Zeilinger dehnt seine Experimente auf das All aus

Redaktion, 31. März 2008 12:38

Team von italienischen und österreichischen Quantenphysikern schickte einzelne Photonen zu Satelliten und fingen sie wieder ein

Wien - Der Wiener Quanten-Physiker Anton Zeilinger testete erfolgreich sein "neues Labor": Gemeinsam mit italienischen Kollegen gelang es ihm und seinem Team, einzelne Photonen ins All zu senden und - reflektiert von einem Satelliten - wieder zurück zu bekommen. Die Experimente dienten als Vorbereitung auf Versuche mit verschränkten Photonen, wie sie bereits auf der Erde stattgefaunden haben.

Für Zeilingers Experiment wurden vom Matera Laser Ranging Observatory in Süditalien einzelne Photonen eines Lasers zu dem japanischen Satelliten "Ajisai" in einer Höhe von etwa 1.500 Kilometern geschickt, dort reflektiert und wieder im Observatorium aufgefangen. Die Ergebnisse dieser Versuche werden in der Zeitschrift "The New Journal of Physics" veröffentlicht.

Das quantenphysikalische Phänomen der Verschränkung steht immer wieder im Mittelpunkt von Zeilingers Experimenten mit Photonen. Bei dieser "spukhaften Fernwirkung", wie Albert Einstein diesen Effekt bezeichnet hat, bleiben beispielsweise zwei Lichtteilchen über theoretisch beliebige Distanzen miteinander verbunden. Bestimmt man etwa die Polarisation (Schwingungsebene des Lichts) des einen Teilchens, kennt man augenblicklich auch den Zustand des anderen Teilchens.

Eingesetzt wird die Verschränkung unter andertem zur Quantenkryptografie, bei der Daten absolut abhörsicher übertragen werden können. Die Wissenschafter basteln aber auch an eigenen Quantencomputer, die auf den seltsamen Phänomenen der Quantenwelt aufbauen und jedenfalls in speziellen Einsatzgebieten ungeahnte Möglichkeiten bieten sollen. Verschränkte Photonen sind mögliche Kandidaten für den Ersatz von herkömmlichen Bits und Bytes.

Wachsende Distanzen

Die Distanzen für seine Experimente zur Quantenkommunikation konnte Zeilinger in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausdehnen. Nach erfolgreichen Übertragungen von sogenannten verschränkten Photonen durch die Wiener Nachtluft im Jahr 2004 ging es auf die Kanarischen Inseln, 144 Kilometern zwischen La Palma nach Teneriffa konnten überwunden werden.

Schon seit längerem peilt Zeilinger das Weltall als Experimentierlabor an. Im luftleeren Raum sausen die Teilchen praktisch ungestört dahin. So könnte etwa überprüft werden, ob die Verschränkung - wie von der Theorie vorhergesagt - auch praktisch auf beliebigen Distanzen aufrecht bleibt. (APA/red)

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ministeranwärter
23.03.2008 23:52

nobelpreis für zeilinger

Beau Alman
23.03.2008 16:38
Ferne Erinnerungen

Ich war gemeinsam mit dem Zeilinger in den 60ern an der Uni Wien im phys. Fortgeschrittenenpraktikum. Er war ein netter Kerl, aber so ein wissenschaftlicher Megahit war er damals noch keinesfalls. Das schließt aber eine spätere Entwicklung in diese Richtung nicht aus.

Schottentor U-Bahn
23.03.2008 17:03

Und was wollen Sie uns damit sagen?

Sind Sie der "wissenschaftliche Megahit" geworden? Oder was war der Zweck Ihres Postings?

ma wiad jo do no sudern diaffn
24.03.2008 08:52
auch ich habe schon

nachgefragt, wenn sich mir der sinn eines postings nach dem 3. mal lesen nicht offenbaren wollte.

sonst bleibt einem nur das spekulieren über fremde beweggründe. und da denkt man dann vielleicht nicht so objektiv / positiv.

Helge Remsgard Remsgard
23.03.2008 20:31

oida! warum sats ihr olla so unentspannt, wenns um diesen herrn geht? der schöne alman hat doch bloß harmlos ausm nähkästchen geplaudert.

Schottentor U-Bahn
23.03.2008 23:46

Oida, mir gehn halt die Leit ur aufn Oasch, die ständig dem Zeilinger des Hackl ins Kreiz haun woin, nur weils neidig san!

Beau Alman
23.03.2008 17:50
Lieber Herr U-Bahn!

Wenn Sie mich so streng nach dem Zweck meines Postings fragen: Ich hätte dem Zeilinger auf Grund meiner damaligen Einschätzung eine solche Karriere nicht zugetraut, freue mich aber über seine Erfolge.
Auch als Nicht-Nobelpreisträger darf ich solche Erinnerungen preisgeben, insbesondere da ich seine heutige Qualifikation überhaupt nicht in Frage stelle.

Schottentor U-Bahn
23.03.2008 23:42

Lieber Herr Alman,

es tut mir leid; ich wollte nicht aggressiv wirken - ich reagiere vielleicht deswegen so gereizt, weil besonders beim Zeilinger auffällt, dass die Neidgesellschaft im Standard-Forum bei ihm besonders stark und gern aufschreit.

Mir geht das einfach auf die Nerven, dass man offenbar nicht akzeptieren kann, dass auch jemand aus Österreich international anerkannter Wissenschaftler sein kann UND ein Talent für Marketing haben kann - gerade letzteres wird ihm besonders angekreidet, obwohl das anderswo (USA, UK) völlig normal ist.

Es tut mir leid, dass ich bei Ihnen sozusagen "den Falschen" erwischt habe, bitte Sie also höflich um Entschuldigung.

a grünes stricherl
 
23.03.2008 01:25
na ihr seids mir raunzer ...

und dann wundern dass die besten das land verlassen.

Mario Clavitore
22.03.2008 20:05
80% verdienst der teams, 19,9% von italienern und 0,1% vom

zeilinger?
vielleicht aber ist ja der zeilinger tatsächlich der hauptakteur vielleicht aber auch nicht und man verwendet einfach einen bekannten namen.

Grammelschmalzbrot
28.03.2008 10:54
NEID ist die aufrichtigste Form der Anerkennung!

;-)

Schottentor U-Bahn
23.03.2008 17:04

Wenn Sie auch nur irgendeine Ahnung vom internationalen Wissenschaftsbetrieb hätten, würden Sie wissen, dass jedes Team einen Spitzenmann (eine Spítzenfrau) braucht, der das ganze leitet - und gerade Zeilinger betont immer, wie sehr alle Ergebnisse das Verdienst seines ganzen Teams sind.

Also halten Sie ihren Neidreflex etwas im Zaum.

Gibril
 
23.03.2008 14:39

"Matthäus Effekt".

Erik the Red
 
22.03.2008 22:38

Österreich ist wirklich ein Neidverein.

Zeillinger ist so ziemlich der einzige österreichische Wissenschafter von Weltgeltung und wird gerad in Österreich so angefeindet. "Gute" Tradition.

didel
23.03.2008 10:33

im schlechtreden sind wir ja auch ganz gut...

Zeilinger ist bei weitem nicht der einzige österreichische Wissenschaftler von Weltgeltung, zum Glück.

yomellamo
23.03.2008 09:06

... jeder der in oesterreich irgendwie faehig ist, wird von den grossen neidern im standard-forum gleich einmal zerrissen.

linkslinker gutmensch
23.03.2008 08:44

nicht mal annähernd der einzigste. nur is sein gebiet halt eines wo auch jeder journalist was dazu schreiben kann und jeder leser sich was darunter vorstellen. (egal wie falsch die verwendeten wörter sind)

globo
23.03.2008 07:22

in A duerfen's alles, nur net gut sein.

Helge Remsgard Remsgard
22.03.2008 16:30

der dehnt sich doch selbst schon beinahe bis ins all aus!

Daschaui aber
23.03.2008 06:29
Quantenverschränkung, was bedeutet das?

Die Versuche über die Quantenverschränkung, wie das jetzt genannt wird, basieren auf dem EPR-Paradoxon (u.a. Einsteins) und auf die Versuche z.B. Alain Aspects schon in den 80er Jahren.
Trotzdem ist die gewaltige Umwandlung des Weltbildes noch nicht ins Bewusstsein gestiegen.
Hier: http://www.firmen-presse-deutschland.de/der-weg-z... m-graal-3/

zum Beispiel steht einfach beschrieben, was das eigentlich bedeutet!
Dank Zeilinger wird in Österreich darüber wenigstens gesprochen oder gewitzelt.

PostIt
22.03.2008 19:01
der herr ist offensichtlich

erfolgreich. er bringt österreich immer wieder in positive schlagzeilen.

wer einmal ein interview mit ihm gelesen/gesehen hat wird wohl auch kaum den eindruck gewinnen, daß er auch nur in irgendeiner form überheblich wär, oder vom größenwahn getrieben wäre.

trotzdem - kaum erscheint hier ein artikel über ihn, vergehen keine 5min und schon entlädt irgendein würstl seinen urgroll...

t 3
 
23.03.2008 08:27
naja,

der herr ist von sich und seinen vorstellungen schon überaus eingenommen (das kommt oft _sehr_ überheblich rüber). allerdings steht ihm das mmn auch zu. und mit bescheidenheit verdient man sich z.b. auch keinen nobel-preis. sollte er den aber doch noch schaffen, wird er flux auf die österreichischen euro-noten gedruckt werden und alle werden jubeln und sich auch ein bisschen 'nobel' fühlen. österreich eben...

Schottentor U-Bahn
23.03.2008 17:07

Na klar, jetzt findet man unter jedem Standard-Artikel zu ihm die typischen Beißreflexe der Neidgesellschaft, aber sobald er den Nobelpreis bekommen sollte, wird er dann selbstverständlich zu "unserem" Zeilinger, von dem man es "eh immer schon gewusst" hat, und alle finden ihn ursuper.

Das wird (sollte der Preis einmal kommen) so sicher kommen wie das Amen im Gebet.

t 3
 
23.03.2008 17:51
ich nehme das mal als

zustimmung zu dem was ich geschrieben habe...

Schottentor U-Bahn
24.03.2008 11:02

Im Grunde ja, aber wie Sie das nehmen ist Ihre Sache...

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