"Bei uns herrscht der Autoholismus"

Redaktion, 18. März 2008, 21:21
foto: derstandard.at/sterkl
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Kreuzung Schweglerstraße/Felberstraße im 15. Bezirk in Wien: Hier starb am 6. April des Vorjahres eine 43-jährige Radfahrerin, nachdem sie von einem Lkw erfasst worden war.

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Mir passierts auch oft, dass mir Radfahrer, auf Radwegen die gegen die Einbahn freigegeben sind, auf dem Radweg in Einbahnrichtung (und damit als Geisterfahrer) entgegenkommen.

auf dem radweg in einbahnrichtung kann ihnen der radfahrer aber schlecht entgegenkommen, es sei denn, sie selbst fahren gegen die einbahn...

tja, da gibts auch die autofahrer, die mich beim richtigen in-einbahnrichtung-fahren anhupen und mir gestenreich bedeuten ich müssen doch den (falschen) fahrradstreifen auf der anderen seite (für die fahrt in gegenrichtung) benutzen.
nicht alle können alles verstehen.

fahr seit 8 jahren jeden tag in wien mitm rad

und habs mir wirklich abgewöhnt, auf meinem recht wo ich fahren darf oder wann ich vorrang habe, zu bestehen - das ist auf jeden fall gesünder und ich habe gottseidank gute bremsen!
igg. zu "manchen" autofahrern, die verwenden lieber die hupe (die übrigens außerhalb des autos um ein vielfaches penetranter ist als drinnen) und als fussgänger (schließe mich nicht aus) ist man leider oft heillos überfordert mit den ganzen regeln im strassenverkehr..

wenn ich sultan von wien wär, würde ich alle unnötigen sonntagsfahrer verbieten.. nix mehr 2 tonnen blech und plastik für eine person durch die gegend schleppen, endlich umdenken und unser aller umwelt, gesundheit und resourcen schützen..

aber das war wohl in einem anderen traum..

fahrradfahrer-bashing?!

stimmt, es gibt nur fahrradfahrer, die sich nicht an die verkehrsregeln halten und grundsätzlich sind radfahrer an allen verkehrsunfällen schuld - wenn nicht direkt, so kann man sicher ein indirektes verschulden nachweisen. und was es mit dem führerschein auf sich hat - das war bei autofahrern noch nie ein hindernis, sich trotzdem unglaublich dämlich zu verhalten. also die kirche im dorf lassen - es gibt überall schwarze schafe!

Das mit dem indirekten Verschulden ist doch wohl ein Witz. Genau umgekehrt ist es. Wennst einen Unfall als Autofahrer mit einem Radfahrer hast kannst dir ausrechnen das immer du Schuld bist.

[]

mir tun die vielen durch radfahrerInnen und fußgängerInnen in ihrerer autofahrfreiheit eingeschränkten autofahrerInnen auch äußerst leid, nur wird es wohl einen grund haben, dass man zum fußgehen und radfahren keine "lenkerberechtigung" braucht, für das automobil aber schon.

wirklich gefährliche verkehrsteilnehmerInnen sind fußgehende, radfahrende (und autofahrende) ohne führerschein; dementsprechend gütig und nachsichtig mögen all jene sein, die ihnen den rosa schein voraus sind.
und für motorisierte kfz braucht man deshalb einen führerschein, weil man damit leichter schaden anrichtet, als per (veloci)pedes.

im prinzip würde straßenverkehr ja mit dem sprichwörtlichen hausverstand funktionieren. aber eben nur im prinzip.

Sie halten den führerschein ja für eine art matura. oder sollten wir ihn gleich in die akademikerquote einrechnen, damit wir bei den oecd-studien besser darstehen?

die leute in meinem bekanntenkreis, die keinen führerschein haben, kennen die rechtsregel nicht. ist eigentlich ein relativ simpler zusammenhang zwischen führerschein und der kenntnis von verkehrsregeln. auch wenn das einige zu überfordern scheint.

dann schalten sie mal die ampel an einer kreuzung ab, lassen 4 autos zusammenkommen und die die rechtsregel auslegen. also i glaub, da geht mehr über blickkontakt denn über "und jetzt lösen alle die situation unter anwendung der rechtsregel korrekt auf".

...

Wenn der Führerschein irgendetwas über die Befähigung, ein Fahrzeug verantwortungsvoll zu steuern aussagte, nicht nur über die deppeneinfache Bedienung, wäre es vielleicht wirklich so, dass Führerscheinbesitzer bessere Verkehrsteilnehmer wären.

Tatsächlich gibt es keinen Zusammenhang zwischen der Art, wie sich jemand im Verkehr verhält und ob diese Person ein Fahrzeug benutzt und welches. Gemeingefährdende Personen gibt es in jeder Gruppe in etwa gleichem Ausmaß.

das wort verantwortungsvoll kommt in meinem posting auch nicht vor. nichtsdestoweniger weiß jemand, der auch schon einmal ein auto an eine kreuzung manövriert hat mehr über die verkehrssituation "kreuzung" als jemand ohne führerschein.

Mir tun sie nicht leid weil es im Gegenzug sehr sehr viele Radfahrer gibt die ihrerseits Fussgänger gefährden. Nach oben buckeln nach unten treten.

Was du dabei vergißt: Wenn ich als Radler mit einem Fußgänger kollidiere bin ich dabei nicht der Stärkere. Der Fußgänger und auch ich haben im Gegensatz zum Autofahrer nur den eigenen Körper als Knautschzone.

Doch, du bist der Stärkere, du kannst ja dem Fussgänger auch nur über die Zehen fahren.

Das passiert nur leider nie.

Wie gesagt - wenn's knallt zwischen Fußgänger und Radfahrer ziehen beide ein gleichkurzes Holzerl.

Und genau aus diesem Grund fahre ich niemals auf Radwegen neben Gehwegen. Wenn ich da mit >30 km/h in einen Fußgänger reinrausche kannst das Ergebnis in Dosen füllen und als Gulasch verkaufen.

Ah ja.
Und ich als jemand, der niemanden gefährdet, muß mich deshalb täglich von irgendwelchen genital minderwertig ausgestatteten Blechsoldaten halb von der Straße drängen lassen?

"fordert eine Aufhebung der bundesweiten Radwegebenützungspflicht"

Und wofür gäbe es dann Radwege? Ein Großteil der Radfahrer hält sich an die Verkehrsregeln, aber die Minderheit, die sich nicht daran hält, gehört eingesperrt. Praxisbeispiele:

In der Fussgängerzone geisteskrank "rasen", ein Kleinkind verletzen und dann noch Fahrerfluch gegehen.

Auf dem Gehsteig (ohne Radweg) fahren und Fussgänger beschimpfen, weil sie nicht ausweichen.

Auf wartenden Autos spuken, weil sie bei einer Roten Ampel warten und zwischen der Abstand fürm Fahrradfahrer zu gering war, aber ein Motorradfahrer sich durchschlängeln konnte.

Bei sochen Aktionen sollte man über einen Führerschein für Radfahrer nachdenken. Die Gesetze gelten für alle. Und alles sollen den Platz gemeinsam nützen.

Ich hoffe doch, ...

... das arme Auto ist nicht zerflossen, nachdem er es angespuckt hat und hat es überlebt?!

Wissens was, treffen wir uns ich rotz ihnen ins Gesicht, auch das dürfte keine ernsthaften physischen Verletzungen nach sich ziehen. Aber lustig wärs hmm? So ein Bauernrotzer...ich such mir auch extra einen ganz schönen Grünen aus extra für sie.

Sie identifizieren sich ...

... definitiv zu sehr mit Ihrem Fahrzeug.

Radwege gibt es, weil einige politische Gruppierungen damit Werbung machen wollen. Zahlreiche Statistiken beweisen, dass das Unfallrisiko auf Radwegen um ein vielfaches höher ist als auf der Strasse. Wenn sie für eine Radwegbenutzungspflicht sind, dürfen sie sich auch nicht wundern, wenn Radfahrer (wie ich) auf gehsteigseitigen Radwegen mit >30km/h knapp an den Fussgängern vorbeirasen. Mir wärs 100x lieber mit diesem Tempo legal die Strasse benutzen zu dürfen.

wieder, weil es dann keinen seitlichen sicherheitsabstand

gibt.

die parkenden autos schaffen eben eine gewisse barriere zwischen fußgängern und verkehr, deswegen war das abstellen der autos auch so geregelt.

vor kreuzungen und schutzwegen ergibt sich bei einhalten des 5m halteverbots ein neutraler bereich von 5x2m zum bremsen ausweichen, gesehen werden.

alles was man zu verschlimmbessern versuchte wird gefährlicher, vorgezogene ohrwaschel, radwege etc inklusive.

gut gemeint ist eben nicht unbedingt besser...

Den Radfahrer hab ich noch nicht getroffen,

der bei mir am Gehsteig vorbeikam...

Magst das noch weiter ausführen?

Vielleicht macht er, von der StVO gedeckt, einfach nicht Platz?

Na dann...

Führerschein bräuchte man keinen...

... Kennzeichenpflicht würd' schon reichen.

stimmt, kennzeichen sind toll. und weil alle autos und motorräder mit kennzeichen versehen sind, farhen die auch nie über der erlaubten höchstgeschiwndigkeit, bleiben immer stehen, wenn jemand einen schutzweg überqueren will, und tun auch sonst nix böses.

Kennzeichen für Radfahren sind sicher keine schlechte Idee.

Den Führerschein sollten Radfahrer trotzdem haben. Schon allenie aus dem Grund, damit man sie sanktionieren kann.
Fährt ein Führerscheinbesitzer besoffen mit dem Rad kann man ihm den Schein - zurecht - abnehmen.
Aber wenn er keinen hat, gibt's diese Sanktionsmöglichkeit nicht.

Auch Fußgänger sind Verkehrsteilnehmer - Kennzeichen für Fußgänger?
Eine Art Gehschein, damit man dem Fußgänger das Gehen verbieten kann?

Sorry, falsche Argumentation, statt Kennzeichen bitte Führerschein einsetzen.

...da Radfahrer keinen Führerschein brauchen, dann braucht man fürs Lenken einen Kraftfahrzeuges auch keinen.

Mir geht es nur darum, dass sich Radfahrer auf der Straße bewegen und die Verkehrsregeln kennen müssen. Ein Nachweis (der Führerschein ist einer) ist wunschenswert.

Ich denke einfach mal, daß ich rein aus Selbstschutz die Verkehrsregeln kennen sollte.
Wenn ich als Radler keinen Plan von Vorrang habe bin ich im Anschluß die neue Kühlerfigur. Der Autofahrer hat einen leichten Blechschaden, ich hingegen bin Gemüse.

Leider denken nur wenige Radfahrer so wie Sie.

Das ist dann natürlich ein wenig idiotisch.

Wenn ich Ihre Argumentation fortführe, da Radfahrer keine Kennzeichen haben, dann brauchen Kraftfahrzeuge auch keine Kennzeichen.

Aber eine Antwort bekomme ich nicht, gell?

Sorry, mein Fehler....weiß nicht, warum ich anstatt Führerschein an Kennzeichen gedacht habe. Meine Antwort steht oben.

stimmt, dank kennzeichen halten sich alle autofahrer brav an die stvo.

Natürlich nicht.
Aber er kann schnell gefunden werden.
Als Radler kann ich mich aufführen wie der erste Mensch, erwischen wird mich niemand solange ich nicht komplett blöd bin.
Ich bin schneller als die Polizei zu Fuß, und im Auto kriegen sie mich auch nicht; 1x eine Einbahn genommen und auf Wiedersehen Polizei.

Insofern ist der Ruf nach einer Kennzeichnung verständlich.

Dann aber auf der anderen Seite sind auch Fußgänger Verkehrsteilnehmer und müßten dann ein Schild tragen.

Nein, viele halten sich nicht daran und missachten Verkehrsregeln. Aber aufgrund des Kennzeichens kann man sie ausforschen und zur Rechenschaft ziehen.

Nachdem hier öfters gefordert wird, alle Straßen für Radfahrer freizugeben und die Benutzungspflicht für Radwege aufzuheben: was stört Radfahrer tatsächlich an einem Kennzeichen auf ihrem Rad?
Was wäre falsch daran, wenn sie schon gleichwertige Verkehrsteilnehmer sein möchten, sie auch für Fehlverhalten strafen zu können?
Die Kennzeichenpflicht sollte selbstverständlich mit keinerlei Kosten für den Radfahrer verbunden sein, aber eine Registrierung eines am Verkehr teilnehmenden Fahrzeuges kann ja eigentlich nur im Interesse aller sein...

Wenn ich dafür irgendeine Nummer am Helm tragen müßte wäre das OK.
Aber bei der Vorstellung, auf mein zuckerhübsches Bike will mir jemand so fiese Nummerntafeln raufzimmern, wird mir ein wenig übel.

Ah geh... kann man Fahrräder net entsprechend tunen und aufmotzen, dass ein Kennzeichen net weiter das Gesamterscheinungsbild stört?
Breiter Superbikelenker, Hinterradabdeckung aus Carbon mit seitlich integriertem Kennzeichhalter? Bunt eloxierte Fahrradkörbe in aerodynamisch günstiger Form?
Da gibt's sicher viele Möglichkeiten so ein kleines Taferl unterzubringen.

Ich glaube, dafür wäre der gemeine Radler einfach nicht Prolet genug.

Kfz-Tuning hat nicht zwangsläufig etwas mit Proleten zu tun, obwohl das viele radikale Ökofreaks auf ihren Strampelräder gerne so sehen wollen ;)
Aber ich steh dazu, ich bin ein Prolo und mir gefallen schön umgebaute Motorräder.

Radwege gibt es, weil irgendeine Bande von Politikern, die mit dem Dreirad umfallen würden, diese Dinger für eine tolle Idee hielten.
Tatsächlich sind Radwege auf dem Gehweg ein absoluter Wahnsinn. Ein Fußgänger kann in Bruchteilen einer Sekunde stehenbleiben und vor mir auf dem Radweg stehen. Dann kracht's ganz gewaltig.
Aus diesem Grund fahre ich NIE auf Radwegen, habe aber auch noch nie Probleme wegen meiner Weigerung mit der Exekutive gehabt.

Daß deine Negativbeispiele zu Radlern nicht diskutiert werden müssen steht außer Frage, sowas darf nicht passieren.

Ein Bekannter von mir hats bis zu einer Verhandlung beim UVS Wien geschafft (und dort letztendlich dann rechtbekommen), weil er sich weigerte den Radweg zu benutzen. Und das obwohl er mit Rennrad unterwegs war. Die Polizei hat argumentiert, dass es keine Trainingsfahrt war und deswegen der Radweg zu benutzen sei.

Ich wurde bislang 2x vom Schnittlauch angehalten weil ich einen Radweg nicht benutzt habe.
Beiden erklärt, daß ich fast so schnell fahre wie ein Auto in der Stadt (haben sie auch selbst gesehen) und somit keine Chance habe, vor einem Fußgänger zum Halten zu kommen, der mir vors Rad hoppelt.
Beide haben dann keinen Ärger mehr gemacht.

Bin aber ebenfalls schon 2x angehalten worden weil ich augenscheinlich gegen die Einbahn gefahren bin.
Daraufhin durfte ich den Sheriffs erklären, was genau dieses Wohnstraßenschild für mich als Radler bedeutet.

schon mal was vom fahrradführerschein gehört??
ich glaub den macht man so mit 12!
jaja die bösen radfahrer;) das denk ich mir auch immer wenn mich am ringradweg fast ein autofahrer abschießt weil sie es einfach ned checken, dass da auch noch wer anderer mit weniger ps aber dafür schneller unterwegs ist!
sodala, werd mich jetzt auf mein rad schwingen, fussgänger am gesteig beschimpfen und auf autos spucken,hahahaha

Ja aber nur damit man ab 12 alleine mit dem rad unterwegs sein darf, später nicht mehr!!!

ich glaub beim autofahren gibts das mit 18?! darf man da dann auch alleine unterwegs sein?

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