Crossing Europe eröffnet mit Oscar-Preisträger

4. April 2008, 13:15
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Außer "Once" und "La graine et le mulet" zeigt das Linzer Festival unter anderem aktuelle Arbeiten aus dem Genrekino

Linz - Der mit einem Oscar ausgezeichnete irische Film "Once" eröffnet die fünfte Ausgabe des internationalen Filmfestivals Crossing Europe in Linz am 22. April. John Carneys Werk ist wie alle Eröffnungsfilme erstmals in Österreich zu sehen und beleuchtet die Geschichte der unmöglichen Liebe eines irischen Musikers und einer immigrierten tschechischen Pianistin. Glen Hansard, Frontmann der irischen Rockband The Frames, und Singer-Songwriterin Marketa Irglova verkörpern nicht nur die Protagonisten des Films, sondern sind als Komponisten bzw. Interpreten auch Schöpfer des Soundtracks. Für "Falling Slowly" erhielt der Film den Oscar für "Best Original Song".

Weiters zu sehen: "La graine et le mulet" ("Couscous mit Fisch") - darin erzählt der in Tunis geborene und in Frankreich aufgewachsene Film- und Theaterregisseur Abdellatif Kechiche von Immigration und der Mühe, sich in der Fremde eine Existenz zu schaffen. Der Film wurde mit vier Cesars ausgezeichnet.

Genrekino und Tribute

Neuer Bestandteil des Festivals ist die Schiene "Nachtsicht", in der aktuelle Arbeiten aus dem europäischen Genrekino zu sehen sind. Den Anfang macht der spanische Film "REC" des Regieduos Jaume Balaguero und Paco Plazas, eine mit der Handkamera gedrehte Variation des Zombie-Films.

Das diesjährige Tribute stellt unter dem Titel "Lithuanian Documents" mit Audrius Stonys, Arunas Matelis, und Sharunas Bartas drei herausragende und vielfach preisgekrönte Autoren des litauischen Kinos vor. Auf Einladung des Offenen Kulturhauses ist heuer die afghanische Video- und Performancekünstlerin Lida Abdul als "OK Artist in Residence" beim Festival zu Gast. Die Galionsfigur der Programmschiene "Local Artists", in der Film- und Videoarbeiten mit Oberösterreich-Bezug gezeigt werden, ist dieses Mal Dietmar Brehm. Der Linzer Künstler hat auch den Festivaltrailer "Fliege" gestaltet.

Bis 27. April sind in Linz rund 150 Spiel- und Dokumentarfilme zu sehen. Der "Crossing Europe Award European Competition" in Kooperation mit Linz09 ist mit 10.000 Euro dotiert. Ein Wettbewerbsfilm wird von den Festivalbesuchern mit dem "Ray-Publikumspreis" im Wert von 5.000 Euro ausgezeichnet. Der 6.000 Euro schwere "Crossing Europe Award Local Artist" geht an eine herausragende Arbeit mit Oberösterreich-Bezug. (APA/red)

  • Szene aus dem spanischen Horrorfilm "REC"
    foto: crossing europe

    Szene aus dem spanischen Horrorfilm "REC"

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