Hilfe bei der Berufsorientierung

14. April 2008, 10:01
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Universitäten, FHs, Schulen und Lehrbetriebe präsentieren sich kommende Woche auf der Studien-, Berufs- und Weiterbildungsmesse

Vier Tage lang, vom kommenden Donnerstag an, steht die Wiener Stadthalle wieder ganz im Zeichen von Beruf, Studium und Weiterbildung: Die BeSt macht bei freiem Eintritt Station in der Bundeshauptstadt und öffnet die Tore zwischen 9.00 und 18.00 Uhr. Die Veranstalter - Unterrichts- und Wissenschaftsministerium sowie das Arbeitsmarktservice - erwarten rund 80.000 Besucher; die Zahl der Aussteller liegt bei 320, ein knappes Fünftel davon kommt aus dem Ausland. Universitäten, Fachhochschulen, Lehrbetriebe und Schulen, aber auch Interessenvertreter und Dienstleister werden sich den Fragen der Messebesucher stellen.

Zahlreiche Workshops und Vorträge bereichern das umfangreiche Programm und geben Einblick in verschiedene Berufs- und Studienbereiche. Aber auch wer sich noch nicht für die passende Ausbildung entscheiden kann oder will, erfährt einiges über seine Möglichkeiten. "Schenk dir ein Jahr!" nennt sich eine Informationsveranstaltung zum Freiwilligen Sozialen Jahr, der am Donnerstag und Samstag ab 13.30 Uhr beizuwohnen ist.

Der persönliche Erfahrungsaustausch wird bei der BeSt großgeschrieben. So gibt es am Wochenende zweimal die Gelegenheit, Jugendliche über ihre Erlebnisse im Ausland auszufragen. Der Trip in die Fremde - ob während des Studiums, in einem Lehrlingsaustauschprogramm oder auf eigene Faust - macht jedenfalls Eindruck im Lebenslauf. Das Studieren in Deutschland, in Spanien, in Frankreich und anderen Ländern wird zudem in speziellen Veranstaltungen thematisiert.

Im Vorjahr zeigten sich laut einer schriftlichen Umfrage unter 1510 Messebesuchern 94 Prozent positiv beeindruckt. 79 Prozent gaben an, dass ihre Erwartungen vollkommen erfüllt worden seien. Eine Besuchsempfehlung gegenüber Freunden und Bekannten würden 85 Prozent aussprechen, so die Studie.

Immerhin ein Viertel der Befragten war 2007 nicht zum ersten Mal auf der BeSt gewesen. Vor allem die Gruppe der 20- bis 24-Jährigen sowie der 25- bis 39-Jährigen hatte die Informationsveranstaltung früher schon einmal besucht.

Ins Berufsbild eintauchen

Das Einzugsgebiet der Messe stellt sich folgendermaßen dar: Je ein Drittel der Besucher stammten aus Niederösterreich und Wien, 15 Prozent aus Oberösterreich. Das Burgenland und die Steiermark waren mit je 6,4 Prozent vertreten, alle anderen Bundesländer zu insgesamt 2,8 Prozent.

Mit der von den Ausstellern gebotenen Beratung zeigten sich 91 Prozent zufrieden, und auch das Rahmenprogramm sagte der breiten Mehrheit sehr zu.

61 Prozent der BeSt-Besucher informierten sich über ein Universitätsstudium, 45 Prozent über die Möglichkeiten an einer Fachhochschule. Für postgraduale Ausbildungen interessierten sich zehn Prozent, ein Drittel erkundigte sich nach Kollegs und Akademien, elf Prozent nach Lehrberufen.

Bestimmte Berufsbilder und Studienmöglichkeiten lassen sich bei der Berufs- und Studienmesse gleich direkt praktisch erleben. "Mit der Kamera auf der BeSt!" heißt ein Angebot des Wiener Filmcollege. In kleinen Teams streifen Interessierte durch das Messegelände, um einen kleinen Film herzustellen und so erste Erfahrungen zu sammeln. Die Endprodukte werden schließlich der Öffentlichkeit vorgeführt.

Das "Berufsbild Rezeptionist/in" wird in einem Vortrag des Berufsförderungsinstituts Wien (bfi) vorgestellt, über die Anforderungen für den gehobenen Dienst der Gesundheits- und Krankenpflege berichtet die Wiener Arbeiterkammer. (Bernhard Madlener/DER STANDARD Printausgabe, 1./2. März 2008)

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BeSt
  • Die BeSt 2008 bietet Schülern, Maturanten und anderen nach Orientierung Suchenden Einblicke in Berufsbilder und Studienmöglichkeiten.
    foto: best, bearbeitung: friesenbichler

    Die BeSt 2008 bietet Schülern, Maturanten und anderen nach Orientierung Suchenden Einblicke in Berufsbilder und Studienmöglichkeiten.

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