8.000 Euro für "Juristen ohne Scheuklappen"

23. April 2008, 14:55
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Kanzlei will an Rechtswissenschafter, "die keine Berührungsängste zu anderen Wissenschaften kennen" jährlich Preis vergeben

Der Brandl & Talos Intersectional Legal Studies Awards wurde kürzlich erstmals verliehen. Professor Ernst Karner wurde für sein fächerübergreifendes Werk über den gutgläubigen Mobiliarerwerb ausgezeichnet. Der mit 8.000 Euro dotierte Preises soll jährlich vergeben werden.

Keine Berührungsängste

Die auf Kapitalmarktrecht spezialisierte Kanzlei Brandl & Talos möchte mit dem Preis Juristinnen und Juristen ehren, "die keine Berührungsängste zu anderen Wissenschaften kennen", heißt es in einer Aussendung. Im Rahmen der Verleihung betonte Ernst Brandl, selbst Jurist und Betriebswirt,die Bedeutung des fächerübergreifenden Denkens in der Juristerei. Diesen Gedanken griff auch Heinz Mayer, Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien, in seiner Rede auf: Das Leben orientiere sich eben nicht an der Einteilung der juristischen Fächer. Den Studenten könne man das aber nur dann glaubhaft machen, wenn man selbst den Blick über die Grenzen vorlebe, lobte der Dekan die Arbeit Karners. Nikolaus Benke, Vorstand des Instituts für Römisches Recht und Antike, sprach Karners Weitblick an, mit dem er wegweisende Anhaltspunkte für die weitere Entwicklung des Rechts liefere

Ernst Karner freut sich als erster Preisträger: "Mir ist das Arbeiten ohne Scheuklappen stets am Herzen gelegen." (red/derStandard.at, 7. März 2008)

  • Rechtsanwalt Thomas Talos, Preisträger Ernst Karner, Universitätsprofessor Nikolaus Benke und Rechtsanwalt Ernst Brandl bei der Preisverleihung.
    foto: btp/schreiner

    Rechtsanwalt Thomas Talos, Preisträger Ernst Karner, Universitätsprofessor Nikolaus Benke und Rechtsanwalt Ernst Brandl bei der Preisverleihung.

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