Wenn Bienen einmal krank werden

29. Februar 2008, 16:21
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Was passiert, wenn die Bienen krank werden? - Dann muss jemand anderer Blüten bestäuben gehen - Aber wer?

Zuerst einmal die Fakten: Wussten Sie, dass eine Biene siebenmal um die Erde fliegen müsste, um ein Kilogramm Honig zu sammeln? Oder dass ein Bienenvolk im Jahr zirka 30 bis 50 Kilogramm Blütenpollen verzehrt? Auch Eltern können beim Vorlesen des Bilderbuches "BieBu oder Ameisen haben vom Blütenbestäuben wirklich keine Ahnung!" etwas lernen. Beim eigenen Kind ist natürlich leicht abzuschätzen, dass das Buch von Michael Stavariè (Autor) und Renate Habinger (Illustration) ein Renner wird: Schließlich liebt es "Biene Maja", singt gerne "Summ, summ, summ, Bienchen, summ herum", ging zum Kindergartenfaschingsfest als Biene (sehr süß!) und nennt den Opa auch einmal frech "fauler Willi", wenn er beim seltenen – sicher verdienten – Mittagsschlaf erwischt wird.

In ihrem BieBu zeigen die Buchmacher, was passiert, wenn die Bienen krank werden. Dann muss jemand anderer Blüten bestäuben gehen. Aber wer? Vince, die Hummel, mag nicht – und springt erst ein, als alle anderen Versuche gescheitert sind. Etwa jener Bestäubungsversuch von der Schnecke "Popokatepetl". "Viel zu behäbig. Es hat keinen Zweck", lautet das Urteil der anderen Insekten und Tiere auf der Wiese.

BieBu ist ein Buch zum Entdecken. Die Geschichte wird nicht durchgängig erzählt, was es auch nicht braucht. Die starken, wild gemalten, mit Textanmerkungen ergänzten Bilder transportieren sie auch so. Jede Doppelseite wird zu einem Erlebnis, lädt zum genauen Betrachten und Verweilen ein. Für schnelle Umblätterer ist dieses Buch nichts, außer man will es öfters, dafür quasi "häppchenweise" kennen lernen. (Peter Mayr/DER STANDARD-Printausgabe, 1./2.3.2008)

Michael Stavariè und Renate Habinger
"BieBu – oder Ameisen haben vom Blütenbestäuben wirklich keine Ahnung!"
Residenz, St. Pölten/Salzburg 2008
14,90 Euro, 40 Seiten
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