Wikinger: Mit der Christianisierung wurde die Mode eintönig

von Redaktion  |  10. März 2008, 13:05

Prüde Interpretationen widerlegt: Schwedische Archäologin untersuchte mittelalterliche Textilmuster

Stockholm - Gegen aus christlicher Prüderie motivierte Geschichtsverzerrungen tritt die schwedische Forscherin Annika Larsson von der Universität Uppsala an - wenn auch im historischen Nebenbereich der Modegeschichte. Larssons Befund: Die Bekleidung der Wikinger war deutlich farbenfroher und extravaganter sowie - soweit es die Frauen betraf - auch körperbetonter als zumeist angenommen.

Larsson untersuchte eine Reihe von Textilfunden vor und nach der Christianisierung des heutigen Schweden, die vor allem aus der Region des Mälar-Sees westlich von Stockholm stammen. Eines der Ergebnisse: die Kleidung war ursprünglich keineswegs schlicht, sondern eher "orientalisch bunt" - mit leuchtenden Farben und glitzernden Spiegelsteinchen. Diesen lebensfrohen Stil hätten auch neue Funde im russischen Pskow nahe der Stadt Nowgorod bestätigt, wo die schwedischen Wikinger bzw. Waräger eine bedeutende Handelsniederlassung unterhielten.

Änderung der Sichtweise

Speziell bei der Kleidung von Frauen sieht Larsson prüde Fehldeutungen früherer archäologischer Funde: Statt rechteckiger Stoffplanen, die von einem Gürtel zusammengehalten wurden, hätten die Frauen vorne offene Röcke getragen (siehe das Bild beim beigefügten Link). Außerdem verwendeten sie eine Art von Büstenhalter in Form zweier an Trägern hängender Schalen, die die Brust besonders betonten. In Gräbern waren solche Schalen in Brusthöhe gefunden worden - allerdings interpretierte man früher in diese Position hinein, dass die Schalen eigentlich in Höhe der Schlüsselbeine gesessen hätten und nach dem Zerfall des Körpergewebes einfach nur "verrutscht" seien. Larsson: "Das war wohl einfach ein bisschen prüde gedacht."

Im Zuge der langsamen Christianisierung Schwedens - die Taufe König Olof Skötkonungs im Jahr 1008 war hier ein wichtiger Markstein - veränderte sich der vorherrschende Stil laut Larsson allerdings merklich: Danach habe sich die Kleidung mehr in die einförmige, farblose Richtung entwickelt, die man bisher traditionell mit den Wikingern verbinde. (APA/red)

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fire eater
29.02.2008 19:18

was den christlichen gehalt des osterfests zumindest fragwürdig macht.

im übrigen ist die opferung und auferstehung eines göttlichen sohnes zum frühlingsfest (das nach sonnen- oder mondkalender festgelegt wurde, je nach religion) ein bestandteil fast aller mythenkreise des fruchtbaren halbmondes.

Emil i Lönneberga (advocatus diaboli)
29.02.2008 20:07

Und ? Das bestreitet ja niemand. Wir sprechen ja nicht ueber den "Wahrheitsgehalt" des Christentums.

leichen heini 
28.02.2008 20:50
in diesem forum

riskiert man ganz schnell 10 "überflüssig" , wenn man nicht reflexhaft auf "die christianisierung" hinbeisst.

a grünes stricherl
29.02.2008 12:20
schliesslich gibts keinen einzigen nachweisbaren verbesserungspunkt durch die christianisierung ..

leichen heini 
29.02.2008 13:01
zu fragen der empathie will ich mich nicht äußern.


aber wer nicht verstanden hat, dass die europäische zivilisation und entwicklung, in aller komplexität und widersprüchlichkeit, direkt von der christianisierung abhängt, fast wie ein organismus vom blutfluss, das ist wie jemand, der behauptet, vom umrühren werde der kaffee süß.

Lord Chaos
29.02.2008 13:07


Bitte um Erklärung wie zb die griechische Kultur, das Imperium Romanum, usw vom Christentum abhängen.

Das Christentum hat unsere Kultur teilweise mitgeprägt. Es als Ursache für den Erfolg der westlichen Kultur zu betrachten ist Unsinn. man könnte eher sagen wir haben es trotz Christentum geschafft, bzw wir haben den Blödsinn rechtzeitig über Bord geworfen. V.a. Europa ist kein christlicher Kontinent mehr.

leichen heini 
29.02.2008 15:55
lesens a bissel geschichte und es

erklärt sich von selbst.
ob wir das christentum heute noch "brauchen", wird ja jeder für sich entscheiden; und es ist natürlich unbestreitbar ein fortschritt der letzten 300 jahre, dass man das auch darf.
aber die historische rolle des christentums ist halt ein faktum.

leichen heini 
28.02.2008 21:44
noch ein pawlowsches

stricherl-hundi

Lord Chaos
28.02.2008 15:28


Am Sklavenhandel und Sklavenhaltung (teilw. leibeigene bzw Hörige genannt) hat das Christentum exakt NICHTS geändert. Wie könnten sonst zb Sklaven zu den wichtigsten handelsgütern der hanse bzw der italiensichen Städte gehören? Die Unfreihei in Europa wurde durch den beginnenden Kapitalismus langsam verdrängt. Unfreie wurden zu unproduktiv.

Die Vidhingfahrten gingen munter weiter. Sie wurden erst durch die schwindende Überbevölkerung in Skandinavien sowie die steigende Verdeidigungsfähigkeiten der potentiellen Opfer beendet.

Das einzige was beendet wurde sind die Menschenopfer, dafür wurden ab da fleissig Menschen wegen 'Zauberei', Heidentum, usw ermordet. Kein grosser Unterschied.

hurchzua
29.02.2008 08:32
Es ist schon eine seltsame Ansicht,

die wohl die Änderung der Mode auf die Christianisierung zurück führt, für das Ende der Raubüberfälle zum genau selben Zeitpunkt aber andere Gründe vorschiebt.

Lord Chaos
29.02.2008 11:35


Hab' ich das? Erstaunlich, kann mich gar nicht daran erinnern.....

Ein Ansatz den man verfolgen könnte wäre zb, dass der massive Rückgang des Handels mit dem Mittelmeerraum bzw das ende der Raubzüge zu einem Rückgang des Wohlstandes führte.

Bekannte Handelsplätze der Nordmänner wie zb Haithabu oder Birka wurden um diese Zeit verlassen.

roman_lenzhofer 
28.02.2008 18:16

karl der grosse verbot die sklaverei mit christen in seinen ländern. es hielten sich halt nicht alle daran. trotzdem war das verbot durch das christentum, wenn schon nicht bedingt, so mindestens begünstigt. die kirche schützte am anfang die hexen, um dann später um so härter gegen sie vorzugehen.

abgesehen davon kam mit den christentum die abkehr vom opfern und eine brauchbare schrift. das die babaren der wälder binnen weniger jahrhunderte zur einflussreichsten kultur, die es je gab, aufgestiegen sind, verdanken sie diesen umstand. ob eine andere religion ähnliches hätte leisten können?

Eva Hexe 
29.02.2008 14:03
sklaverei

MIT christen war vorboten - ok aber wenn jemand einen ungläubigen versklavt war das natürlich ganz was anderes. war (ist) ein ungläubiger überhaupt ein mensch? sind wir wieder beim "lebensunwerten Leben"?

a grünes stricherl
28.02.2008 18:34
unter karl gab es zumindest kurzzeitig den versuch der abschaffung das ist schon richtig .. aber mit der einschränkung "nur chrtisten dürfen nicht als sklaven genommen werden"

ergo wars kein problem andersgläubige zu versklaven ...

eine sehr halbherzige lösung.

Emil i Lönneberga (advocatus diaboli)
29.02.2008 14:20

Sie projezieren die Vorstellungen der späteren Neuzeit ins Frühmittelalter.

leitfaden
29.02.2008 14:45
??

ich habe mit eigenen augen gelesen und mit eigenen ohren gehört, wie christen für sich in anspruch nahmen, das christentum sein unverrückbare grundlage der menschrechte. und wenn man sagt, dass das zumindest eine problematische sichtweise ist, projiziert man blindlings ansichten zurück.

also, was nun?

Emil i Lönneberga (advocatus diaboli)
29.02.2008 14:57

Werte unterliegen einer Entwicklung.
1750 BCE war der Codex Hammurapi ein grosser Fortschritt, heute erscheint er uebermaessig streng. Trotzdem ist er eine wichtige Grundlage in der Geschichte der Rechtssprechung.

fire eater
01.03.2008 08:14
der codex hammurabi ist rechtsgeschichtlich inteessant,

aber sicher keine grundlage der entwicklung von rechtsprechungen.

ansonsten drehen sie sich's zurecht, wie sie es grad brauchen.

Hans Müller1
28.02.2008 16:37
die Kirche hat zuviele Kompromisse mit

Atheisten (Nationalisten, Kapitalisten, etc.) gemacht ;)

Zu behaupten das Christentum hätte nichts verändert können nur Leute behaute die Glauben die Veränderung einer Gesellschaft findet mit einem politischen Ereignis, z.Bsp. der Unterzeichung eines Dokumentes statt, und die nicht kapieren dass politische Ereignisse die folge gesellschaftlicher Umbrüche sind.
Das Christentum hat die Idee der Gleichheit des Menschen jedenfalls in Europa eingeführt lange bevor andere diese Idee aufgegriffen haben.

a grünes stricherl
28.02.2008 18:36
das ist mit verlaub .. falsch

die gleichheit .. der individualismus und das prinzip der bürgerrechte sind römisch griechische erfindungen .. das christentum hat diese nur aufgegriffen und teilweise sogar massiv reduziert.

nein auch hier hat das christentum nichts moralisches beigetragen.

hat im gegenteil sogar das feudalsystem gestärkt dass klassenunterschiede viel stärker betonte.

Emil i Lönneberga (advocatus diaboli)
29.02.2008 12:32

Aber nicht jeder hatte Bürgerrechte.
Die Sklaverei überhaupt wurde durch das Naturrecht eines gewissen Aristoteles gerechtfertigt. Im Streitgespräch zwischen Sepulveda und Las Casas in Valladolid, griff Sepulveda, der die Versklavung der Indianer rechtfertigen wollte in erster Linie auf Aristoteles zurück.

Lord Chaos
29.02.2008 13:53


Hat auch niemand behauptet. Aber unter römischer Herrschaft hatten mehr Menschen mehr Rechte als im christlichen Frühmittelalter.

Was die Christianisierung für die Frauen bedeutete soll erst gar nicht erwähnt werden...

Aber Hauptsache vor Gott sind alle gleich.....

Emil i Lönneberga (advocatus diaboli)
29.02.2008 14:22

Und was bedeutete Christianisierung für die Frauen? Ach ja sie wurden nicht mehr gleich ins Moor gekippt, wenn sie ihren Mann betrogen hatten.

Lord Chaos
29.02.2008 14:44


Quellen????

Diese Aussage ist purer Unsinn und steht in direkter Tradition christlicher Lügen über andere Religionen und Kulte.

Germanische Frauen hatten zu heidnischen Zeiten wesentlich mehr Rechte als später unter dem christentum!

hurchzua
29.02.2008 09:01
Also wenn sie wirklich glauben

dass bei Römern und Griechen es den Gedanken der Gleichheit der Menschen gegeben hätte, dann sollten sie einmal nachlesen.

Das Gegenteil ist der Fall. In der Antike fand niemand etwas dabei, dass es Sklaven gab. Dass eine Sklave von seinem Herrn getötet oder mißbraucht werden konnte, war unumstritten.

Daneben erachteten Römer und Griechen auch "Barbaren" als minderwertige Menschen.

Diese Prinzipien wurden erstmals durch das Christentum erschüttert. Vom schlechten Gewissen aus christlichem Denken heraus, dauerte es allerdings noch ein wenig bis eine tatsächliche Änderung eintrat...

a grünes stricherl
29.02.2008 12:23
tschuldigens .. da liegen sie so unendlich falsch wie man nur falsch liegen kann

wen sie schon meine ndass theorie und praxis im christentum auseinanderklaffen sollten sie sich mal mit der theorie der griechisch römischen antike auseinandersetzen .. sie wären erstaunt wie humanistisch und aufklärerisch die sein konnte

wohingegen das christentum derartige gedanken niemals auch nur ansatzweise derart präzise und humanistisch ausformuliert hat.

sie sitzen hier einer "fehlbildung" auf ...

Lord Chaos
29.02.2008 11:41


Was die Römer betrifft ist dies ganz einfach falsch. Ein typisch christliches Vorurteil gegen eine heidnische Kultur....
In der Spätantike (VOR Einführung des Christentums!!!) war jeder freie Bewohner römischen Gebietes römischer Bürger, unabhängig von der herkunft. Auch vorher konnte jeder diese rechte erwerben indem er nach Rom, später Italien übersiedelte.

Dem Christentum die bekämpfung der Unfreiheit zuzuschreiben ist eine Frechheit! Wer hat den Großgrundbesitz der Kirche bewirtschaftet? Unfreie Bauern!!! Diese wurden mit Gewalt an ihre Scholle gefesselt und mussten schuften, damit die Bischöfe und Äbte das Leben von Adeligen führen konnten.
Sklaverei und Unfreiheit wurden von der Kirche nach Kräften gefördert!!!

Emil i Lönneberga (advocatus diaboli)
29.02.2008 14:29

Die Übersiedlung nach Italien bewirkte genau gar nichts. Selbst in Italien war ja die rechtliche Situation bis nach dem Bundesgenossenkrieg sehr heterogen. Das Bürgerrecht erwarb man z.B. mit Geld oder durch 25 Jahre Dienst in den Auxilien.
Das allgemeine Bürgerrecht von Caracalla eingeführt, bedeutete nur, dass es jetzt mehr Bürger gab die auch die Steuern eines Bürgers zahlen mussten. Ansonsten war der Staat zu dieser Zeit auf dem Weg zur Militärdiktatur.

Lord Chaos
29.02.2008 14:44


Können Sie lesen? Genau das hab' ich geschrieben!

Emil i Lönneberga (advocatus diaboli)
29.02.2008 15:19

Ich darf sie zitieren: "Auch vorher konnte jeder diese rechte erwerben indem er nach Rom, später Italien übersiedelte"

und das ist falsch.

Lord Chaos
28.02.2008 16:47
Nachtrag


Im Christentum sind alle Menschen gleich, ausser sie sind: Frauen, Unfrei, Andersgläubig, Ungläubig, Herätiker,......

Hans Müller1
28.02.2008 18:54
Ich verstehe nicht warum Leute wie Sie

etwas behaupten wovon Sie ganz genau wissen dass es nicht stimmt, aber ich erkläre es Ihnen gerne nocheinmal:
Das Christentum besagt dass alle Menschen vor Gott gleich sind: Jesus sagt ganz explizit dass das v.a. auch für "die anderen" gilt: Liebe deine Feinde, tut denen Gutes die euch hassen .... Seid zu den Leuten genauso wie ihr auch von ihnen behandelt werden wollt. Oder erwartet ihr einen Lohn dafür, wenn ihr (nur) die Menschen liebt die auch zu euch gut sind? .."
Ich meine, explizierter kann man ja gar nicht ausdrücken dass alle Menschen gleich behandelt werden sollen, auch wenn Sie es nicht wahr haben wollen

Eva Hexe 
29.02.2008 14:06
gleichheit

WENN alle menschen in der christenheit gleich wären, warum dürfen frauen dann keine Priester sein?

Emil i Lönneberga (advocatus diaboli)
29.02.2008 14:45

Gibt doch genug Pastorinnen.

Lord Chaos
29.02.2008 13:42

Wieder ein Beweis, dass das Christentum Wasser Predigt, aber Wein trinkt:

http://diestandard.at/?url=/?id... 4100429518

Lord Chaos
29.02.2008 11:43


Das ist die Theorie...

Wie die Praxis aussah kann man in 2000 Jahren Geschichte nachlesen.
Wieso dürfen Frauen noch immer keine Priesterinnen werden wenn sie vor Gott doch sooooo gleich sind?

Verlogene, scheinheilige Heuchler!!!

Lord Chaos
28.02.2008 16:45


Dieselbe 'Gleichheit' der Menschen finden sie zb bereits im Imperium Romanum verwirklicht. Das Christentum hat 'abgekupfert'.

hurchzua
29.02.2008 09:02
???

zuerst dachte ich sie hätten wirklich eine gewisse Bildung.

Aber diese Aussage...

Lord Chaos
29.02.2008 12:15


Nachtrag: Valerian, Diokletian, Constantinus, maxentius, usw sind alles römische Cäsaren welche aus einfachsten Verhältnissen stammen. Andere Cäsaren waren von ihrer Herkunft her keine Römer.

Unter der Herrschaft der angeblich so toleranten christliche-katholischen Kirche (oder auch anderen christlichen Strömungen) im Frühmittelalter war etwas derartiges völlig undenkbar. Somit lässt sich ihre krude Behauptung mit einem kurzen Blick auf die Geschichte widerlegen.

Nennen Sie mir bitte einen heiligen römischen Kaiser welcher dem Bauernstand entstammte.

Emil i Lönneberga (advocatus diaboli)
29.02.2008 12:40

Unter dem von Ihnen erwähnten Diokletian waren alle so gleich, dass Kinder verpflichtet wurden die Berufe ihrer Eltern zu ergreifen.

Helena (heiliggesprochen), die Mama von Kaiser Konstantin, war eine Gastwirtstochter. Justinian war Ziegenhirte, Kaiserin Theodora im ... Unterhaltungsgewerbe tätig.

Lord Chaos
29.02.2008 13:11


Sag ich ja, in Gebieten die von der römischen Kultur geprägt waren war sozialer Auf- und Abstieg problemlos möglich.
In Gebieten in denen die usrprüngliche Kultur weitgehend vom Christentum verdrängt wurde (zb germanen) war dies nicht möglich.

Bleib an dem Platz an den Dich Gott gesetzt hat!

Emil i Lönneberga (advocatus diaboli)
29.02.2008 14:53

Wilhelm der Eroberer lebte in einem christlich-germanisch geprägten Umfeld und stieg trotzdem vom unehelichen Kind zum Englischen König auf.

Lord Chaos
29.02.2008 11:46


Siehe mein Post oben.

Im Imperium Romanum herrschte eine wesentlich weitergehende Gleichheit der Menschen als im christlichen Frühmittelalter. Was nicht bedeutet, dass es eine absolute Gleichheit gegeben hätte (Sklaven!!!).

Aber zu behaupten das heuchlerische, scheinheilige Christentum hätte die Gleichheit der Menschen erfunden ist ein starkes Stück!!!

Emil i Lönneberga (advocatus diaboli)
29.02.2008 12:35

Die Klientelverhältnisse in Rom sind aber nicht gerade ein Zeichen von Gleichheit.

Lord Chaos
29.02.2008 13:16


Wollen Sie nicht verstehen oder können Sie nicht? Solange Sie sich die Grundlagen der römischen Geschichte nicht angesehen haben, kann dies nichts werden...
Ungleicheit der Menschen bedeutet verschiedene Rechte aufgrund der Geburt, Herkunft usw...
Das Klientelsystem beruhte auf wirtschaftlichen Unterschieden welche aufgrund von Erbschaften, persönlichem Erfolg usw kamen, haben aber überhaupt nichts mit dem Stand einer Person zu tun.

Emil i Lönneberga (advocatus diaboli)
29.02.2008 15:25

Die römische Gesellschaft ist das Musterbeispiel einer hierarchischen Ordnung. Für Rom gilt wirklich, dass "die Familie die Keimzelle des Staates" ist. Und da hatte das Familienoberhaupt die uneingeschränkte Verfügungsgewalt. Darüber gab es weitere Ebenen, die sich eben in Klientelverhältnissen darstellten.
Nicht umsonst sagte Polybios, dass die römische Republik Staat Elemente der Monarchie, Oligarchie und Demokratie vereinte.
Gleichheit gab es in Griechenland und auch da ist sie - mit den bekannten Einschränkungen - auf die Zeit der Isonomie in Athen und ein paar seiner Verbündeten beschränkt. Der Grossteil der griechischen poleis wurde aber immer oligarchisch regiert!

Emil i Lönneberga (advocatus diaboli)
29.02.2008 13:26

Da unterliegen Sie aber einem Irrtum. Es war für einen homo novus praktisch unmöglich das Konsulat zu erreichen. Cicero war nicht umsonst so ein Opportunist.

Lord Chaos
29.02.2008 13:56


Offenbar hat man vergessen dies einem Valerian, Diokletian, Justitian (dessen Frau ihre Karriere übrigens als Protituierte begann!) usw mitzuteilen.

Dumm gelaufen!

Emil i Lönneberga (advocatus diaboli)
29.02.2008 14:13

Auf diese Leute und ihre Herkunft habe ich als Antwort auf ein anderes Ihrer Postings schon hingewiesen, darf sie aber darauf aufmerksam machen, dass sie von einer Zeit sprechen in der der römische Staat eine Militärdiktatur war und die Herrscher dementsprechend an die Macht kamen. Streben Sie so etwas an?

Lord Chaos
29.02.2008 14:50


Das trifft auf Diokletian zu, nicht zb auf Justinian. Übrigens hab' ich mich geirrt. Aurelius kam aus einfachen Verhältnissen, nicht Valerian.

Da Sie bunt und munter die verschiedenen Epochen des Imperiums vermischt haben (was haben Konsuln mit Cäsaren zu tun?) dachte ich ich mache mit!

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