Haben Sie Erfahrungen mit Zivilcourage gemacht? derStandard.at sucht Erfolgsgeschichten des täglichen Einschreitens gegen Rassismus - bitte jetzt posten. (red, derStandard.at, 20.3.2008)
Hilfsorganisation: Gewaltausbrüche bringen Verwahrlosung und Ausbeutung der Migranten ans Licht
Alessandra Tramontano von Ärzte ohne Grenzen im derStandard.at-Interview über Rassismus-Vorwürfe gegen Italien und die Lage der Migranten
Die österreichischen Türken haben EU-weit die größten Schwierigkeiten mit der Landessprache - Rassistische Übergriffe werden zu 95 Prozent nicht gemeldet
Einwanderer mit Schrotflinten angeschossen und mit Autos angefahren - 300 Migranten daraufhin in Lager gebracht
Vereine, die gegen Rassismus, Sexismus und Diskriminierung arbeiten, haben nicht selten ein Geldproblem
Finnische Innenministerin versucht zu beschwichtigen
NÖ Verfassungsschutz ermittelt gegen Lehrer im Raum Wiener Neustadt
Schwarze und Roma dürfen im österreichischen Kabarett beleidigt werden, und man nennt das "Ironie" - von Simon Inou
28-Jährigen wird vorgeworfen schwangere Ägypterin mit 18 Messerstichen vor Gericht ermordet zu haben
28-Jähriger hat 18 Mal auf 31-Jährige eingestochen - Ehemann wurde schwer verletzt - Vorzeitige Entlassung ausgeschlossen
Warten auf "klares Bekenntnis" der Politik - Feier in Wien zum zehnjährigen Bestehen
Fragwürdige "Samoa-Story" in Unterrichtsbehelf des Jugendrotkreuzes
Taxifahrer mit dunkler Hautfarbe haben es in Wien nicht leicht - beschweren will sich trotzdem niemand
Auch slowenische Nachrichtenagentur zitiert "TT"- "Kein Zimmer für Juden in Tiroler Hotel"
Ein Jodlerchor trat im Schweizer Fernsehen auf und jodelte rassistische Verse - Die Entgleisung dürfte nur die Spitze des Eisbergs sein
Er ist der erste Menschenrechts-Koordinator der Wiener Polizei: Friedrich Kovar im Interview über "harte Polizisten" und Rassismus unter BeamtInnen
Oberstaatsanwaltschaft entscheidet bald, ob Polizisten, die US-Lehrer für Dealer hielten, vor Gericht kommen
Antisemitismus-Forscher Schiedel über Israelkritik und Spaltungen der antirassistischen Bewegung
Fast um die Hälfte mehr Gruppierungen als vor neun Jahren - Studie warnt vor zunehmendem Gewaltpotenzial
In den letzten zehn Jahren habe sich in puncto Polizei-Rassismus wenig geändert - Beirat will dem Nationalrat unterstellt werden
Unilever Türkei wirbt für Zahnpasta mit Slogan "White Power"
Am 1. Juli 2009 wird in einem Gerichtssaal in Dresden die Ägypterin Marwa al-Sherbini ermordet. Das Motiv ist Islamfeindlichkeit - doch wird es von niemandem so benannt
21-Jähriger, der sieben Tage widerrechtlich in Schubhaft saß, wurde nur einmal einvernommen
Wer von der Polizei aufgehalten wird, soll schriftlich Aufschluss über die Notwendigkeit dieser Maßnahme bekommen
Aufgrund der Terroranschläge werden Schwarze und Asiaten siebenmal häufiger kontrolliert als Weiße
EU-Grundrechtsagentur fordert gezielte Aufzeichnung rassistischer Akte - Großbritannien Vorreiter in Europa
64 Prozent der türkischen Einwanderinnen tragen Kopftuch - Das wurde im EU-Wahlkampf zum Angriffspunkt
Eine/r von drei MuslimInnen in der EU gibt an, in den vergangenen zwölf Monaten diskriminiert worden zu sein, die meisten davon am Arbeitsmarkt
Für 55 Prozent aller Migranten ist Rassismus im Alltag die Norm - In Österreich wurde die Lage von Türken und Ex-Jugoslawen untersucht
Patzelt fordert Staat auf, Vorwürfe von Ungleichbehandlung gegen Polizei und Justiz besser wahrzunehmen
Das Schwärmen von der "fremden Kultur" ist oft eng verwandt mit Rassismus, meint die Kulturanthropologin Christa Markom im derStandard.at-Interview
Auch Cheibani Wague und Bakary J. in Bericht von Amnesty International
Bisher höchste Entschädigung für Diskriminierung aufgrund der Religion - Kurbad verlangte von Burgenländerin, ihr Kopftuch abzulegen
Der Jurist Dieter Schindlauer sprach mit Irene Brickner über das Problem Schwarzer mit den Drogenfahndern
Zahl der Anzeigen wegen rassistischer Vergehen stieg in Österreich 2006 um 3,2 Prozent
Die elfjährige Melisa, Tochter einer Ukrainerin und eines Sudanesen, erzählt über ihren Freundeskreis, ihr Lebensgefühl in Wien und ihre Erfahrungen mit Rassismus
Kopftuchträgerinnen werden am Arbeitsmarkt diskriminiert, aber vor Gericht wurde noch kein Fall behandelt: Volker Frey vom Klagsverband im dieStandard.at-Interview
Kärnten soll zweisprachige Ortstafeln aufstellen - Umgang mit Migranten und Minderheiten "besorgniserregend"
Ausgesperrt: Warum dunkelhäutige Menschen in Österreich oft vor verschlossenen Türen stehen - eine Reportage
Wie das Bild vom verbrecherischen Ausländer entsteht, lässt sich an Fällen in Wien nachvollziehen
Dass Betroffene so wenig Möglichkeit zur Gegenwehr hätten, mache Sorgen - Mit der Leiterin der Abteilung Freiheit und justizielle Rechte der EU-Grundrechtsagentur sprach Irene Brickner
Rassismus, Islamophobie und Antisemitismus - Wissenschaftliche Theorie und Praxis der derStandard.at-Foren - eine Ansichtssache
Wem der Eintritt aus rassistischen oder ethnischen Gründen verweigert wird, dem stehen mehrere Möglichkeiten offen zu seinem Recht zu kommen
Europäische Anti-Rassismus-Gesetze gegen Ausschluss und Ungleichbehandlung - mit Grafik
schreiten zwar bei rassistischen Erlebnissen (meistens verbale und keineswegs tätliche) auch nicht ein und schweigen vor sich hin, entblöden sich aber nicht, danach einen empörten Vorfallsbericht an ZARA zu schicken, sich über lasche Behörden zu beschweren, ungerechte Gesetze zu beklagen, anstandshalber grün zu wählen, fürs Integrationshaus zu spenden und den liberalen STANDARD zu lesen und ansonsten bequem vor sich hinzuschweigen. Das sind dann die Leute die politisch korrekte Bezeichnungen wie "Afroösterreicher" erfinden, statt von und mit der schwarzen Nachbarin zu reden. Für die Heuchler ist der jährliche ZARA-Report dann ein aufrüttelndes Ereignis, das wieder mal den Mangel an Zivilcourage aller anderen beweist.
Sie junge Männer bemerken, die Mädchen oder jungen Frauen gegenüber in der Straßen- oder U-Bahn das Wort 'orospu' gebrauchen hören, müssen Sie gleich fragen, was das auf Deutsch heißt. Möglicherweise werden da noch Worte wie 'sürtük' oder 'etegi düsük' zur Anmache gebraucht, dann müssen Sie den jungen Mann fragen, was das bedeutet. Wenn Sie das dann verstanden haben, greifen Sie ein. Gar nicht nobel, was hier Mädchen oder jungen Frauen zu hören bekommen. Das ist Anmache verbrämt mit Rassismus, auch hier ist Zivilcourage gefordert!
Abgesehen davon, dass das Blödsinn ist - was, wenn das eine Wort nicht reicht und ein ganzes Wörterbuch auch nicht? Es glaubt doch nicht ein einziger hier, dass der Appell an das Gute im Menschen den Stänkerer das Messer wieder einstecken lässt ...
mM
Das wirkt vermutlich auch nur dann, wenn man über 2 m groß, ein recht breiter Schrank mit entsprechend tiefer Stimme ist ... bei dem Anblick müsste der Großteil der Messerzücker sicher ein bischen Respekt bekommen ...
Gewaltbereite Menschen lassen sich eben sehr selten von Vernunft oder gutem Zureden beeindrucken.
1. Wie oft haben Sie schon mit einem rassistischen Messerstecher zu tun gehabt und haben sich vernünftigerweise rausgehalten?
2. Wie oft haben Sie im Freundes-, Kollegen-, Familienkreis bei rassistischen Witzen, Anspielungen, Streitereien engagiert und ohne physische Gefährdung widersprochen?
Eben.
1.) ohne rassistischen Hintergrund - mehrmals. Mit rassistischem Hintergrund - noch nie.
2.) Ich mach selber solche von Ihnen angesprochenen Witze. Und Neger machen auch Witze über uns (weisses Fleisch), und Juden machen auch Witze über uns (Geschäftstüchtigkeit), und Chinesen machen auch Witze über uns (körperlich), und so weiter ... - ich nehm´ nicht alles so bitterernst und leg auch nicht alles in die Waagschale und ich kann auch über gemeine Witze "gegen" Europäer lachen. Warum auch nicht? Wenn, dann dürfen alle stänkern, solange es sich im Rahmen hält (was natürlich im Auge des Betrachters liegt). Und solange man nicht aus Gründen der Profilierungssucht wehleidig ist und gleich laut schreit, seh ich kein Problem dabei.
mM
der KronZ-geprägt ist. Und den sollt man keineswegs unwidersprochen lassen. Die rassistischen Armutschkerln heischen nämlich nach Zustimmung. Die glauben, was in der KronZ steht, sagen eh "alle" und sie wolln ja so gern dazugehören. Die meisten Rassisten sind völlig verunsicherte Mitläufer-Hascherln, die sich wegen ihres Minderwertigkeitskomplexes gegenüber vermeintlich Schwächeren aufplustern und bei Widerspruch verunsichert werden. Bei Messerstechern braucht sich niemand wichtig machen. Da hilft nur Ablenkung, Deeskalation und möglichst Polizei. Hab aber den Verdacht, die vorgeschobene Messerstecherangst ist für viele ohne Zivilcourage nur eine Ausrede, ihr Schweigen zu rechtfertigen. Der typische KronZ-Verseuchte ist kein Messerstecher.
Rassismus und Zivilcourage einmal umgekehrt gefällig? Anläßlich einer Bim-Fahrt in Wien ging ich in einem Wagon, dessen Sitzreihen teilweise zur Wagenmittelachse ausgerichtet waren (daher Gesicht und Kniee der sitzenden Fahrgäste den vorbeigehenden und stehplatzinhabenden Passagieren zu gewendet) in diesem Wagen nach vor, als die Bim einen "Beutler" machte. Dadurch wurde ich leicht aus meinem Gleichgewicht gebracht und streifte mit meinem Knie gegen das eines sitzenden Afrikaners. Mehr habe ich nicht gebraucht. Dieser sprang auf und beschimpfte mich anhaltend face to face wild gestikulierend in einer mir nicht näher bekannten Sprache derart, dass ich mich echt bedroht fühlte. Interessiert wegschauende Blicke aller Passagiere ...
... wird dann passieren, wenn wir "aufstehen"? Genau nichts! Es ist wieder nur salbungsvolles und edles Gerede (dagegen aufstehen), aber ändern tut sich nichts. Denn dagegen aufstehen würde heissen, dem A....loch mit dem Messer oder auch ohne Messer solange eine draufhauen, bis er versteht, was er den anderen antut/angetan hat. Aber das darf man ja in Ihren Kreisen nicht (das ist ja gewalttätig) und die psychologische Masche hat nachweislich auch versagt (sonst würde es ja nicht soweit kommen). Also - was wäre eine konkret sinnvolle und UMSETZBARE praktische Lösung? Dazu gehört das Reden von "dagegen aufstehen" nicht, das hörten wir die letzten 20 Jahre auch schon - der "Erfolg" spricht dagegen.
mM
Ich hab hier heute schon gepostet, aber das posting ist scheinbar nie angekommen!!!
Nochmals in Kürze: Ich hab heute einer Reinigungskraft (ausgelagerte Firma erledigt die Reinigung an einer Uni) zwei Merci geschenkt. Leider ist mit den Reinigungskräften oft keine Konversation möglich, da die Deutschkenntnisse mangelhaft sind. Wie die Merci-Werbung aber suggeriert: Ein Merci versteht jede/r!
Wir haben dann kurz geplaudert... In meinen Augen ist auch ein derart kleiner Beitrag zum gegenseitigen Verständnis mit Zivilcourage vergleichbar, da ich noch nichts vergleichbares gesehen hab und in meinem Umfeld auf so eine Idee kommt...
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