IBM erwägt Abzug aus Wien

von Redaktion  |  11. April 2008, 10:15
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IBM zieht angeblich Zentrale für Osteuropa und Nahost aus Wien ab, 450 Jobs sollen nach Preßburg und Dubai verlagert werden

Der Volltext dieses auf Agenturmeldungen (z. B. APA und REUTERS) basierenden Artikels steht aus rechtlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung.
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IBM

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24 Postings
TRex30M
28.03.2008 18:41

Schade, dass IBM gehen will.
Wahrscheinlich ist es wiedermal eine reine Kostenfrage.
Wien ist ein recht teures Pflaster....

Jonas Malm
27.03.2008 10:07
IBM ist - wie zumeist - zu kompliziert

Viele andere internationale Konzerne tun sich diesen HQ Unsinn erst gar nicht an, sondern vergeben regionale Jobs und Führungspositionen an die besten Köpfe in einer Region, egal wo sie sitzen. Damit gibt es nur noch ein "virtuelles HQ", es müssen keine Leute herum geschoben werden und alles funktioniert besser - im Sinne der Kunden (und regionale Führungskräfte in verschiedenen Ländern vermitteln auch Kundennähe)... aber diese Werte gibt es wohl bei "Big Blue" nicht, zuvielen Top Managern geht es um lukarative Entsendungsverträge, zu Lasten der "normalen MA" und der Kunden (die den Pries dafür bezahlen)

Bender Rodriguez
26.03.2008 14:01
Hier wird zwar viel über die Gründe spekuliert...

aber warums wirklich passiert, steht nirgends.

Ich nehme nicht an, dass die Löhne von Spitzemangagern in Bratislava weit niedriger sind. (Vermutlich im Gegenteil) Und wegen den billigen Putzfrauen werdens auch nicht umziehen. Und Dubai kann man mit billigen Löhnen wohl auch nicht rechtfertigen. (außer Pakistanische Bauarbeiter)

Also gibts wohl eher interne Gründe.

Der Grund warum die Siemens-Zentrale für Ungarn net in Budapest sondern Wien ist, liegt ja vermutlich auch nicht an den billigen Siemensianern in Floridsdorf.

Management Quatscher
26.03.2008 15:50

Die Gehälter der Spitzenmanager nicht.

Ich bezweifle aber, dass es sich um 450 Spitzenmanager handelt. 450 Spitzenmanager bei insgesamt 1.900 Angestellten wäre schon sehr viel. So fett und aufgeblasen ist kein Unternehmen.

Bei den 450 wird es sich wahrscheinlich (großteils) um "normale" Angestellte handeln. Vielleicht sind auch eine handvoll "Spitzenmanager" dabei.

"Normale" Angestellte sind in Bratislava/Pressburg schon billiger zu haben als in Wien. Und das ist auch der Grund, warum eine Verlagerung ins Auge gefaßt wird.

Bender Rodriguez
26.03.2008 19:35

Ich denke wir sind uns einig, dass IBM in Summe wohl mehr als 1900 Leute beschäftigt und die Leut in Wien nur einen kleinen Teil mit einer bestimmten Funktion darstellen. Solange wir net wissen was das genau ist, kann man auch net beurteilen ob 450 Manager viel oder wenig sind.

Wobei ich der Meinung bin, dass da mit "Manager" sämtliche Leute gemeint sind, deren Know How das eines "Facility Managers" (vulgo Hauswart) übersteigt.
Und gerade die sind aufgrund des Wirtschaftsbooms in und um Bratislava (zb Autoindustrie!) dort ebenfalls äußerst gut bezahlt. Lohnkosten spielen da wohl nur eine untergeordnete Rolle. (anders als in der Produktion) Wenn dem so wäre, würde man sinnvollerweise nach Rumänien oder sonstwo gehen.

Alex M
26.03.2008 09:18
Es wird Zeit über eine wirklich grosse Steuerreform ...

... nachzudenken. Zweckgebundene Steuern finde ich sinnvoller, als so gut wie alles über die Lohnnebenkosten zu finanzieren. Mich würde interessieren wie lange es dauert bis in den östlichen EU-Ländern die Steuersätze steigen. Denn irgendwann mal werden die EU-Subventionen ausbleiben, weil die neuen EU-Länder auf dem selben Niveau wie wir sind. Schaut wieder mal nach kurzsichtigem Management aus.

Bender Rodriguez
26.03.2008 16:52

Die Vorstellung, dass die neuen EU-Länder mit "unseren" Subventionen Steuerdumping betreiben ist ziemlich naiv.

Erstens sind die realen Steuersätze für Unternehmen auch hierzulande sehr niedrig.

Zweitens haben die meisten neuen EU-Staaten massiv weniger (dh. billigere) Sozialleistungen und dazu ein höheres Wirtschaftswachstum um diese zu finanzieren. Ich würde eher erwarten dass es hier zu einem Angleich (in beide Richtungen) kommt.

Lu Pus
26.03.2008 07:09
450 hochqualifizierte Top-Manager ...

erfahren aus der Zeitung, dass sie ihre Laptops woanders anstöpseln dürfen.

Heimwerkerkönig 
26.03.2008 02:10
Pressburg ist ein provinzielles Loch....

... aber eben billiger als Wien.
So läuft das heutzutage nun mal.
Die Politik tut im Angesicht dessen ein wenig betreten und ruft "Globalisierung".
Die Standardausrede der Volksverars...er und Sesselpicker.

Seit IBM ihre wirklich hervorragende Notebook-Produktion an die Chinesen verscherbelt haben, sind die Heinis bei mir übrigens sowieso unten durch.

Gurben Gurben
31.03.2008 14:58

so denkt also einer der noch nie in bratislava war und abends hauptsächlich am stammtisch sitzt....

Bender Rodriguez
26.03.2008 19:37
Soviel billiger auch nimmer...

Nicht umsonst siedlen sich immer mehr Slowaken auf der österreichischen Seite der Grenze an.

Kittsee ist mittlerweile offenbar einer der billigeren Vororte von Bratislava.

Franz Woyzecks liebste Erbse
26.03.2008 08:37

Die Stadt heißt seit 90 Jahren "Bratislava". Oder wohnen Sie in Víden ?

Mit dem permanenten Fadgasalarm in Bratislava haben Sie allerdings recht.

Management Quatscher
26.03.2008 12:12

Ein Slowake sagt halt Viden.
Der Engländer sagt Vienna.

Und Bratislava heisst auf Deutsch halt Pressburg.

Man darf aber auch Bratislava sagen, wenn man möchte.

Markus D. Hartbauer
26.03.2008 11:21
kommt doch auf die Sprache an

Wenn ich Bratislava auf Deutsch sage, heißt es halt Pressburg. Oder Pozsony auf Ungarisch. Genau so wie Wien auf Englisch Vienna heißt. Köln/Cologne/Colonia wäre noch ein Beispiel.

Problem damit????

Sensus communis MCMLXXI   
25.03.2008 21:42
Und die unnötigen z-series kästen nehmts auch gleich mit nach drübsdrü

Mr. Robot
25.03.2008 18:23
logisch

Wien: 25% Steuern
Bratislava: 19% Steuern

Regierung sollte nicht streiten, sondern Köst auf 19% senken!

Markus D. Hartbauer
26.03.2008 11:19
IBM zahlt in Österreich 0,0% KÖST!

Quelle - Studie des ISW Linz:
http://tinyurl.com/2s4ucj
(PDF, Seite 7 Mitte)

Auch die anderen "Spitzenbetriebe" die dort erwähnt werden, sollte man sich als braver Steuerzahler merken.

Österreich: gut hat's, wer groß ist. Den Leistungsträger belasten wir halt mit ein paar Prozenterln mehr, wird schon gehen ...

In diesem Sinne,
MFG

*-*
25.03.2008 20:43
warum nicht gleich auf 0%

oder noch besser: die Firmen was überweisen, damit sie bleiben

yomellamo
25.03.2008 21:44

.. gute idee.

im grunde werden firmen für jeden arbeitnehmer den sie anstellen bestraft (mit steuern) ... eigentlich wäre es besser sie dafür zu belohnen.

chelene chirsch
25.03.2008 23:00

firmen dieser größe zahlen eigentlich keine steuern (wenns das management nicht allzu schlecht macht).

wer steuern zahlt, ist der gemeine mitarbeiter- und das nicht zu knapp. so weit, so gut - wenn da nicht die idee geboren wäre, dem mitarbeiter weniger salär auszuzahlen und noch dazu die anzahl klein zu halten.

in summe dürfte der mitarbeiter sowohl für den staat als auch für die firma aufkommen - das wäre optimal. bloss woher nehmen...

Management Quatscher
25.03.2008 21:14

Dann gibt es sicher wieder ein Land, das den Unternehmen noch mehr "Negativ"steuer überweist.

Motto der Unternehmen: Geschenkt ist noch immer zu teuer.

Taran Seven
25.03.2008 20:32
Das senken der KÖST ändert nichts, wie die erfahrung zeigt...

Wie nokia auch gehen die in ein Land ohne Arbeiterrechte, mit Gewerkschaftsverbot und anderen vergünstigungen die ihnen die korrupten Politiker gegen salär bieten...

df df
25.03.2008 18:36
Nein, durch Abschreibungsmöglichkeiten

ist Österreich eh recht gut aufgestellt bzw. sogar "billiger". Es werden wohl eher die Löhne sein, die ja in der Slowakei niedriger sind als in Wien. Für ein paar Jahre noch ...

andi mery  
25.03.2008 21:47

die können dann ja in ein paar jahren zurückkommen wenn deren löhne über unsren sind weil die firmen dort reinpushen.

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