Verschwörung häppchenweise: "8 Blickwinkel"

Redaktion
6. März 2008, 17:04
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Da verliert man schnell einmal Geduld und Überblick: Dennis Quaid (li.) und Eduardo Noriega in "8 Blickwinkel".
    foto: sony

    Da verliert man schnell einmal Geduld und Überblick: Dennis Quaid (li.) und Eduardo Noriega in "8 Blickwinkel".

Ein mäßig packender Thriller von Pete Travis mit Dennis Quaid, Forest Whitaker und Sigourney Weaver

Ein US-Präsident namens Ashton (William Hurt) eröffnet vor einer jubelnden Menschenmenge einen internationalen Antiterrorgipfel. Plötzlich fallen Schüsse, der Präsident bricht zusammen und Panik bricht aus. Aus der Ferne ist eine Detonation zu hören, und dann explodiert auch noch vor Ort ein Sprengsatz.

Dies wird zunächst aus dem Blickwinkel der Redakteure eines TV-Senders gezeigt. Anschließend wird dasselbe Geschehen aus anderen Perspektiven nochmals aufgerollt und dadurch konsequenterweise variiert. Viel mehr als diesen nun auch nicht so originellen dramaturgischen Gimmick hat Pete Travis' Verschwörungsthriller "8 Blickwinkel"/ "Vantage Point" leider nicht zu bieten.

Etwas auch nicht Unwesentliches wie "Schauspielführung" ist einigermaßen auf der Strecke geblieben. Weshalb nun routinierte Mimen wie Dennis Quaid, Forest Whitaker oder Sigourney Weaver unfreiwillig komische Figuren in einem mäßig packenden Film machen. (irr / DER STANDARD, Print-Ausgabe, 28.2.2008)

Verfolgung und Vervielfältigung
Weitere Kinostarts

Der frischgebackene Oscar-Abräumer "No Country for Old Men" (Regie: Joel und Ethan Coen) erzählt nach dem gleichnamigen Roman von Cormac McCarthy eine fulminante, bitterböse und auch nicht unblutige Verfolgungsgeschichte. Außerdem starten: das Anwaltsdrama "Michael Clayton" von Tony Gilroy mit George Clooney und der ebenfalls Oscar-prämierten Tilda Swinton und die US-Parodie "Meine Frau, die Spartaner und ich"/"Meet The Spartans" von Jason Friedberg und Aaron Seltzer, der österreichische Kinderfilm "Mozart in China" von Bernd Neuburger und Nadja Seelich und der deutsche Dokumentarfilm "Ostpunk - Too Much Future von Carsten Fiebeler und Michael Boehlke" sowie Todd Haynes' großartige Bob-Dylan-Variation "I'm not there". (irr)

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