2007 brachte kräftige Erholung

23. April 2008, 13:50
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Erstmals waren mehr als vier Millionen Menschen erwerbstätig - Situation bei Jugendlichen und Ausländern aber weiter angespannt

Wien - Auf dem österreichischen Arbeitsmarkt gab es im vergangenen Jahr eine kräftige Erholung. 2007 waren erstmals in der zweiten Republik über vier Millionen Menschen erwerbstätig, geht aus der am Donnerstag präsentierten Mikrozensus-Erhebung der Statistik Austria hervor.

Demnach waren im Jahresdurchschnitt 4,028.000 Österreicherinnen und Österreicher erwerbstätig und 186.000 arbeitslos. Die Erwerbstätigenquote der 15- bis 64-Jährigen (=Anteil der Erwerbstätigen an der Bevölkerung) lag bei 71,4 Prozent, die Arbeitslosenquote nach EU-Berechnung bei 4,4 Prozent.

Rückgang der Arbeitslosenquote

Somit waren um 2,5 Prozent mehr Menschen in Brot und Arbeit als im Jahr 2006. Die Zahl der Arbeitslosen sank im Jahresmittel um 5,1 Prozent, die Arbeitslosenquote ging von 4,7 Prozent auf 4,4 Prozent zurück.

Vom Rückgang profitierten vor allem Männer, bei denen sich die Arbeitslosenquote von 4,3 auf 3,9 Prozent reduzierte und im Vorjahr auf dem niedrigsten Stand seit 2001 lag. Bei den Frauen verringerte sich die Arbeitslosigkeit von 5,2 Prozent 2006 auf 5,0 Prozent 2007.

Weiter schwierige Situtation bei Jugendlichen und Ausländern

Die Arbeitslosigkeit ging im Vergleich zum Vorjahr in allen Altersgruppen zurück, auch bei den Jugendlichen. Dennoch ist diese Altersgruppe weiterhin besonders von Beschäftigungslosigkeit betroffen. Im Jahresdurchschnitt 2007 hatten 8,7 Prozent der Erwerbspersonen zwischen 15 und 24 Jahren keine Arbeit, doppelt so viele wie im Gesamtdurchschnitt.

Die Arbeitslosigkeit sank bei österreichischen wie bei ausländischen Staatsangehörigen. Bei letzteren liegt sie noch immer deutlich höher (9,5 Prozent) als bei Personen mit österreichischer Staatsbürgerschaft (3,8 Prozent).

Weniger Arbeitsstunden pro Kopf

2007 wurden in Österreich 7,253 Milliarden Arbeitsstunden erbracht, davon 112 Millionen in einer zweiten Tätigkeit. Das Arbeitsvolumen stieg mit 2,0 Prozent also etwas geringer an als die Gesamtbeschäftigung (2,5 Prozent). Dem entsprechend sank bei den Erwerbstätigen insgesamt die durchschnittlich pro Kopf und pro Woche tatsächlich geleistete Arbeitszeit von 34,8 Stunden 2006 auf 34,6 Stunden 2007.

Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit liegt bei Frauen auf Grund von Teilzeitarbeit deutlich niedriger als bei Männern. So arbeitete 2007 eine unselbstständig erwerbstätig Frau 28,9 Stunden pro Woche (tatsächliche Arbeitszeit), ihr männlicher Kollege 36,9 Stunden. (APA)

  • Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit liegt bei Frauen auf Grund von Teilzeitarbeit weiterhin deutlich niedriger als bei Männern.
    foto: photodisc

    Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit liegt bei Frauen auf Grund von Teilzeitarbeit weiterhin deutlich niedriger als bei Männern.

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