
Bleiben einander nah – und einem möglichen Nationalratswahltermin im Herbst fern: Tirols Landeshauptmann Herwig van Staa (ÖVP) und sein sozialdemokratischer Stellvertreter Hannes Gschwentner.

Deshalb wollen ÖVP und SPÖ die Landtagswahl schon am 8. Juni. Sowohl Landeshauptmann Herwig van Staa als auch sein Stellvertreter Hannes Gschwentner betonen ihre erfolgreiche – freiwillige, da für die mit absoluter Mehrheit ausgestattete ÖVP nicht notwendige – Koalition.
Dabei ist sich der Sozialdemokrat Gschwentner bewusst, dass seine Stellung in der Landesregierung nach der Wahl ein Ende haben könnte – denn mit der Liste des AK-Präsidenten Fritz Dinkhauser kommt mit großer Sicherheit ein neuer Faktor in Landespolitik und Landtag. Eine Umfrage des Sora-Institutes im Februar hat für die Liste Dinkhauser 23 Prozent, für die ÖVP 37 Prozent errechnet. ÖVP-Herausforderer Dinkhauser besetze als Arbeitnehmervertreter klassische SPÖ-Themen und trete ja auch an, „um die ÖVP zu retten“, sagt Gschwentner.
Eine Koppelung mit der Liste Dinkhauser schließt Landeshauptmann van Staa derzeit aus. Er will wieder Landeshauptmann werden, obwohl das mit Dinkhauser „schwierig werde“. Sollte er das Wahlziel der Absoluten verfehlen, würde er die Verantwortung übernehmen. Die ÖVP hat bei der Landtagswahl 2003 49,9 Prozent der Stimmen erhalten. „Gespräche wird es nach der Wahl mit allen Parteien geben“, sagt van Staa. Eines ist dabei klar: „es wird meine Linie geben, jeder ist aber aufgefordert mitzugehen“. Neustarter Dinkhauser passt auch der vorverlegte Wahltermin. Bekanntester Name auf der Liste des Ex-Bobfahrers ist immer noch „der Dinkhauser“, aber Namen müssten ohnehin erst 37 Tage vor der Wahl präsentiert werden, sagt er. Und das werde er auch tun. Der Politologe Fritz Plasser sieht mit dem Antreten Dinkhausers keine Möglichkeit mehr für eine absolute Mehrheit für die ÖVP und van Staa. Damit hätte gleich auch die Tiroler FPÖ ihr erklärtes Wahlziel erreicht, die ÖVP-Mehrheit zu brechen. Das BZÖ kritisiert zwar den Wahltermin, ist aber zuversichtlich, in den Landtag zu kommen.
Grünen-Chef Georg Willi sagt, er habe für den 8. Juni genügend Konzepte. Für ihn sind ÖVP und SPÖ, obwohl geografisch weit weg, dennoch ferngesteuert aus Wien. (Verena Langegger, DER STANDARD, Printausgabe, 14.3.2008)
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37 Tage vor der Wahl, das wird eng für uns, da müssen wir am 1. Mai die Kandidaten präsentieren,
- also Ihr beherzten Tiroler Querdenker, wir bieten Listenplätze, auf www.zpa.at gibt 's mehr darüber zu erfahren !!!
Sailer Christoph (ORF) Wann wird der Fritz Dinkhauser als Arbeiterkammer-Präsident zurücktreten?
Dinkhauser: Ja, da müssen Sie den Landeshauptmann fragen, wann er zurücktritt - oder irgendeinen sonstigen Kandidaten, Bürgermeister, der also im Landtag kandidiert. Es gibt ja keine Notwendigkeit. Aber ich habe auch damals schon angekündigt, ich werde das rechtzeitig also tun, also zu dem Zeitpunkt, wo ich glaube, dass es notwendig ist.
Sailer C.(ORF): Mit dem Hinblick auf den achten Juni - wann glauben Sie, wird das notwendig sein?
Dinkhauser: Ja, auch da gibt es also genaue Termine. Wir werden also da die Vollversammlung einberufen und ich werde also entsprechend natürlich auch da die Weichen stellen.
Gaga?
Seitdem dieser Mensch politisch präsent ist, redet er von sozialer Gerechtigkeit. Ja, er redet und redet. Wirkliche Handlungen hat er seinem Geschwätz aber nie folgen lassen. Als Schüssel Kanzler war, hat Dinkhauser immer wieder dessen soziale Eiseskälte kritisiert. Laut und grölend, wie's eben seine derbe Art ist. Kurz vor den Wahlen (2006) hingegen, hat er Inserate schalten lassen, in denen er die gute Arbeit des Kanzlers gelobt hat, und seine Wertschätzung für diesen kundtat. Ein widerlicher Heuchler!
Was viele natürlich nicht dran hindern wird, ihn zu wählen. Die hohe Konzentration geistigen Prekariats in Tirol wird ihm dabei nutzen.
Wenn jemand dem schwarzen Treiben ein Ende setzen will als Arbeitnehmer/in, hat er/sie diesmal die größte Chance. Bedurfte es eines Dinkhausers oder gründete sich am Einigungsparteitag in Hainfels am 31.12.1889/01.01.1890 schon eine Partei, welche als Ideologie die Interessen der Arbeitnehmer verstand uter anderem ?
.) Das erste EM-Spiel in Innsbruck findet 2 Tage nach der LT-Wahl statt.
.) Die ÖVP wollte ursprünglich am 29.06. wählen lassen, was die SPÖ verhindert hat. Wär es nach der VP gegangen, wären die Plakate während der ganzen EM in ganz Tirol rumgehangen. Zur Freude der Gastronomie.
.) Dass das der VP ganz egal ist, sieht man ja. Hauptsache keine Wahlen, wenn möglicherweise NR-Wahlen anstehen, its all................
so sinds halt die Politiker, das Geld der Steuerzahler mit vollen Händen beim Fenster rauswerfen.
Eine gemeinsame Wahl würde doch bedeutend billiger kommen, nein, der van Staa braucht eine eigene Suppe oder bezahlt ER alles auch seiner Privatkasse, das würde mich bei einem Politiker aber schon sehr wundern.
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