnen - das sind im Schnitt 3,4 Prozent mehr als noch im Vorjahr, habe der AK-Test laut einer Aussendung vom Mittwoch ergeben.

Erhebungszeitraum war vom 19. Februar bis zum 10. März 2008. Dabei wurden die Preise für Arbeiten an Benzin- und Dieselautos von zwölf Automarken in der Bundeshauptstadt erfragt: Audi, BMW, Fiat, Ford, Mazda, Mercedes, Opel, Peugeot, Renault, Skoda, Toyota, VW. - Auszüge aus den Ergebnissen siehe Grafik links oben. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 27.03.2008)

  • Artikelbild
    grafik: standard
Share if you care.