Nahost-Verkehr ausgebaut, Personal gesucht

17. April 2008, 14:50
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Die AUA erweitert das Streckennetz und braucht 200 neue Mitarbeiter, darunter könnten auch einige mit "Golden Handshake" verabschiedete Kapitäne sein

Wien - Für den Ausbau des Nahost-Verkehrs wird die AUA 200 neue Mitarbeiter einstellen. Darunter könnten auch einige mit Golden Handshake verabschiedete Kapitäne sein, so das "WirtschaftsBlatt" in seiner Ausgabe von Montag.

Erstmals seit Jahren werde es bei Austrian Airlines eine massive Aufstockung des Personals geben. "Für die Expansion in den Nahen Osten brauchen wir rund 200 neue Mitarbeiter", zitiert das "WirtschaftsBlatt" AUA-General Alfred Ötsch.

Die zusätzlichen Mitarbeiter seien nötig, weil die AUA sukzessive in den Ausbau der Destination Abu Dhabi und die Neuaufnahme von Riad und Jeddah investiert. Wie berichtet stammt das Geld dafür von Scheich Mohamed Bin Issa Al-Jaber, der rund 150 Mio. Euro in die Airline pumpt. "Spätestens Ende Mai", nachdem die Hauptversammlung den Al-Jaber-Einstieg abgesegnet hat, will Ötsch bis zu drei neue Flugzeuge vom Mittelstrecken-Typ Airbus A320 bestellen.

Zwölf Piloten pro Jet

Pro Jet würden rund zwölf Piloten gebraucht. Der Rest der 200 Neuen seien Crewmitglieder und Back-Office-Kräfte in Wien und den neuen Destinationen. AUA-Chef Ötsch kann sich laut "WirtschaftsBlatt" auch vorstellen, Piloten aufzunehmen, die im Vorjahr mit einem Golden Handshake von teilweise bis zu 500.000 Euro verabschiedet wurden. "Allerdings können sie nur als Co-Piloten neu anfangen", wird Ötsch zitiert. Womit es wohl bei der theoretischen Möglichkeit bleibe. Während AUA-Kapitäne nach dem neuen Kollektivvertrag bis zu 8.000 Euro monatlich verdienen, kommen Neueinsteiger auf nur etwas mehr als 3.000 brutto. Einzige Ausnahme könnten jene Ex-AUA-Piloten sein, die zu China Eastern wechselten und angeblich seit Monaten auf ihr Geld warten.

Laut AUA-Geschäftsbericht sank der Mitarbeiterstand bei Austrian Airlines im Vorjahr um 514 auf 6.335. Insgesamt arbeiten in der Gruppe - inklusive Tyrolean - 8.031 Leute. (APA)

  • Pro Jet würden rund zwölf Piloten gebraucht. Der Rest der 200 Neuen seien Crewmitglieder und Back-Office-Kräfte in Wien und den neuen Destinationen.
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    Pro Jet würden rund zwölf Piloten gebraucht. Der Rest der 200 Neuen seien Crewmitglieder und Back-Office-Kräfte in Wien und den neuen Destinationen.

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