Neue Köpfe für Sanierung

1. April 2008, 11:37
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Seibersdorf braucht wieder höheren Bundeszuschuss

Wien - Auf das am Freitag bestellte Führungsduo des Forschungszentrums Seibersdorf wartet Sanierungsarbeit: 2007 weist operativ ein Minus aus, 2008 eine schwarze Null, die Liquiditätssituation bleibt angespannt und die Verwaltungskosten sind mit 14 Prozent fast doppelt so hoch, wie sie sein sollten.

So skizzierte Aufsichtsratspräsident Hannes Androsch in einer Pressekonferenz die Startposition der von der Gesellschafterversammlung per 1. April bestellten ARC-Geschäftsführer Wolfgang Knoll (derzeit Professor am Max-Planck-Institut für Polymerforschung in Mainz) und Anton Plimon, Geschäftsführer der ARC-Tochter Arsenal Research. Bis ein Nachfolger für den kaufmännischen Geschäftsführer Hans Rinnhofer gefunden ist, wird Plimon beide Unternehmen leiten. Einflussreiche Gesellschafter gehen davon aus, dass Plimon die Arsenal-Führung nach spätestens sechs Monaten abgibt und in den ARC bleibt. Früher oder später würde die Tochter wohl in die Mutter fusioniert (wäre laut Arsenal-Gesetz heuer erstmals möglich, Anm.), aber erst nach der Sanierung.

Von Personalabbau will Androsch nicht sprechen, nur von einer Strukturänderung "von der Bürokratie zur Forschung". Um vom Image einer DDR-Kaserne wegzukommen, müssten in Seibersdorf 15 Millionen Euro investiert werden. Damit ist klar: ARC braucht auch heuer einen erhöhten Bundeszuschuss. (ung, DER STANDARD Printausgabe 01.03.2008)

  • Die neuen Seibersdorf-Chefs Wolfgang Knoll und Anton Plimon müssen die Ärmel aufkrempeln.
    foto:fischer

    Die neuen Seibersdorf-Chefs Wolfgang Knoll und Anton Plimon müssen die Ärmel aufkrempeln.

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